Ihr plant den Kauf eines neuen Rechners? Mit dem PPI-Rechner könnt Ihr schnell herausfinden, ob die Bildschirmauflösung für Euch angenehm ist.

Um Bildschirme miteinander zu vergleichen, zählt nicht nur der Unterschied zwischen TN-Panel und IPS-Panel, sondern auch die Auflösung pro Bildschirmdiagonale. Die nämlich sagt aus, wie viele Pixel pro Zoll (Pixel per inch, PPI) sich auf dem Display befinden. Je höher die Punktdichte, desto höher die Auflösung, desto schärfer das Bild – und desto kleiner die Darstellung. Gerade letzteres ist für Menschen mit nicht mehr ganz so guten Augen oder Zeitgenossen wie mich, die zeitlebens unter einem leichten Astigmatismus leiden, deshalb aber keine Brille tragen wollen, ein durchaus wichtiges Kriterium, um zum Beispiel ein neues Notebook auszuwählen.

1. Unangenehmen PPI-Wert ermitteln

Mit dem PPI-Rechner DPI Love lässt sich hervorragend prüfen, wie hoch die Punktdichte eines Displays tatsächlich ist. Mir persönlich ist zum Beispiel die Darstellung der 1366×768 Pixel auf einem Macbook Air mit 11,6″-Bildschirm deutlich zu klein. Gebe ich diese Werte im PPI-Rechner ein, sagt er mir, dass die Punktdichte dieses Displays bei 135 PPI liegt – ich benötige also für mein neues Gerät für angenehmes Arbeiten einen niedrigeren PPI-Wert.

135 PPI beim Macbook Air 11,6 Zoll sind mir definitiv zu klein…

2. Angenehmen PPI-Wert feststellen

Mein altes Macbook Pro hatte 1440×900 Pixel auf einer Diagonale von 15,4 Zoll – das fand ich angenehm. Gebe ich diese Daten im PPI-Rechner ein, zeigt er mir einen Pixeldichte-Wert von 110 PPI an. Ich kenne außerdem das Billig-Notebook eines Bekannten, das die Macbook Air-Auflösung auf 15,6″ wiedergibt (100 PPI) – das ist mir zu groß dargestellt.

… während ich mit den 109 PPI meines alten Macbook Pro hervorragend arbeiten kann.

3. PPI-Wert des geplanten neuen Geräts ermitteln

Für den Kauf meines neuen Geräts weiß ich also jetzt: Werte größer als 135 PPI sind für mich auf jeden Fall nichts. Werte deutlich unterhalb von 110 PPI ebenfalls nicht. Der PPI-Wert des neuen Geräts sollte also irgendwo zwischen dem des (angenehmen) alten Macbook Pros und des (zu kleinen) Macbook Airs liegen. Wenn ich mir nun ein neues Gerät aussuche – sagen wir, ein 13,3″ Macbook Pro mit Retina-Display, dessen 2560×1600 Pixel wie 1280×800 Pixel dargestellt werden – , kann ich dessen Werte ebenfalls in den PPI-Rechner eingeben. Der spuckt mir 113 PPI aus, was für mein Arbeiten angenehm ist. Und nicht nur das: Stelle ich das Retina-Book auf eine höhere Auflösung von 1440×900 Pixeln, ist das mit 128 PPI ebenfalls noch gerade in Ordnung.

Pixeldichte des zukünftigen Geräts: Angenehm und nicht zu klein.

Übrigens: Zusätzlich sollte man natürlich noch den Betrachtungsabstand im Kopf behalten. Ist für Euch zum Beispiel ein Macbook Air 13,3″ (1.440 x 900 Pixel, 127 PPI) ausreichend, heißt das nicht, dass dieser Wert auch bei einem externen Monitor angenehm ist: Man sitzt ja üblicherweise weiter von einem Desktop-Monitor entfernt, wodurch die Darstellung dort kleiner wirkt, der PPI-Wert also niedriger sein muss. In der Praxis bewährt sich ein Wert zwischen 105 und 120 PPI.
Bei Retina-Displays müsst Ihr den PPI-Wert halbieren, um einen Hinweis auf die Darstellungsgröße zu erhalten: Ein Macbook Pro 13,3″ hat zwar 2560×1600 Pixel, die werden aber dargestellt wie 1280×800 Pixel. Errechnet der PPI-Rechner hier 226 PPI, ist das mit 113 PPI auf einem „normalen“ Monitor vergleichbar.

Hier geht’s zum PPI-Rechner.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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