Mit IrfanView lassen sich ganz einfach große Mengen Bilder auf den immer gleichen Auschnitt zuschneiden. Praktisch ist das etwa in der Produktfotografie – und immer dann, wenn viele Bilder aus derselben Einstellung gemacht werden. Auf dem Wege lassen sich die Fotos auch gleich umbenennen, komprimieren, konvertieren, skalieren und nahezu beliebig optimieren.

Wenn Ihr einen Haufen Bilder habt, die alle aus der selben Einstellung entstanden sind und gleich große und ähnlich platzierte Objekte zeigen, wollt Ihr vielleicht alle auf denselben Ausschnitt reduzieren. Diese Anleitung Euch, wie Ihr das mit dem kostenlosen IrfanView in nur zwei Schritten für alle Bilder erledigt – und sie dabei optional noch neu benennt, komprimiert und skaliert. Klingt blödsinnig? Es gib durchaus sinnvolle Szenarien, beispielsweise das Ausschneiden von Gesichtern aus standardisierten Ganzkörper-Portraits, Aufnahmereihen für Zeitraffer oder Produktfotografie – der Auslöster für diesen Workflow.

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1. Ausschnitt festlegen

Öffnet ein Bild Eures Stapels in IrfanView und erstellt die gewünschte Auswahl per gedrückter linker Maustaste.

Auswahl per Maus.

2. Batch einstellen

Öffnet jetzt über die B-Taste die Stapelverarbeitung. Hier legt Ihr nun allerlei fest:

Work as: Wählt hier den Modus für Batch-Verarbeitung und Renaming/Umbenennen.
Output directory: Bestimmt das Ausgabeverzeichnis.
Name pattern: Wenn die Dateien im gleichen Verzeichnis landen wie die Originale, solltet/müsst Ihr die Dateien umbenennen lassen. Hilfe gibt es über den Options-Knopf, meist hilft ein Muster wie: $N_NeuerName_# Dabei steht $N für den alten Namen und # nummeriert einfach durch.
Output Format: Hier macht Ihr optional nähere Angaben zum gewünschten Format.

Der spannende Teil, das Zuschneiden: Setzt ein Häkchen für die erweiterten Optionen und klickt auf den Advanced-Knopf. Setzt ein Häkchen oben links bei der Crop-Funktion – über „Get current selection“ wird Eure per Maus gesetzte Auswahl übernommen. Und das war es schon.
Aber wenn Ihr schon im Dialog seid: Über Resize lassen sich die Bilder auch gleich auf Normalmaß bringen, praktisch, um DSLR-Fotos auf Web-Größe zu reduzieren. Aber auch komplette Optimierungen lassen sich über diesen Dialog realisieren.

Der eigentliche Trick: Die Übernahme der Mausauswahl.

3. Testen und los

Wenn Ihr mit der Konfiguration fertig seid, wählt zunächst ein einzelnes Bild und startet die Batch – wenn sie fertig ist, erscheint ein Dialog, über den Ihr zur Batch zurückkehren könnt. Wenn alles OK ist, markiert die gewünschten Bilder und last die Batch durchlaufen.

Auswahl für die Batch.

Ergebnis

Und wenn alles klappt, warten vernünftige Bildausschnitte in Web-gerechter Größe auf Euch.

Und der Vollständigkeit halber: Das Ergebnis.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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