Animierte GIFs aus Bildern sind der letzte Schrei im Web, auf Facebook und in anderen sozialen Medien. Doch wie könnt Ihr sie am Mac herstellen?

Ihr wollt animierte GIFs aus Bildern erstellen? Lasst mich dazu eine kleine Geschichte erzählen: Animierte GIF-Dateien waren ein Teil des Internet 1.0, und zwar ein ganz furchtbarer. Allerdings wollte wohl niemand, der damals erste Webdesign-Versuche unternahm, darauf verzichten. Ich möchte mich für nichts entschuldigen: Wir waren jung, das Medium war neu und wir fanden es damals in den 90ern tatsächlich toll. Dann erhielten die Websites Redesigns, das animierte GIF verschwand – und das war auch gut so. Bis irgendein Hipster-Drecksack vor einigen Jahren auf die Idee kam, sie wiederzubeleben.

Plötzlich war die GIF-Pest wieder da

Und plötzlich war sie wieder da, die GIF-Pest. Zunächst auf Journalismus-Simulatoren wie Buzzfeed, wenig später dann in Allerdings in neuer Form: Größer waren sie, und statt animierten Cliparts wurden Bilder oder Filmausschnitte animiert. Das sah gleich viel besser aus, wirkte aber in Form des von Buzzfeed und Co. in Exzess zelebrierten Listical-Bullshit-Artikel wie eine Web 1.0-Retrospektive. Und zwar eine ganz schlimme. Nun: Die Websites haben es gottlob gemerkt, Zappel-Artikel gibt es nur noch von Mirco und bei BILD.de, Apple hat ein Feature namens „Live-Foto“ erfunden und letztendlich ist das animierte GIF damit rehabilitiert. Als unterhaltsames Element kann es auf Facebook oder Twitter sogar Spaß machen. Doch wie erstellt man selber solche GIFs?

Buzzfeed fing den Quatsch wohl an. Obwohl animierte GIFs in Listicals besonders nervig sind.

Animierte GIFs aus Bildern am Mac erstellen

Am einfachsten ist die Erstellung animierter GIFs aus Einzelbildern, die Ihr mit der Serienbildfunktion Eures iPhones oder Eurer Kamera aufgenommen habt. Dabei hilft Euch die Gratis-App PicGIF Lite, die es kostenlos im Mac-AppStore gibt: Nach der Installation könnt Ihr sofort loslegen und Eure Fotos in die App ziehen. Ihr könnt die Bilder hier anordnen und eine Verzögerung zwischen den Fotos eingeben, zudem könnt Ihr das Exportformat in Pixeln samt Bildqualität einstellen. Außerdem gibt es drei simple Retro-Filter. Ein Klick auf „GIF erstellen“ exportiert Euer animiertes GIF im gewünschten Format.

Mit PicGIF Lite ist es ein Kinderspiel, animierte GIFs aus Einzelbildern zu basteln.

Meme-GIFs oder GIF-Sprüche? Kein Problem!

Was PicGIF Lite nicht kann, ist die Bilder bearbeiten oder Text hinzufügen – das kann nur die 4,99 Euro teure Vollversion, die auch Sticker und Videoschnitt beherrscht. Die braucht Ihr allerdings auch nicht: Euer Mac hat mit dem Tool „Vorschau“ bereits das nötige Werkzeug an Bord. Bevor Ihr die Bilder in PicGIF verwendet, solltet Ihr sie also in Vorschau öffnen und hier mit einem Klick auf den Werkzeugkasten die Textbearbeitungsfunktion öffnen. Fügt den Text in die Einzelbilder ein, wie Ihr lustig seid. Anschließend könnt Ihr die abgespeicherten Bilder in PicGIF Lite öffnen und Euer animiertes GIF zusammenfügen.

Bei der Bearbeitung der Rohbilder hilft die Mac-Vorschau.

Am Ende sieht das so aus.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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