Flash ist nervig und bremst den Browser aus. Doch es gibt Abhilfe: Wir zeigen Euch, wie Ihr Flash und co. nur dann aktiviert, wenn Ihr es wirklich braucht!

Ihr wisst es, wir wissen es und Steve Jobs wusste es sowieso: Flash ist tot und sollte nirgendwo niemals und absolut gar nicht verwendet werden. Leider ist das Internet manchmal doch nicht so schnell, wie immer behauptet wird, sodass das umstrittene Adobe-Plug-in auch 2014 noch auf der einen oder anderen Seite (wie etwa dem Live-Stream der ARD) zum Einsatz kommt. Doch praktischerweise bieten die beiden Browser-Schwergewichte Google Chrome und Mozilla Firefox schon länger die Option, Plug-ins wie Flash erst dann zu laden, wenn Ihr es explizit wünscht. Das hat gleich mehrere Vorteile: Euer Browser wird beim Aufruf einer Plug-in-lastigen Website nicht verlangsamt, Ihr werdet von nervig vertonten Werbebannern verschont (was aus unserer Tutonauten-Sicht übrigens viel effizienter ist als der Einsatz eines Adblockers…) und vor allem schützt Ihr Euch vor etwaigen ungepatchten Sicherheitslücken in Flash, Java und Konsorten. Dies alles funktioniert übrigens systemunabhängig unter Windows, Mac OS X und Linux.

1. Plug-ins in Firefox standardmäßig blockieren

Seit Version 26 blockiert der Mozilla-Browser Firefox automatisch alle Drittanbieter-Inhalte wie Silverlight oder Java auf Webseiten und lädt diese erst, wenn Ihr es explizit erlaubt. Für Flash gilt dies hingegen nicht, was die Entwickler im Mozilla-Blog damit erklären, dass eine Flash-Blockade zur Verwirrung der Nutzer führen würde. Falls Ihr das anders seht, dürft Ihr es zum Glück manuell ändern. Öffnet über das Firefox-Menü den Bereich „Add-ons“ und wechselt hier zu „Plugins“. Hier könnt Ihr für alle installierten Plug-ins entscheiden, ob Ihr Sie immer, nur auf Nachfrage oder gar nicht aktivieren wollt. Setzt „Shockwave Flash“ und alle anderen ungewollten Kandidaten auf den Eintrag „Nachfragen, ob aktivieren werden soll“.

2. Mehr Kontrolle per Erweiterung

Firefox fragt euch nun beim Aufruf einer Seite, ob die entsprechenden Plug-ins genutzt werden dürfen oder eben nicht. Das gilt wahlweise dauerhaft oder nur für diese Sitzung, allerdings immer für die komplette Domain und damit auch Inhalte, die Ihr nicht sehen wollt (etwa Werbebanner). Die Lösung bietet die Firefox-Erweiterung „Click to Play per element“. Ist diese installiert, könnt Ihr für jedes Element einzeln entscheiden, ob Ihr es abspielen möchtet oder nicht – ein echter Vorteil, da sich Videos leicht von Bannern unterscheiden lassen.

3. Flash bei Bedarf in Google Chrome nutzen

Google geht das Thema Flash im hauseigenen Browser Chrome ein wenig anders an. Zum einen ist das Plug-in automatisch mitinstalliert, wodurch Ihr zumindest kein wichtiges Sicherheitsupdate verpasst. Zum anderen funktioniert das eingebaute „Click-to-Play“ ähnlich wie Firefox mit installierter Erweiterung. Öffnet die Einstellungen von Chrome, klickt auf „Erweiterte Einstellungen anzeigen“ und dann auf „Inhaltseinstellungen“. Hier aktiviert Ihr bei „Plug-ins“ Die Option „Click-to-Play“, um künftig nur noch auf Wunsch auf Flash-Inhalte zu treffen.

4. Ausnahmen hinzufügen und verwalten

Auch Chrome bietet ein erweitertes Plug-in-Management. So könnt Ihr diese über den Link „Einzelne Plug-ins deaktivieren“ wahlweise ganz sperren oder auf allen Internetseiten erlauben. Alternativ dürft Ihr auch einzelnen Websites die Ausführung von Plug-ins erlauben: Klickt dazu auf der entsprechenden Seiten in der URL-Leiste auf das Puzzle-Stück, um einmalige oder dauerhafte Ausnahmen hinzuzufügen. Wollt Ihr die Ausnahmen später widerrufen, könnt Ihr das einfach über die Inhaltseinstellungen von Chrome unter „Ausnahmen verwalten“ erledigen.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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