Ebenenmasken gehören zu den besten Tools Ebenen-basierter Fotosoftware wie Photoshop oder Gimp. Ihr könnt damit zum Beispiel recht einfach Elemente mehrerer Fotos miteinander verschmelzen, Montagen erstellen, ohne Objekte mit viel Aufwand freistellen zu müssen. Das Konzept ist ganz simpel: Ihr erzeugt für eine Ebene eine Ebenenmaske und bestimmt, dass diese (und damit die Ebene) komplett sichtbar ist, 100 Prozent Deckkraft hat. Anschließend malt Ihr mit einem Pinsel über die Bereiche, die transparent sein und entsprechend die darunter liegende Ebene zeigen sollen – oder genau umgekehrt. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Bedienung leider nicht intuitiv, daher zeigen wir das Vorgehen an einem simplen Beispiel Schritt für Schritt. Übrigens: Mit Photoshop und anderen Programmen, funktioniert das Prinzip nahezu identisch.

Ebenenmasken gehören zu den besten Tools Ebenen-basierter Fotosoftware wie Photoshop oder Gimp. Ihr könnt damit zum Beispiel recht einfach Elemente mehrerer Fotos miteinander verschmelzen, Montagen erstellen, ohne Objekte mit viel Aufwand freistellen zu müssen. Das Konzept ist ganz simpel: Ihr erzeugt für eine Ebene eine Ebenenmaske und bestimmt, dass diese (und damit die Ebene) komplett sichtbar ist, 100 Prozent Deckkraft hat. Anschließend malt Ihr mit einem Pinsel über die Bereiche, die transparent sein und entsprechend die darunter liegende Ebene zeigen sollen – oder genau umgekehrt. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Bedienung leider nicht intuitiv, daher zeigen wir das Vorgehen an einem simplen Beispiel Schritt für Schritt. Übrigens: Mit Photoshop und anderen Programmen, funktioniert das Prinzip nahezu identisch.

Ein Beispiel aus der Realwelt: Ihr habt eine Bowlingbahn und wollt ein Foto machen, bei dem auf allen Bahnen gleichzeitig abgeworfen wird. Sofern Ihr die Bowler nicht passend dirigieren könnt/wollt, geht das auch mit Ebenenmasken. Ihr macht von einem fixen Punkt Fotos mit abwerfenden Spielern und sobald Ihr alle Bahnen abgedeckt habt, blendet Ihr in eines der Bilder die Spieler der anderen Bahnen ein. Da der Hintergrund auf allen Bildern derselbe ist, müsst Ihr die Spieler aber eben nicht ausschneiden, sondern könnt einfach den gesamten Wurfbereich der Bahn grob übermalen. Da wir hier keine Bowlingbahn zur Verfügung haben, hier der Workshop mit einem sehr populären Problem als Beispiel: Ihr wollt ein Bild mit drei Tutonauten auf der Couch, habt aber nur einen zur Verfügung …

1. Bildauswahl
Für perfekte Ergebnisse sollte die Kamera für Ausgangsbilder auf einem Stativ stehen, identisch belichten und jeweils passend zoomen. Letzteres ist bei unseren Beispielbildern ein wenig dem grobschlächtigen Setup geopfert, aber es ist nur für diesen Workshop, man sehe es uns nach. Hier ist es der einzige anwesende Tutonaut mit den Bildern rechts.png, links.png und mitte.png.

Ganz einfach sind Montagen bei identischem Hintergrund.

2. Ebenen einrichten
Öffnet eines der Bilder mit Gimp und fügt die anderen als Ebenen hinzu, von oben nach unten: links.png, rechts.png, mitte.png.

Ebenen einrichten.

3. Ebenen-Transparenz
Blendet die oberste Ebene zunächst aus und setzt die Transparenz der mittleren Ebene ein wenig herunter, um die darunter liegende Ebene erkennen zu können.

Die Transparenz hilft beim späteren „Durchpausen“.

4. Ebenenmaske hinzufügen
Fügt jetzt über das Kontextmenü der mittleren Ebene eine Ebenenmaske hinzu.

Ebenenmaske via Kontextmenü.

5. Volle Deckkraft
Hier wählt Ihr zunächst „Weiß (volle Deckkraft)“, das heißt: Die Ebene ist komplett sichtbar, die darunterliegende entsprechend nicht sichbar. Wichtig: Das hat nichts mit der in Schritt Drei eingestellten Transparenz zu tun, die lediglich als temporäre Arbeitserleichterung für Euch gedacht ist. Die verknüpfung mit „Weiß“ ist eher beliebig, aber Ihr seht darunter, dass eine transparente Ebenenmaske „schwarz“ ist. Bei anderen Programmen wird Blau und Rot oder sonst eine Kombination verwendet.

„Schwarze“ Ebenenmasken machen Ebenen transparent, „weiß“ voll sichtbar.

6. Pinsel wählen
Ihr habt eine „weiße“ Ebenenmaske mit voller Deckkraft erstellt und wählt jetzt einen Pinsel mit der Malfarbe Schwarz, um …

Mit schwarzer Malfarbe wird die Deckkraft „weißer“ Ebenenmasken in Transparenz umgewandelt.

7. Transparenz mit Schwarz malen
… mit diesem die Bereiche zu übermalen, die nicht zu sehen sein sollen, wo also die darunter liegende Ebene zu sehen sein soll (hier also der Inhalt von mitte.png); daher auch die Transparenz als Arbeitshilfe für Euch. Damit ist diese Ebene fertig bearbeitet. Tipp: Wenn Ihr komplexere Objekte freistellen wollt, arbeitet mit viel Zoom und besseren Pinselspitzen mit weichen Rändern.

Stückweise legt Ihr die gewünschten Bereiche frei.

8. Volle Transparenz
Für die oberste Ebene (links.png) legt Ihr nun eine schwarze Ebenenmaske fest, also eine mit voller Transparenz, damit Ihr Euere bisher fertiggestellte Montage sehen könnt.

Und jetzt nochmal andersrum …

9. Deckkraft mit Weiß malen
Wieder wählt Ihr einen Pinsel, aber dieses mal natürlich mit der Malfarbe Weiß, um den Bereich herauszuarbeiten, der von der aktuellen, obersten Ebene zu sehen sein soll.

Bei dieser Variante könnt Ihr nicht „Durchpausen“, da die Transparenz als Arbeitshilfe entfällt – schließlich hat die Ebenenmaske komplette Transparenz gesetzt.

10. Drei Tutonauten auf der Couch
Dann lässt sich das ganze noch ein wenig verarbeiten und beschneiden, auf jeden Fall aber habt Ihr drei Tutonauten auf der Couch – und in dieser Zusammensetzung gäbe es deutlich weniger Apple-Content, aber es bleibt eine Notlösung. Euch werden wohl bessere Projekte einfallen, und falls Ihr noch ein paar Anstöße benötigt: Skylines mit ganz, ganz vielen Heißluftballons und anderen Flugobjekten, Euer Garten mit Dutzenden Vögeln/Rehen/Hunden, „schwebende“ Objekte, Tennis gegen Euch selbst und so weiter.

Wie gesagt, nur für diesen Workshop; von daher: Sucht Euch ein vernünftiges Motif!

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

Sag' Deine Meinung

1 Kommentar