AVMs FritzBoxen lassen sich problemlos auf den zuverlässigen und stabilen 5 GHz-Netzwerkstandard umstellen. Wir zeigen, wie es geht.

AVMs populäre FritzBoxen lassen sich – sofern sie neueren Datums sind – problemlos auf den stabilen 5 GHz-Netzwerkstandard einstellen. Die Verbindungen werden dadurch schneller und stabiler, allerdings reichen die 5 Gigahertz nicht ganz so weit. Zudem müssen alle Geräte den Standard unterstützen – gerade bei Peripherie wie WLAN-Druckern oder Airplay-Boxen ist das in der Regel nicht der Fall. Alle modernen PCs, Macs, Smartphones und Tablets sind jedoch in der Lage, auf diesem wesentlich zuverlässigeren Frequenzband zu kommunizieren. In der folgenden Anleitung zeigen wir Euch, wie Ihr Euer WLAN auf 5 GHz umstellen könnt.

1. Fritz-Admin-Oberfläche aufrufen

Öffnet die FritzBox-Admininistratoroberfläche, indem Ihr in der Adresszeile Ihres Browsers „fritz.box“ eingebt und dort das Login-Passwort eingebt. Dazu müsst Ihr natürlich per LAN oder WLAN mit dem Router verbunden sein.

2. Erweiterte Ansicht aktivieren (optional)

Schaltet im Menü „System“ unter dem Punkt „Ansicht“ die Erweiterte Ansicht frei und klickt anschließend auf „Übernehmen“. Je nachdem wie Eure FritzBox eingerichtet ist, können Sie diesen Schritt überspringen.

3. WLAN-Kanal wechseln

Wechselt jetzt in den Punkt „WLAN“: Hier gibt es nun den neuen Menüpunkt „Funkkanal“. Wählt hier „Funkkanal-Einstellungen anpassen“ und setzt im Dropdown-Menü „WLAN-Standard“ den Wert „802.11n+a“ bzw. „ac“. Gibt es diesen Eintrag nicht, verfügt Eure FritzBox über keine 5GHz-Funktion!

4. Warnmeldung wegklicken

Bestätigt die Warnmeldung mit „OK“, sofern Ihr sicher seid, dass all Eure Endgeräte den 5GHz-Standard unterstützen.

Übrigens:

Günstige Mini-Router wie dieser TP-Link TL-WR702N können später dazu genutzt werden, preiswert ein Dualband-WLAN einzurichten.

5. 5 GHz-Funkkanal und Sendeleistung wählen

Wählt jetzt unter „Funkkanal“ den Punkt „Autokanal“ sowie eine maximale Sendeleistung von 100% – diese könnt Ihr später schrittweise herunterschrauben, wenn Ihr glaubt, dass auch 50 oder sogar 25 Prozent ausreichen. Wichtig: Deaktiviert zunächst den Punkt „Für 300 MBit/s optimierte Funkkanäle nutzen“: Diese Funktion kann bei älteren Geräten mit 5 GHz-Unterstützung Probleme verursachen.

6. Einstellungen übernehmen

Scrollt nach unten und wählt „Übernehmen“: Die FritzBox startet nun die WLAN-Verbindung neu, anschließend ist das WLAN im 5 GHz-Betrieb. Falls ein Gerät nicht funktionieren sollte, liegt das vermutlich daran, dass es den 5 GHz-Standard nicht unterstützt – hier hilft dann nur das Nachrüsten eines zusätzlichen 2,4-GHz-WLAN mit einem günstigen Router oder das Zurückstellen des Fritzbox-Netzes auf 2,4 GHz-Betrieb.

Übrigens: Wenn Ihr eine Dualband-Fritzbox besitzt, die den gleichzeitigen Betrieb von 2,4 und 5 GHz-Netz erlaubt, könnt Ihr mit dieser Anleitung hier den Empfang optimieren.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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