Ihr wollt einem Gerät in Eurem Netzwerk eine feste IP-Adresse verpassen? Mit der FritzBox ist das in wenigen Minuten erledigt – wir zeigen Euch, wie es geht

Wenn Ihr ein Gerät – egal ob PC, Smartphone, Tablet oder Fire TV – per Kabel oder WLAN in Euer heimisches Netzwerk integriert, erhält dieses eine IP-Adresse von Eurem Router. Das ist wichtig, damit andere Geräte wissen, unter welcher Adresse sie untereinander kommunizieren können. In der Regel vergibt der Router die IP-Adressen vollautomatisch per DHCP. In bestimmten Szenarien ist es aber wichtig und hilfreich, eine feste IP-Adresse zuzuweisen. Wir zeigen Euch, wie Ihr mit den beliebten FritzBoxen jedem Gerät eine feste IP-Adresse zuordnet.

Eine feste IP-Adresse lohnt sich zum Beispiel dann, wenn Ihr häufig über Netzwerkdienste wie SSH oder ADB-over-LAN mit Euren Geräten kommuniziert. Was sich nach technisch-nerdigen Nischendingen anhört, wird zum Beispiel dann aktuell, wenn Ihr einen Raspberry Pi fernsteuern wollt oder Apps und andere Dienste auf dem Amazon Fire TV bzw. Fire TV Stick installieren möchtet. In diesen Fällen ist es vom Vorteil, wenn Ihr die IP-Adresse der Geräte kennt und diese auch konstant bleibt. Zwar könnt Ihr diese feste IP-Adresse in der Regel auch am jeweiligen Netzwerkgerät einstellen, der Weg über den Router ist aber sicherer, wenn Ihr Adresskonflikte durch doppelt vergebene IPs vermeiden wollt

AVM macht es in der aktuellen Version von FritzOS relativ einfach, über die FritzBox eine feste IP-Adresse zu vergeben. Ihr solltet lediglich die erweiterteten Einstellungen der FritzBox aktivieren; wie das geht, zeigen wir Euch hier. Ansonsten sollten die Einstellungen auf allen Modellen gleichermaßen funktionieren. Im Beispiel zeigen wir Euch die Einrichtung anhand der kümmerlichen FritzBox Cable 6360, die mir mein Provider Netcologne aufzwingt.

Doch zur Sache! So vergebt Ihr eine feste IP-Adresse an der FritzBox:

1. FritzBox-Oberfläche öffnen

Öffnet die Einstellungsseite Eurer FritzBox und loggt Euch ein. Standardmäßig erreicht Ihr diese durch die Eingabe der IP-Adresse 192.168.178.1 in den Browser Eurer Wahl (oder der entsprechenden Adresse, falls Ihr Sie – wie ich – geändert habt). Alternativ öffnet Ihr den Link http://fritz.box.

2. Netzwerkeinstellungen öffnen

Klickt nun im Menü auf der linken Seite auf den Bereich „Heimnetz“. Hier wiederum klickt Ihr auf „Netzwerk“. Ihr landet nun in der Übersichtsseite mit allen derzeit verbundenen Geräten in Eurem Netzwerk.

3. Passendes Gerät identifizieren

Nun müsst Ihr herausfinden, wie sich das Gerät im Netzwerk nennt, dem Ihr eine feste IP-Adresse verpassen wollt. Das ist zuweilen gar nicht so einfach. Im Zweifelsfall checkt auf dem Gerät selbst, welche IP-Adresse es verwendet. Im Beispiel nutze ich die IP-Vergabe mit dem Amazon Fire TV. Wie Ihr dessen IP-Adresse herausfindet, zeigen wir Euch in unserer Anleitung zu Kodi auf dem Fire TV.

4. Feste IP-Adresse vergeben

Sobald Ihr das passende Gerät erkannt habt, klickt auf das kleine Notizblocksymbol neben den Eintrag, um die Einstellungen zu öffnen. Hier setzt Ihr nun ein Häkchen bei „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen“. Auf Wunsch könnt Ihr auch noch einen Namen eintragen, damit Ihr das Gerät später leichter identifizieren könnt. Übernehmt die Änderungen per Klick auf „OK“.

In Zukunft wird das entsprechende Gerät in Eurem Netzwerk immer unter der aktuell zugewiesenen IP-Adresse erreichbar sein – ein echter Segen, wenn Ihr häufig über das Netzwerk darauf zugreifen möchtet!

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

Sag' Deine Meinung

Kommentare

  • Nein, der Link ist noch nicht Trick 17. Die Adresse der FritzBox selbst zu ändern ist einfach, weil leicht zu finden.

    Trick 17 wäre, wenn Du verraten würdest, wie die hier fixierte Adresse des beliebigen Servers auch manuell gesetzt werden kann. Die FritzBox vergibt einfach irgendeinen krummen Wert – ich möchte aber meine Server-Adressen z.B. alle auf 192.168.1.200 und darüber legen – während die Clients sich gerne den dynamisch vergebenen Bereich darunter teilen düfen. Ich vermute, die Fritzbox kann sowas nicht?

  • @Uwe Auf Heimnetz->Netwerk ganz unten rechts „Gerät hinzufügen“ auswählen und alles manuell eintragen. Dann wird gefragt, ob man die bestehenden Daten überschreiben will.

  • Hallo, ich hab eine Frage. Ich habe die Fritzbox 6360 und nutze sie als „Kindersicherung“ für meinen Sohn. Ich habe auch eine feste ip-Adresse zugewiesen (also ip-Adresse und mac-Adresse sind gekoppelt). Bevor ich das gemacht habe, hat mein Sohn mich ausgetrickst und einfach die ip-Adresse geändert und sich so wieder trotz meiner zeitlichen Beschränkung wieder ins Netz gemogelt. Jetzt setzte ich das Kreuz (wie in der Anleitung dargestellt) und trotzdem ist meine Kindersicherung wieder aufgehoben-die alte ip-Adresse ist zwar gesperrt, aber eine neue ist unbeschränkt im Netz. Ich habe keine Ahnung, was er da macht…Allerdings sind bei mir neben der ip-Adresse (als IPv4-Adresse gekennzeichnet) noch ganz viele IPv6-Adressen in der Maske, in der ich das Kreuz setzen muss. Wer weiß eine Lösung???? Kann doch nicht sein, dass mein 13-jähriger Sohn mich dermaßen austrickst. Ich hab auch keine Lust, ihn ständig komplett aus dem Netzt zu werfen und dann wieder immer wieder neue Geräte zuzulassen.

    Viele Grüße von einer verzweifelten Mutter ;-(((

    • Hallo,

      das ist vielleicht der falsche Ansatz. Warum nicht einfach eine Kindersicherung in der Fritz!Box einrichten? http://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publication/show/8_Internetnutzung-mit-Kindersicherung-einschraenken/

      Diesem Nutzungsprofil können anschließend alle Geräte des Kindes zugeordnet werden, unabhängig von der IP-Adresse sondern anhand der MAC-Adresse – Dein Sohn müsste also ein neues Gerät oder eine neue WLAN oder Netzwerkkarte haben, um die Sperre zu umgehen und selbst wenn er sich einen USB-WLAN-Stick kauft, kannst Du den auch mit zwei Klicks wieder an das Profil koppeln.

      Alternativ oder zusätzlich lassen sich solche Kindersicherungen auch auf den Endgeräten – PC, Mac, iPhone etc. – einrichten.

      Ansonsten wäre es aber ggf. sinnvoll, einem 13-jährigen grundsätzlich den Zugriff auf’s Internet zu gewähren und stattdessen bestimmte erlaubte Websites zu bestimmten Uhrzeiten zu whitelisten, die besucht werden dürfen. Man kann freilich auch mit Blacklists arbeiten, aber das ist aufwändiger.

  • Sieht so aus dass diese Koppelung ( ip-Adresse und mac-Adresse) nicht funktioniert. Wie CS schon geschrieben hat, ändert das Kind seine IP Adresse, übernimmt sein Gerät diese neue IP zusammen mit dem dazugehörigen Profil ohne Einschränkungen.
    Damit ist er aus dem Kinder-Zugangsprofil raus.
    Habe das gleiche Problem. Ist leicht zu testen, zB. ein Handy zum Kinderprofil zuweisen und dann auf dem Handy einfach die IP ändern.

  • Neue Geräte zu verbieten bringt nix, da die Fritzbox das Gerät ja schon kennt. Die Lösung ist aber recht einfach. Einfach unter „Internet – > Filter – > Zugangsprofile“ das Profil „Standard“ so ändern, dass der Internetzugang gesperrt ist. Wenn das Kind an seinem Gerät dann die IP Adresse ändert, läuft diese dann direkt in das Standard-Profil. Man darf nur nicht vergessen, seinen eigenen Geräten ein anderes Profil zuzuweisen. Hatte das gleiche Problem und das hat es bis jetzt gebracht. Bis sich die Kids was neues einfallen lassen 🙂