So ziemlich jeder Webbrowser bietet mittlerweile die Möglichkeit, beim Surfen im Internet keine Spuren in Form von Cookies, Cache-Inhalten und natürlich Einträgen im Browserverlauf zu hinterlassen. Diese oft augenzwinkernd als „Porno-Modus“ bezeichneten Features eignen sich aber nicht nur dafür, heimlich Schmuddelvideos anzugucken, sondern können auch im Surfalltag hilfreich sein. So könnt Ihr zum Beispiel ausprobieren, was Eurem Facebook-Profil zu finden ist, wenn Ihr nicht eingeloggt seid, das Aussehen Eures Blogs oder Eurer Webseite checken möchtet, Ihr Euch mit einem anderen Account in einen Online-Service einloggen wollt oder auch, wenn Ihr auf anderen PCs (etwa in einem Internetcafé) unterwegs seid. Wir zeigen Euch, wie Ihr das private Surfen unter Chrome, Firefox und dem Internet Explorer nutzen könnt.

So ziemlich jeder Webbrowser bietet mittlerweile die Möglichkeit, beim Surfen im Internet keine Spuren in Form von Cookies, Cache-Inhalten und natürlich Einträgen im Browserverlauf zu hinterlassen. Diese oft augenzwinkernd als „Porno-Modus“ bezeichneten Features eignen sich aber nicht nur dafür, heimlich Schmuddelvideos anzugucken, sondern können auch im Surfalltag hilfreich sein. So könnt Ihr zum Beispiel ausprobieren, was Eurem Facebook-Profil zu finden ist, wenn Ihr nicht eingeloggt seid, das Aussehen Eures Blogs oder Eurer Webseite checken möchtet, Ihr Euch mit einem anderen Account in einen Online-Service einloggen wollt oder auch, wenn Ihr auf anderen PCs (etwa in einem Internetcafé) unterwegs seid. Wir zeigen Euch, wie Ihr das private Surfen unter Chrome, Firefox und dem Internet Explorer nutzen könnt.

Bevor wir loslegen noch ein paar Anmerkungen. Die wichtigste: Auch wenn Namen wie „Inkognito Modus“ anderes vermuten lassen, seid Ihr gegenüber den besuchten Internetseiten in keinster Weise anonym! Die Webserver können Euch und Eure Herkunft ganz einfach anhand von Infos wie Eurer IP-Adresse oder auch diversen vom System übermittelten Daten wie der PC-Konfiguration identifizieren. Wollt Ihr dies verhindern, müsst Ihr zusätzliche Maßnahmen wie einen VPN-Service oder auch das kostenlose TOR-Netzwerk dazu schalten (letzteres freilich nur, wenn Ihr kein Problem damit habt, in den Augen der NSA als Extremist gebrandmarkt zu werden – aber hey, wir Tutonauten stehen demnach auch auf der schwarzen Liste, man gewöhnt sich an alles 🙂 ). Unabhängig davon können auch auf Eurem privaten Rechner trotz Privat-Modus Spuren liegenbleiben, etwa durch die nervigen Flash-Cookies. Es kann also nicht schaden, zusätzlich den CCleaner anzuschmeißen oder Flash und co. nur bei Bedarf zu aktivieren (was Ihr unserer Meinung nach sowieso tun solltet, wie wir Euch in unserer Anleitung zeigen!).

1. Ohne Surfspuren mit Google Chrome surfen

Beginnen wir also mit Google Chrome und dem schon erwähnten „Inkognito-Modus“. Diesen könnt Ihr auf drei verschiedenen Wegen neben einem „normalen“ Fenster öffnen: Durch die Tastenkombination „Strg+Umschalttaste+N“ unter Windows und Linux bzw. der „Command-Umschalttaste+N“ unter Mac OSX, über das Chrome-Menü rechts oben in der Menüleiste oder durch einen Rechtsklick auf einen Link und die Auswahl von Link in Inkognito-Modus öffnen“. Neben Surfhistory und Cookies sind dabei auch die Chrome-Erweiterungen deaktiviert, da diese Potenziell Infos über Euch verraten können. Wollt Ihr bestimmte Add-ons auch im Inkognito-Modus nutzen, könnt Ihr dies im Erweiterungsmanager von Chrome über das entsprechende Häkchen erreichen.

Google Chrome speichert besonders viele Informationen auf Eurem Rechner – der Inkognito-Modus unterbindet dies

2. Ohne Surfspuren mit Mozilla Firefox surfen

Der Open Source-Browser von Mozilla gehörte zu den ersten Vertretern seiner Art, die ein spurloses Surfen ermöglicht haben. Anfangs musstet Ihr dafür noch komplett auf den „Privat-Modus“ wechseln, doch mittlerweile lassen sich auch einzelne Browserfenster ohne Surfspuren öffnen. Drückt dazu „Strg/Control+Umschalttaste+P“. Alternativ funktioniert auch hier der Weg über das Menü: Klickt einfach auf „Privates Fenster“, um zu wechseln. Ein dunkler Rahmen und das Maskensymbol am oberen rechten Rand zeigen Euch, dass Ihr gerade inkognito mit dem Firefox unterwegs seid.

Seit einiger Zeit müsst Ihr für den Privatmodus von Firefox nicht mehr den kompletten Browser neu starten

3. Ohne Surfspuren mit dem Internet Explorer surfen

Der Internet Explorer hat sich ja zugegebenermaßen in den letzten Jahren gemacht und ist in der aktuellen Version 11 bei weitem nicht mehr so bräsig und träge wie zu Windows XP- und Vista-Zeiten. Ein Teil zu dieser Entwicklung beigetragen hat der „InPrivate-Modus“, in dem Ihr auch mit dem Microsoft-Browser ohne Spuren im Surfverlauf, den Browsercookies oder Online-Formularen zu hinterlassen. Ihr aktiviert den Privat-Modus wahlweise durch die Tastenkombination „Strg+Umschalttaste+P“ oder über das Zahnrad-Menü im Unterpunkt „Sicherheit“. Dass Ihr spurlos surft erkennt Ihr am eingblendeten Hinweis „InPrivate“ neben der URL-Leiste des Internet Explorer.

Auch Nutzer des Internet Explorer müssen dank „InPrivate“ nicht mehr auf die Möglichkeit des Surfen in Privatsphäre verzichten

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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