In OpenOffice lassen sich Makros ganz bequem per Makrorekorder aufzeichnen, völlig ohne Code oder Skriptsprache. Damit könnt Ihr beispielsweise ganze Dokumente mit einem Klilck formatieren, Wörter automatisch ersetzen oder auch Verzeichnisse erzeugen lassen. Außerdem zeigen wir, wie Ihr die Makros auch gleich mit einem eigenen Menü in die Oberfläche einbindet. Übrigens: Die Anleitung funktioniert ebenso mit LibreOffice. Für unseren Workshop nehmen wir ein sehr simples Beispiel: Wir normalisieren die Textformatierung, um etwa von Webseiten kopierte Inhalte zu bereinigen.

In OpenOffice lassen sich Makros ganz bequem per Makrorekorder aufzeichnen, völlig ohne Code oder Skriptsprache. Damit könnt Ihr beispielsweise ganze Dokumente mit einem Klilck formatieren, Wörter automatisch ersetzen oder auch Verzeichnisse erzeugen lassen. Außerdem zeigen wir, wie Ihr die Makros auch gleich mit einem eigenen Menü in die Oberfläche einbindet. Übrigens: Die Anleitung funktioniert ebenso mit LibreOffice. Für unseren Workshop nehmen wir ein sehr simples Beispiel: Wir normalisieren die Textformatierung, um etwa von Webseiten kopierte Inhalte zu bereinigen.

1. Rekorder starten
Den Makrorekorder findet Ihr unter „Extras/Makros/Makros aufzeichnen“. Die Aufzeichnung startet sofort, deshalb solltet Ihr eines beachten: Damit die aufgezeichnete Befehlsfolge auch wirklich immer funktioniert, solltet Ihr auf die Maus verzichten und stattdessen Tastenkombinationen nutzen. Unser Ausgangsdokument ist der Text einer Ars-Technica-News, der per Cut&Paste in unserem Dokument gelandet ist.

2. Formatierung
Um den Text komplett mit der Standardformatierung zu versehen, markiert Ihr erst den gesamten Text mittels STRG+A und formatiert ihn dann mit dem OpenOffice-Standardkürzel STRG+M. Und schon könnt Ihr die Aufzeichnung beenden – oder natürlich vorher beliebig viele weitere Formatierungen oder Änderungen vornehmen. Anbieten würde sich beispielsweise das Korrigieren Eurer Liebelingsrechtschreibfehler, auch der Austausch von Namen oder Währungen ist immer wieder nötig. Tipp: Wenn Ihr die Tastenkombinationen für einzelne Aktionen nicht kennt, könnt Ihr über ALT+Pfeiltasten wunderbar durch die Menüs navigieren.

3. Makro speichern
Nach dem Stoppen des Rekorders speichert Ihr das Makro unter einem sinnvollen Namen und sofern Ihr viel Makros anlegen wollt, am besten auch gleich unter einer ordentlichen Ordnerstruktur. Das eigentliche Makro ist damit fertig und Ihr könnt den Dialog verlassen. Nun ist aber das Aufrufen des Makros über den Makro-Manager reichlich aufwändig – ein eigenes Menü muss her.

4. Menü anlegen
Öffnet nun den „Anpassen“-Dialog über „Extras/Anpassen“. Hier erstellt Ihr zunächst ein neues, eigenständiges Menü auf oberster Hierarchieebene über den „Neu“-Button.

5. Menü platzieren
Vergebt jetzt einen beliebigen Namen und platziert das Menü mit den Pfeil-Buttons. Tipp: Um die Nutzungsgewohnheiten nicht allzusehr zu strapazieren, solltet Ihr Euer Menü entweder links vom Hilfe-Menü platzieren oder es ein wenig absetzen, beispielsweise wie hier im Bild mit vorgestellten Unterstrichen – die Augen erwarten oben rechts eben das Hilfe-Menü und mit Usability-Grundsätzen sollte man nicht streiten … . Speicher das Menü, kehrt zum „Anpassen“-Dialog zurück und klickt auf den „Hinzufügen“-Button, um dem Menü einen Inhalt zuzuordnen.

6. Makro einsetzen
Sucht im „Befehle hinzufügen“-Fenster nach Eurem Makro, fügt es hinzu und beendet dann den ganzen Dialog.

7. Euer individuelles Menü
Makros könnt Ihr ab sofort direkt über ihr eigenes Menü ansprechen – und natürlich könnt Ihr hier auch allerlei sonstige OpenOffice-Funktionen hinterlegen, die ansonsten immer wieder aus den Tiefen der Menüstruktur gekramt werden müssen.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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