Ihr wollt anonym surfen und Internet-Sperren umgehen? Das ist mit nur einem Klick möglich – und mit dieser Anleitung auch kein Problem.

Anonymität im Internet ist so eine Sache: Ohne zusätzliche Software oder Einrichtungsschritte liegen viele persönliche Daten offen. So können Websites problemlos IP-Adressen oder den verwendeten Browser abrufen, auch Betriebssystem und Bildschirmauflösung werden bei Bedarf angezeigt. Vor allem die IP-Adresse stellt dabei ein Problem dar: Sie erlaubt die Rückverfolgung des Users bis zu seinem Internet-Anschluss. Wer im Netz Blödsinn anstellt, kann also bei Bedarf schnell ermittelt werden. Auch Adserver reagieren auf IP-Adressen, da diese auch Auskunft über den Standort des Nutzers geben. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, das zu verhindern: Mit dem kostenlosen Cyberghost VPN könnt Ihr ganz einfach Eure IP-Adresse verschleiern.

1. Cyberghost herunterladen und installieren

Ruft die Cyberghost-Website auf und ladet dort das aktuelle Cyberghost VPN für Euer Betriebssystem herunter und installiert sie. Die VPN-Software ist sowohl für Windows, als auch für Linux und Mac OS X verfügbar, zudem gibt es Apps für Android und iOS. Die Basisversion ist kostenlos, wer höhere Geschwindigkeit wünscht oder mehrere Geräte verwenden will, muss leider ein paar Euro im Monat berappen – das allerdings ist gerechtfertigt, da der Betrieb von Proxy-Servern für VPN-Dienste natürlich nicht kostenfrei möglich ist.

Cyberghost VPN herunterladen…

2. Cyberghost starten

Öffnet jetzt das Programm. Cyberghost VPN installiert im Zweifel noch einen Systemdienst, was Ihr bestätigen müsst. Anschließend seht Ihr das Programmfenster vor Euch, das Euch nicht nur Eure IP-Adresse, sondern auch Euren Standort anzeigt. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der Infos, die tatsächlich über den Browser ausgelesen werden können. Cyberghost geht genau dagegen vor, indem es Euren Internetverkehr über verschiedene Server und mehreren Ländern weiterleitet. Websites und andere Internetdienste sehen dann nur noch die IP des letzten Servers in der Kette und verhindert so eine Rückverfolgung. Zwar wäre eine Verfolgung hier theoretisch möglich, aber durch den Umweg über verschiedene Länder mit jeweils eigener Gesetzgebung ist das nur mit erheblichem Aufwand machbar. Drückt auf den Einschaltknopf, um die IP-Verschleierung durch den VPN-Dienst zu starten.

… Programm starten…

3. Anonym im Web surfen…

Ihr seit jetzt anonym per VPN im Web unterwegs, was Ihr problemlos über eine IP-Check-Website testen könnt. Außerdem zeigt Euch Cyberghost den neuen nach außen sichtbaren Standort und die zugehörige IP-Adresse an. Leider ist der Dienst in der Gratis-Version nicht wirklich schnell, weshalb Ihr ihn ausschließlich nutzen solltet, wenn Ihr die zusätzliche Sicherheit dringend benötigt.

… und IP-Adresse verschleiern.

4. … und in Deutschland gesperrte Inhalte abrufenä

Praktisch ist neben der IP-Verschleierung noch eine weitere Funktion des Programms: Cyberghost VPN erlaubt Euch die Auswahl eines Ziellandes, dessen IP-Adresse Ihr verwenden wollt. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Ihr könnt Euch, wenn Ihr als Zielland die USA auswählt, Musikvideos mit GEMA-Sperre anschauen oder auf das deutlich umfangreichere US-Programm von Netflix oder vergleichbaren Diensten zugreifen, was in der Praxis auch gut funktioniert. Wenn Euch das Internet zu langsam wird, könnt Ihr den Service einfach mit einem Klick auf den Einschaltknopf wieder ausschalten.

Positiver Nebeneffekt: Wenn Ihr das simulierte Land in Cyberghost auf „USA“ umstellt, erhaltet Ihr Zugriff auf US-Inhalte.

uch

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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