Pfeile in Bilder zu zeichnen ist weder mit Photoshop ein Problem, noch in den meisten kleineren Bildbearbeitungen. Aber ausgerechnet Gimp, nach wie vor die beste (kostenlose) Alternative für Photoshop, gibt sich hier störrisch – standardmäßig gibt es keine Pfeile. Mit dem Plug-in „Draw arrow“ lässt sich das leicht nachrüsten. Die Nutzung ist etwas gewöhnungsbedürftig: Ihr zeichnet den Pfeil nicht direkt, sondern erstellt erst einen normalen Pfad (Tastenkürzel B) und lasst dann das Plug-in einen Pfeil darüber zeichnen. Der Vorteil: Der Pfeil lässt sich sehr gut konfigurieren, von der Farbe bis zum Winkel der Pfeilspitze – und damit erscheinen Pfeile immer im gleichen Design, gleich wie groß sie sind.

Pfeile in Bilder zu zeichnen ist weder mit Photoshop ein Problem, noch in den meisten kleineren Bildbearbeitungen. Aber ausgerechnet Gimp, nach wie vor die beste (kostenlose) Alternative für Photoshop, gibt sich hier störrisch – standardmäßig gibt es keine Pfeile. Mit dem Plug-in „Draw arrow“ lässt sich das leicht nachrüsten. Die Nutzung ist etwas gewöhnungsbedürftig: Ihr zeichnet den Pfeil nicht direkt, sondern erstellt erst einen normalen Pfad (Tastenkürzel B) und lasst dann das Plug-in einen Pfeil darüber zeichnen. Der Vorteil: Der Pfeil lässt sich sehr gut konfigurieren, von der Farbe bis zum Winkel der Pfeilspitze – und damit erscheinen Pfeile immer im gleichen Design, gleich wie groß sie sind.

1. Draw arrow installieren
Ladet Euch die Datei „arrow.scm“ von der Plug-in-Homepage herunter und speichet sie im Skripte-Ordner von Gimp, normalerweise zu finden unter …/Benutzername/.gimp-2.8/scripts. Beachtet, dass das ein versteckter Ordner ist, falls nicht vorhanden, passt also über Extras/Ordneroptionen/Ansicht/ die Ansicht an.

Das Plug-in wird einfach in den scripts-Ordner kopiert.

2. Pfad zeichnen
Ruft das Pfad-Werkzeug über das Werkzeuge-Menü oder per B auf und klickt auf die gewünschten Punkte für Anfang und Ende des Pfeils, um einen Pfad zu zeichnen.

Zeichnet einen Pfad mit zwei Punkten für Pfeilanfang und -ende.

3. Pfeil konfigurieren
Starte jetzt Draw arrow über Werkzeuge/Pfeil und konfiguriert den Pfeil. Die Werte für Strichbreite und Länge der Pfeilspitze gebt Ihr entweder als absolute Werte in Pixeln oder als Werte relativ zur Pfeillänge an: Positive Zahlen für absolute Werte (12), negative für relative Werte (-12). Aktiviert auf jeden Fall die Layer-Option, damit der Pfeil eine eigene Ebene bekommt.

Die Konfiguration für den Pfeil – wirkt umständlich, hat aber Vorteile.

4. Pfeile zeichnen
Dank des Pfad-Konzepts könnt Ihr so komfortabel Pfeile mit gemeinsamen Anfangs- oder Endpunkten zeichnen und konsistentes Pfeil-Design nutzen, dabei aber dennoch ganz unterschiedliche Designs konfigurieren.

Mit Draw arrow lässt sich präzise arbeiten.

5. Tastenkürzel einrichten
Falls Ihr häufig Pfeile zeichnet, könnt Ihr über Bearbeiten/Tastenkombinationen ein eigenes Kürzel vergeben.

Per Tastenkürzel geht’s noch schneller.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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Kommentare

  • Ich nehme mal an das es keine andere Möglichkeit gibt, Pfeile zu zeichnen, außer Plugin downloaden und es damit zu versuchen oder? Mir persönlich ist das selbst zeichnen einfach zu aufwendig.

    Btw. Sehr gute Autorenbeschreibung 😉

    • Danke 🙂

      Und: Leider nein, das scheint einer der blinden Flecken von Gimp … Meine persönlichen Pfeil-Ansprüche sind relativ gering, daher mache ich die mittlerweile meistens mit IrfanView, weil ich das sowieso für Screenshots und als Viewer nutze. Wenn man viel mit Pfeilen in Gimp arbeitet, könnte man sich natürlich skalierbare Pfeil-Grafiken basteln und diese dann einfügen und nach Bedarf verformen – schön ist das aber immer noch nicht.