Mit Steam In-Home-Streaming zockt Ihr Spiele vom High-End-Rechner auf einem schwache Notebook. Wir zeigen Euch, wie das auch mit Nicht-Steam-Titeln klappt.

Mit Steam In-Home-Streaming haben die Half-life-Macher von Valve ein ganz heißes Eisen im Feuer. Das neue Feature des Steam-Clients macht es möglich, Spiele via Netzwerk von einem PC auf den anderen zu streamen. Die Idee dahinter: Ihr könnt anspruchsvolle Titel auf einem High End-Rechner im Gaming-Raum laufen lassen und diese beispielsweise über einen Laptop oder einen Mini-PC wie Intels NUC auf dem großen Fernseher im Wohnzimmer oder auch entspannt mit dem Laptop im Garten zocken. Bild und Ton des Spiels werden dabei auf dem Host-Rechner codiert und per Ethernet- oder WLAN auf den Empfänger übertragen, auf dem Ihr die Spiele steuert. Seit kurzem hat Steam das In-Home Streaming aus der Betaphase entlassen und für alle User verfügbar gemacht. Wie Ihr das In-Home-Streaming verwendet, haben wir Euch bereits in unserer Anleitung zur Beta-Version gezeigt. Mit einem kleinen Trick dürft Ihr aber auch Spiele streamen, die nicht aus dem Steam-Angebot kommen, also beispielsweise Titel aus EAs Origin oder Ubisofts Uplay. Wir zeigen Euch, wie es funktioniert!

1. Steam-Client auf beiden Rechnern installieren

Ja ja, das ist ein Fall für Captain Obvious, aber als erstes müsst Ihr natürlich den Steam Client herunterladen und auf beiden Rechnern installieren, starten und Euch mit dem gleichen Steam-Account einloggen. Die Umstellung auf den Beta-Client könnt Ihr Euch mit der Final-Version von Steam In-Home-Streaming sparen. Alternativ könnt Ihr es natürlich auch mit SteamOS probieren.

2. Spiele zur Steam-Datenbank hinzufügen

Nun müsst Ihr auf dem Spiele-PC, von dem Ihr den Stream starten wollt, das entsprechende Spiel zur Steam-Bibliothek hinzufügen. Klickt dazu unten links auf „Spiel hinzufügen“ und wählt „Steam-fremdes Spiel hinzufügen“. Sucht nun aus der Liste aller installierten Programme die Titel aus, die Ihr zocken wollt. Alternativ klickt auf „Durchsuchen“, um manuell eine EXE-Datei auszuwählen. Im Beispiel sorgen wir dafür, dass wir Diablo III über Steam In-Home-Streming spielen können.

3. In-Home-Streaming starten

Die hinzugefügten Spiele tauchen nun genauso in Eurer Steam-Bibliothek auf wie die, die Ihr direkt über Steam gekauft habt. Das gilt auch für den Ziel-Rechner: Öffnet Ihr hier die Bibliothek, könnt Ihr die Spiele genauso per Klick auf „Stream“ spielen, wie die Steam-eigenen Games.

In der Praxis funktioniert dies bei den meisten Titeln unserer Erfahrung nach gut. So konnten wir beispielsweise FIFA 14 und Pro Evlution Soccer 2014 ruckelfrei übertragen. Bei Diablo III sah es ein wenig anders aus: Zwar lief das Spiel auf dem Host-Rechner komplett flüssig, beim Streaming auf ein Lenovo Thinkpad Edge mit Core i3-CPU gab es aber in einigen Regionen Framerate-Einbrüche. Möglicherweise werden diese Probleme in künftigen Versionen von Steam In-Home Streaming beseitigt.

Unabhängig davon sind wir von der Funktion jetzt schon begeistert. Was sagt Ihr zu Valves neuesten Streich? Nutzt Ihr Steam In-Home-Streaming bereits oder seht Ihr keinen Nutzen im Spiele-Streaming innerhalb der eigenen vier Wände? Wir freuen uns, Eure Meinungen zu hören!

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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Kommentare

  • Vielen dank für diesen Hinweis, so habe ich nun mal wieder die anderen Spiele die nicht von Steam sind hinzugefügt.

    Battlefield 4 funktioniert nicht, vermutlich liegt es an den Browser Plugin welches benötigt wird.

    Was mir auch aufgefallen ist, das man die Spiele nicht in Steam umbenennen darf, denn sonst funktioniert das Streamen nicht mehr.

  • Auch wenn der Artikel schon älter ist, ich finde es super mit dem Streamen. Mein alter Laptop kann noch so gerade eben Minecraft verkraften, aber mit dem Streamen geht auch ohne Probleme GTA V und co. Also alles was der Rechner schafft, kann ich jetzt auch auf dem Laptop spielen.