Zu den wichtigsten Aufgaben im Leben eines PC-Nutzers gehört das verzerren von Stimmen, natürlich tut es das. Und mit Audacity könnt Ihr mit einem kleinen Griff in die Film-Sound-Effekt-Mottenkiste, Stimmen so bearbeiten, dass sie sich anhören wie, sagen wir mal ein Dämon der aus einer anderen Welt nach Euch ruft – so ungefähr zumindest, gruselig eben. Und so geht’s:

1. Aufnehmen und umdrehen
Nehmt in Audacity irgendetwas mit dem Mikro auf, stoppt die Aufnahme aber erst zwei, drei Sekunden später, damit der Effekt nicht frühzeitig abbricht. Dreht den Track anschließend über Effekte/Rückwärts um.

Erstmal umdrehen – das gibt Effekten den Pfiff.

2. Schloss nachbauen
Dämon –> Schloss –> Hall. Bemüht also jetzt den Hall-Effekt und versucht es ruhig mit einem großzügigen „Gebäude“ über den Raumgröße-Slider.

Mit den Hall-Optionen muss man eine Zeit herumspielen, es lohnt sich aber.

3. Umdrehen revertieren
Jetzt dreht den Track wieder um, fertig ist der Gruselklang – zumindest vor langer, langer Zeit klangen so ähnlich die Horrorwesen in Hollywood-Streifen. Die Qualität hängt allerdings maßgeblich davon ab, wie das Original klingt – etwas langsamer, ruhig und mit ungewöhnlicher Betonung gesprochen, lässt sich mit den richtigen Einstellungen aber allerhand anstellen.

Oben die modifizierte Version, unten das Original.

Und wenn jemand wissen will, wie man mit Audacity eine Männer- in eine Frauenstimme verwandelt oder Auto-Tuning betreibt – ein Kommentar mit Stichwort genügt und schon kommt die nächste essenzielle Aufgabe an die Reihe. Wer auch nur einen ganz kleinen Nerd in sich hat, kann aber auch einfach nur Spaß dran haben.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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