Windows-Programme auf dem Mac oder Linux? Mithilfe von VirtualBox kein Problem. Wir zeigen Euch, wie Ihr die Virtualisierung nutzen könnt.

Ihr seid auf Windows oder Linux umgestiegen oder habt das noch vor? Keine Sorge: Auf dem Mac lassen sich Windows-Programme problemlos mithilfe sogenannter virtueller Maschinen weiter nutzen. Virtuelle Maschinen kann man sich wie einen PC im PC vorstellen: Per Software wird einem Betriebssystem – in dem Fall Windows – vorgegaukelt, es befände sich auf einem echten PC, in Wirklichkeit befindet es sich jedoch in einem Fenster von Linux, Mac OS X oder sogar Windows selbst. Eines der wichtigsten Virtualisierungsprogramme ist das kostenlose VirtualBox von Oracle, mit dem Ihr ganz bequem ein Windows-Betriebssystem innerhalb Eures Mac- oder Linux-Systems aufsetzen könnt.

1. VirtualBox herunterladen und aufsetzen

Zunächst müsst Ihr VirtualBox herunterladen. Die Installation ist kinderleicht: Einfach den Installer doppelklicken und anschließend den Anweisungen folgen. Anschließend ist VirtualBox im Programme-Ordner installiert und kann per Doppelklick gestartet werden.

Virtualbox installieren…

2. Virtuellen PC in VirtualBox aufsetzen

Ein Klick auf „Neu“ startet die Einrichtung einer neuen virtuellen Maschine. Hier müsst Ihr einfach dem Assistenten folgen: Vergebt zunächst einen Namen und wählt aus, welches Betriebssystem hier eingesetzt werden soll. Neben Windows können hier natürlich auch diverse Linuxe und andere freie Systeme eingerichtet und genutzt werden, ohne dass Ihr das Betriebssystem aufwändig neben Eurem normalen Betriebssystem installieren müsst. Gebt dem virtuellen PC ausreichend Arbeitsspeicher (2 bis 4 Gigabyte) und erzeugt eine virtuelle Festplatte mit mindestens 8 Gigabyte, die als Datei auf Eurem Rechner abgelegt wird. Falls Euch eine Vorgabe „spanisch“ vorkommt, reicht es, diese per Klick auf „Weiter“ durchzuwinken. Der virtuelle PC ist damit eingerichtet und betriebsbereit.

… virtuellen PC erstellen…

3. Windows in VirtualBox installieren und Windows-Programme nutzen

Nun könnt Ihr auf „Starten“ klicken. VirtualBox erkennt selbstständig, wenn kein Betriebssystem auf dem virtuellen PC eingerichtet ist und fragt nach dem Laufwerk. Legt dort die Betriebssystem-CD ein oder wählt alternativ ein CD-Abbild in Form einer ISO-Datei aus. Die normale Windows-Installation startet jetzt im Fenster. Sollte eine Lizenznummer verlangt werden, müsst Ihr diese natürlich eingeben. Achtung: Auch ein virtueller PC ist für Microsoft ein PC – ihr müsst hier also eine andere Lizenznummer als auf Eurem „normalen“ PC verwenden. Optimal ist also, wenn Ihr eine nicht mehr verwendete Seriennummer – etwa eines alten PCs – einsetzt. Anschließend könnt Ihr Euren virtuellen PC wie einen ganz normalen Rechner benutzen und dort Windows-Programme installieren, die es für Euer System nicht gibt oder für die Ihr nur eine Windows-Lizenz besitzt.

… Betriebssystem installieren.

Übrigens: Ihr könnt auch ein laufendes Windows in eine virtuelle Maschine verwandeln. Das ist immer dann praktisch, wenn Ihr Euer bestehendes System beim Umzug auf den Mac oder Linux behalten wollt, ohne den alten Rechner vorzuhalten. Die passende Anleitung findet Ihr hier.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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