Mit Ditto könnt Ihr die Windows-Zwischenablage ersetzen beziehungsweise erweitern und so auf beliebig viele Speicherplätze zugreifen, eine Vorschau abrufen und Inhalte auf andere Rechner im LAN kopieren. Im ersten Teil zeigen wir Konfiguration, die bei Ditto auch maßgeblich den späteren Workflow bestimmt – so lassen sich etwa mit STRG+C zehn Elemente nacheinander kopieren und mit STRG+NUM1, STRG+NUM2 und so weiter an anderer Stelle eingefügt werden! Unsere Ditto-Workshops:
Teil 1: Ditto konfigurieren
Teil 2: Elemente mit Ditto einfügen
Teil 3: Dittos Gruppenfunktion richtig nutzen

1. Allgemeine Einstellungen
Interessant beim „Allgemein“-Reiter ist zunächst die Einstellung der Clip-Speicherung: Wenn ihr Ditto intensiv einsetzt, erhöht ruhig die Zeitspanne, bis Einträge gelöscht werden. Aber Vorsicht: So könnten auch Passwörter versehentlich langfristig in der Ablage verbleiben! Für Vielnutzer bietet es sich zudem an, das Häkchen bei „Listenansicht nach Tastenkürzel minimieren“ zu entfernen, um gegebenenfalls mehrere Einträge nacheinander aus der Ablage einzufügen.

2. Dateitypen
Bei den unterstützten Dateitypen lohnt es sich, einen Blick in die Liste zu werfen, auch wenn die wichtigsten Dateiformate (RTF, TIFF, etc.) bereits aktiviert sind. Hierbei geht es um die Vorschaufunktion in der Clipboard-Liste – Ditto kopiert natürlich jegliche Art von Datei.

3. Tastenkürzel
Nun gehts ans Individualisieren: Bestimmt eine Tastenkombination zum Aufruf der grafischen Zwischenablage, beispielsweise funktioniert WIN+STRG+Y recht gut, weil es sich so nett unten in der Tastatur knubbelt. Entscheidet gut überlegt, denn diese Kombination bestimmt maßgeblich, ob Ihr Ditto in Euren Alltag einbauen werdet! Folgend könnt ihr Kürzel für die aktuellsten zehn Einträge der Zwischenablage festlegen – wir empfehlen die Tasten des Ziffernblocks. Damit könnt ihr direkt auf die einzelnen Clips zugreifen, wie im folgenden Workshop (Ditto – Teil 2) gezeigt.

4. Kopierpuffer
Die Kopierpuffer darf man getrost als optional betrachten – man sollte sich erst an den Rest von Ditto gewöhnen. Ihr könnt hier zusätzliche Puffer/Clipboards einrichten, die statt auf STRG+X/C/V beispielsweise auf WIN+STRG+N/M/B „hören“. Damit sind insgesamt vier unabhängige Puffer möglich – die aber erst Sinn ergeben, wenn Tastaturen mit farbkodierten Tasten und sehr spezielle Workflows (zum Beispiel Video-Editing) hinzukommen.

5. Listenansicht/Vorschau
Nun richtet ihr die Listenansicht ein – Einstellungen mit denen ihr ein wenig herumspielen solltet. „Strg-Num“ etwa aktiviert die Tastenkürzel STRG+NUM1, STRG+NUM2 und so weiter und fügt entsprechend den ersten oder zweiten Eintrag der Liste ein – was aber nicht auf allen Systemen funktioniert. Interessant ist hier noch die Aktivierung von RTF-Vorschauen sofern ihr solche nutzt. Die Position der Listenansicht als letzter Punkt ist ganz und gar Geschmackssache – wenn ihr vor allem mit Texten arbeitet, versucht es mit der Einstellung „Curser“.

6. Clipboard im LAN
Und noch ein letzter Reiter, wieder mit eher optionalen Einstellungen: Oben gebt ihr zunächst Rechner samt Nutzer-Passwörtern von Windows-PCs im LAN ein, damit dort per STRG+C erzeugte Clips auch auf eurem Ditto-Rechner landen. Unten könnt ihr umgekehrt PCs spezifizieren (per Doppelklick auf leere Zeilen), an die ihr Ditto-Clips schicken wollt – wahlweise alle („Send All Copies“) oder einzelne Clips aus der Listenansicht heraus.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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