Google Chrome ist schnell, praktisch und vielseitig – und doch manchmal störrisch. Falls der Google-Browser bei Euch öfters hakt, kann dieser Tipp helfen.

Google hat mit seinem Browser Chrome in den vergangenen Jahren eine hervorragende Alternative zu den Browser-Platzhirschen Firefox und Internet Explorer geschaffen. Das liegt vor allem an der sehr guten Performance von Chrome – zumindest meistens! Denn es kann passieren, dass der Google-Browser unter bestimmten Umständen mehr oder weniger unerklärlich in die Knie geht und langsam bis gar nicht mehr reagiert. Wenn Ihr diesen Fehler kennt, haben wir möglicherweise eine Lösung für Euch.

Gründe, warum Chrome langsam ist

In der Regel gibt es zwei Gründe dafür, dass Google Chrome auf PC oder Mac langsam wird: Entweder macht eine aufgerufene Website Probleme. Oder eine Browser-Erweiterung oder auch ein Plug-in wie Adobe Flash quittiert seinen Dienst und treibt die CPU-Last nach oben. Das ist zwar ärgerlich, doch in den meisten Fällen kein größeres Problem. In der Regel erkennt Chrome nach einer gewissen Wartezeit automatisch, wenn etwas nicht stimmt. Dann hält der Browser den entsprechenden Prozess an. Der Vorteil: Ihr müsst in den seltensten Fällen den kompletten Browser neu starten, da Google Chrome für jede geöffnete Seite, jedes Plug-in und auch jede Erweiterung einen eigenen Windows-Prozess startet. Falls einer davon aus welchen Gründen auch immer abstürzt, kann er geschlossen und bei Bedarf neu gestartet werden.

Wenn Google Chrome eine Website oder ein Plug-in abschießen muss, könnt Ihr in den anderen Fenstern immer noch weitersurfen

Google Chrome mit eigenem Task-Manager

Aus diesem Grund hat Google seinen Browser auch mit einem internen Task-Manager ausgestattet: Der funktioniert prinzipiell genau wie der von Windows oder anderen Betriebssystemen. Sollte der Browser einmal langsamer laufen, könnt Ihr damit in der Regel den fehlerhaften Prozess beenden. Ihr öffnet ihn wahlweise über das Chrome-Menü unter „Tools/Taskmanager“ oder durch die Tastenkombination „Umschalttaste+ESC“.

Im Fenster listet Chrome alle geöffneten Browser-Tabs, Plug-ins und Erweiterungen auf. Klickt Ihr auf die Spalte „CPU“, seht Ihr auf einen Blick, welche Prozesse gerade Euren Rechner ausbremsen – markiert diese und klickt auf „Prozess beenden“, um sie abzuschießen. Damit lassen sich die meisten Probleme mit Chrome ganz einfach beheben. Handelt es sich beim störrischen Fenster um eine Browser-Erweiterung, solltet Ihr gegebenenfalls überlegen, ob Ihr diese einfach deinstalliert. Gegen Probleme mit Plug-in-lastigen Websites kann es zudem helfen, Plug-ins wie Flash, Silverlight und Java erst bei Bedarf zu laden. Wie das geht, zeigen wir Euch in unserer Anleitung.

Der eingebaute Taskmanager von Google Chrome kann helfen, fehlerhafte Plug-ins und Erweiterungen zu identifizieren und rauszuschmeißen

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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