Growing Flamingo in Egg – Zeitraffer über 6 Tage zeigt, wie der Flamingo schlüpft und wächst und wächst und wächst …

Der aufwändigste Artikel in der Geschichte vom Tutonauten: Über 6 Tage Arbeit, 2.040 Fotos, 1 Flamingo-Ei, 4 Liter Wasser. 1 Zeitraffer-Video. Wir haben uns aus dem Zoo einen Flamingo besorgt, ihm das Ei geklaut und … Ähhh, nein, natürlich nicht. Der „Growing Flamingo in Egg“ ist ein Spielzeug, wie Ihr es in Tinnef-Läden, Kiosken und Asia-Import-Export-Buden bekommt. Auf der Packung prangt: „Grows in Water“ – man wirft das Teil ins Wasser und es wächst. Und wird riesig. Über Tage!

Nach der Anleitung soll der Flamingo nach 12 bis 24 Stunden aus dem Ei brechen, nach 48 bis 72 Stunden komplett schlüpfen und dann wachsen, wachsen, wachsen. Puhhh, eine verdammt langwierige Angelegenheit. Und wer weiß schon, was die Chinesen für ein abgefahrenes Zeug gebastelt haben. Nehmen wir mal lieber eine größere Wanne, klemmen die DSLR an den Linux-Laptop und lassen mit gphoto2 alle drei Minuten ein Bild für ein Timelapse-Video schießen. Sechs Tage und rund fünf Stunden durfte die Canon 600D knippsen – da kommt es zu kleineren Aussetzern, Akku-Wechseln, anderen Lichtverhältnissen und so weiter. Seht es uns nach. Und damit es nicht zu langweilig wird (nur für alle Fälle), durfte noch ein wenig Staub vom Stativ ins Wasser zum Planschen.

Rieeeeesige Flamingos vernichten Tokio … ?

Ihr wollt ein verrrrrrüüüüücktes China-Spielzeug in Aktion sehen? Schaut zu und …

… lernt mit der Enttäuschung umzugehen. Ab Sekunde 35 passiert auch eigentlich nichts mehr. Irgendwie fehlt da doch der Wow-Effekt. Aber coole Idee, dennoch. Und wer eine Woche seine (Nerd-) Kollegen unterhalten will, wird seinen Spaß haben – aber stellt es nicht in eine riesige Wanne 😉 Kinder natürlich auch. Geduldige Kinder.

Das Ei kommt übrigens aus der Wundertüte in Hennef – und auch wenn das Ei nicht der Hit sein mag, der Laden ist voll von großartigem Zeugs. Luft-Raketen. Schmelzende Flummis. Haptik-Wunder. Lauter schöner Kram 😉 Und saublöde Haie.

Und hier noch das Endergebnis: Ein schier gigantomanischer Killerflamingo!

Vorsicht, Spielzeug könnte Kinder verschlucken.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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1 Kommentar

  • Was für ein Schrott… da lob ich mir das Zeug, was der Toy Hunter neulich hatte, dessen Name mir aber gerade nicht einfällt. So Dinosaurier aus den 60ern, die als Plastikplättchen kamen, sich dann unter Hitze auffalteten und danach wieder gepresst werden konnten.