Kodi kann problemlos Airplay-Inhalte empfangen. Unter Android könnt Ihr dafür die kostenlose App iMediaShare Lite nutzen, um Inhatle zu Kodi zu streamen.

AirPlay ist zwar ein Apple-Ding, spendiert aber die Möglichkeit, Inhalte vom Android-Smartphone zur Kodi-Installation zu streamen, etwa um Schnappschüsse direkt vom Handy aus auf dem TV-Gerät anzuschauen. Auch dafür gibt es wieder unterschiedlichste Apps, wir nutzen als Beispiel das kostenlos iMediaShare Lite (beziehungsweise iMediaShare Personal, wie es im deutschen Google Play heißt). Zuvor ein Blick auf die gesamte Kodi-Serie:

1. Was ist/kann Kodi überhaupt: Konzept, Features, Anschlüsse, Hardware
2. Billig, Lautlos, winzig: XBMC (Kodi) auf dem Raspberry Pi
3. Grundeinrichtung: TV als Vollbild, Kalibrierung, Netzwerk, etc.
4. Mediensammlung: Quellen samt Metadaten einrichten
5. Perfekte Sofakartoffel: Fernbedienung per Smartphone – Smartphone als TV
6. Coole Add-ons: South Park gratis ist nur der Anfang
7. Für werdende Profis: Fortgeschrittene/Optinale Einstellungen
8. Android-Inhalte nach Kodi/XBMC streamen mit Airplay
9. Live-TV ohne TV-Karte nutzen

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1. Kodi-Einstellungen

Wir fangen zunächst bei der Konfiguration von Kodi/XBMC an, wofür Ihr im System-Bereich den Punkt Netzwerk/Network anwählt.

Stellt sicher, dass Airplay aktiv ist.

2. AirPlay aktivieren

Ganz unten findet Ihr die Option zum Erhalten von AirPlay-Inhalten. Vorzugsweise solltet Ihr auch gleich den Passwortschutz aktivieren, damit Euch kein Spaßvogel in der nähe unerwünschte Bildchen auf den Schirm zaubert.

Airplay aktiv? Check.

3.iMediaShare Lite installieren

Wechselt nun die Gerätschaft und installiert via Play die App iMediaShare Lite, die in der kostenlosen Version werbefinanziert ist.

iMediaShare bei Google Play.

4. Kodi-Server wählen

Davon ausgehend, dass Eure Kodi-/XBMC-Installation noch läuft und der Androide generell mit Eurem LAN zurecht kommt, findet iMediaShare beim Start nach ein paar Sekunden automatisch den freigeschalteten XBMC-Server.

Splash …

5. Kacheln für Dateien und Streams

Hier findet Ihr nun zwei Arten von Kacheln: Die blauen für Ihre eigenen Inhalte sowie einige für die typischen Verdächtigen unter den Online-Streams. Für unseren Zweck starten wir mit „My Photos“.

Aus dem Netz über das Handy auf den TV.

6. Ordnerstruktur

Folgend dürft Ihr in der regulären Ordnerstruktur Eures Handys herumstöbern, eine separate Bibltiothek ist erfreulicherweise nicht von Nöten.

Die eigenen, lokalen Ressourcen.

7. Ein Bild streamen

Auch die Darstellung der Bilder in Ordnern ist sehr praktisch, wenn auch recht wenig Platz auf dem Schirm verbleibt. Dennoch, startet nun ein Bild per Klick und …

Fotodarstellung

8. Server wählen

… wählt im folgenden, etwas merkwürdigen Dialog Eure laufende XBMC-Instanz …

Welches Streamerl hättens denn gern?

9. Falsch herum

… um das Bild falsch gedreht und unscharf auf dem Handy zu sehen …

Verkehrt – aber nur auf dem Smartphone.

10. In Medien navigieren

… aber natürlich richtig gedreht und in voller Qualität auf dem Bildschirm beziehungsweise Fernsehgerät. Selbstredend könnt Ihr wie gewohnt per Wisch zum nächsten Bild wechseln oder über entsprechende Gesten die Lautstärke bei Videoinhalten regeln.

Zumindest auf dem Kodi-Monitor sieht alles gut aus.

11. Online-Streams

Die angebotenen Internet-Streams, hier etwa von der NY Times, werden je nach Anbieter leicht unterschiedlich, aber immer komfortabel aufbereitet.

Videos? Auch kein Problem.

12. Video-Wechsel per Wisch

Erfreulicherweise dürft Ihr auch die Videos per Wisch wechseln. Allerdings starten die Clips bei einem Anbieter sofort nach Wisch, bei anderen kommt zunächst ein Play-Button und der alte Clip läuft weiter im Vollbild.

Videos lassen sich wegwischen; funktioniert aber nicht immer gleich gut.

13. Ohne iMediaShare-GUI streamen

Ein Tipp zum Schluss: Ihr müsst nicht immer erst die iMediaShare-Oberfläche öffnen, um Inhalte zu streamen – nutzt einfach den Datei-Browser und öffnet ein Bild wie gewohnt und schon zeigt Euch das System eine neue Option, um die Datei direkt zu streamen.

Airplay ist für Android auch nur wieder ein weiterer „Teilen“-Teilnehmer.

P.S.: Wundert Euch nicht über die Datumsangaben in einigen Screens, der Airplay-Workshop ist irgendwann mal liegen geblieben – da es aber immer noch funktioniert, habe ich ihn in die Kodi-Serie gepackt.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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