Der Raspberry Pi ist ein Kleinstrechner, der alle nötigen Elemente wie Grafik, Audio, CPU, Netzwerk und so weiter auf einer kleinen Platine vereint – und damit ist er ein ausgewachsener Rechner, genau wie Euer normaler PC. Das rund 40 Euro teure Gerät verbraucht dabei nur maximal 7 Watt, ist lautlos, hat Anschlüsse für USB, Audio-/Video-/Audio-Out, HDMI sowie einen SD-Karten-Slot. Mit einem Mini-WLAN-Adapter für unter zehn Euro verbindet Ihr den Pi mit Eurem Netzwerk, alternativ ginge natürlich auch ein Netzwerkkabel.

Der Raspberry Pi ist ein Kleinstrechner, der alle nötigen Elemente wie Grafik, Audio, CPU, Netzwerk und so weiter auf einer kleinen Platine vereint – und damit ist er ein ausgewachsener Rechner, genau wie Euer normaler PC. Das rund 40 Euro teure Gerät verbraucht dabei nur maximal 7 Watt, ist lautlos, hat Anschlüsse für USB, Audio-/Video-/Audio-Out, HDMI sowie einen SD-Karten-Slot. Mit einem Mini-WLAN-Adapter für unter zehn Euro verbindet Ihr den Pi mit Eurem Netzwerk, alternativ ginge natürlich auch ein Netzwerkkabel. Sonst noch praktisch: Pi-Gehäuse, passende Stromversorgung, Kühlkörper (sehr optional …). Als Betriebssysteme stehen hier einige Linux-Distributionen zur Verfügung (etwa Raspbian), interessant sind aber vor allem die XBMC-Systeme wie Xbian (oder Openelec, oder Raspbmc). Xbian bootet direkt in XBMC im Vollbild, von dem darunter liegenden Linux seht Ihr normalerweise nichts (könnt es aber natürlich über die Kommandozeile nutzen, wenn Ihr denn wollt). Einmal installiert, habt Ihr ein ganz normales XBMC beziehungsweise später einmal Kodi vor Euch, für das Ihr natürlich auch die restlichen Workshops unserer Kodi-Serie verwenden könnt:

1. Was ist/kann Kodi überhaupt: Konzept, Features, Anschlüsse, Hardware
2. Billig, Lautlos, winzig: XBMC (Kodi) auf dem Raspberry Pi
3. Grundeinrichtung: TV als Vollbild, Kalibrierung, Netzwerk, etc.
4. Mediensammlung: Quellen samt Metadaten einrichten
5. Perfekte Sofakartoffel: Fernbedienung per Smartphone – Smartphone als TV
6. Coole Add-ons: South Park gratis ist nur der Anfang
7. Für werdende Profis: Fortgeschrittene/Optinale Einstellungen
8. Android-Inhalte nach Kodi/XBMC streamen mit Airplay
9. Live-TV ohne TV-Karte nutzen

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1. Xbian auf SD-Karte spielen
Die Installation von Xbian ist erfreulich einfach: Ladet einfach den aktuellen Installer von der Homepage herunter, startet das Programm, wählt Eure SD-Karte und lasst die gewünschte Version von Xbian (im Zweifelsfall die vorgeschlagene) auf die Karte spielen – das war’s auch schon, der Raspberry Pi kann jetzt davon booten.

Der Xbian-Installer macht die „Installation“ auf der SD-Karte ganz einfach.

2. Netzwerk einrichten
Wenn Ihr den Pi per Kabel ins Netz bringt, funktioniert alles sofort. Das WLAN ist bisweilen etwas störrisch: Nach dem Start findet Ihr bei den Systemeinstellungen den Xbian-eigenen Menüpunkt „Xbian“. Stellt hier den Netzwerkadapter von eth0 (Kabel) auf wlan0 um, aktiviert DHCP (automatischer Bezug einer IP-Adresse vom Router) und klickt auf die Zeile „SSID“ (WLAN-Name). Dann könnt Ihr Euer WLAN aus einer Liste wählen – leider klappt das in der Regel nicht, es wird nicht nach Login-Daten gefragt. In diesem Fall ist ein etwas unschöner Umweg nötig: Kehrt zum Homescreen zurück und ruft den Power-Button unten links auf – per „Exit“ schließt Ihr jetzt XBMC/Kodi. Ihr landet auf der Kommandozeile und meldet Euch mit dem Nutzernamen „xbian“ und dem Passwort „raspberry“ an (Vorsicht: Bei englischer Tastatur liegt das y auf der z-Taste!).

Login und Begrüßung auf der Kommandozeile.

Jetzt bekommt Ihr wieder die Xbian-Einstellungen zu sehen, diesmal allerdings als Textmenü; Ihr navigiert mit Pfeiltasten und Enter. Navigiert über „Settings“ und „Network“ zur Auswahl des Netzwerkadapters und wählt „wlan0“ und anschließend wieder „DHCP“ – wie gehabt. Jetzt kommt allerdings die Möglichkeit, die WLAN-Daten manuell einzugeben, wählt dazu „custom“ statt „scan“, dann die Sicherheitsoption (in der Regel WPA) und gebt SSID, also den Namen Eures WLANs, und das Kennwort ein, bestätigt über den „select“-Text-Buttons – schon steht die Verbindung. Verlasst das Textmenü wieder und startet Xbian mit dem Befehl „sudo reboot“ neu. Hier das Menü in Bildern, ohne Kommentar:

Das war es aber auch schon mit der Xbian-eigenen Konfiguration, fortan bedient sich das Xbian-XBMC genauso wie jede andere Kodi-/XBMC-Installation.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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