Das Upgrade auf Windows 10 ist spannend: Wir zeigen Euch, wie der Umstieg auf das neueste Windows abläuft und was Euch erwartet.

Wir haben nun schon eine ganze Reihe von Tutos zum nagelneuen Windows 10 für Euch zusammengestellt. Wer aber noch nicht auf das neueste Werk aus dem Hause Microsoft umgesattelt hat, fragt sich villeicht, wie der Umstieg in der Praxis aussieht. Wir haben den Upgrade-Prozess für Euch auf echter Hardware durchgeführt und zeigen Euch, was Euch erwartet.

Zumindest auf einem Test-PC (ein Acer Predator G3-605 mit Core i7, 16 GB Ram und SSD) lief das Upgrade von Windows 8.1 auf Windows 10 erfreulicherweise nicht nur absolut problemlos ab, es war nach dem Download von Windows 10 auch in weniger als einer halben Stunde erledigt. Mangels anderer Hardware fehlen uns derzeit Vergleichswerte – das ist hier also lediglich ein Erfahrungsbericht, keine „echte“ Anleitung, wie Ihr es von uns gewohnt seid 😉

Mangels eines Screencapture-Devices habe ich einige Fotos des Update-Prozesses von Windows 8.1 auf Windows 10 einfach einmal mit der Kamera gemacht – ein Hauch von Gonzo-Journalismus hier beim Tutonaut 😉 Seid also nicht böse, wenn die Qualität der „Screenshots“ nicht die beste ist.

Windows 10 Upgrade: Die ersten Schritte

Wie auch immer, here we go! Meine Kiste war am Erscheinungstag von Windows 10 zum Glück recht schnell mit dem Upgrade an der Reihe, ich musste also nichts erzwingen. Sicherheitshalber habe ich mit Macrium Reflect ein Backup angelegt, man weiß ja nie (schon gar nicht bei Windows 😉 ). Anschließend ging es auch schon zur Sache: Nachdem ich den Download von Windows 10 schon vor Monaten reserviert hatte, meldete das Update-Icon in der Taskleiste, dass das neue System zur Installation bereit war.

Da isses…

Nach zwei Klicks auf Fortfahren und dem obligatorischen Durchlesen des Lizenzvertrages (genau wie bei iTunes lest Ihr die Dinger doch auch immer von vorne bis hinten, nicht wahr? Ihr wollt ja nicht als HumancentiPadSurface enden 😉 ging es auch schon los. Ein Klick auf „Upgrade jetzt starten“ und schon gab es kein zurück mehr – zumindest in der Theorie, doch dazu später.

Ab geht die wilde Fahrt!

Windows-Upgrade: Warten ohne Reue

Was folgte, war eine knappe halbe Stunde starren auf den Bildschirm (naja, eigentlich eher Reihe von Kaffee, Tee und Twitter). Die eigentliche Installation von Windows 10 hat sich im Vergleich zu Windows 8 nicht wesentlich verändert und ging, wie gesagt, recht flott von der Hand. Nach zwei Neustarts landete ich schließlich bei der Einrichtung der wichtigsten Funktionen von Windows 10.

Das Upgrade auf Windows 10 ging bei mir erfreulich schnell über die Bühne

Windows 10-Einstellungen – auch Windows 10 funkt gerne nach Hause…


Wie schon bei Windows 8 hat Microsoft leider auch bei Windows 10 einige hilfreiche „Features“ eingebaut, die persönliche Daten an Apps und Einstellungen weiterreichen – meiner Meinung nach ein Unding von einem Unternehmen, das jahrelang mit der unsäglichen Scroogled!-Schmutzkampagne gegen Google geschossen hat. Wenn Euch Eure Privatsphäre lieb und teuer ist, solltet Ihr also tunlichst nicht die Expresseinstellungen von Windows 10 übernehmen, sondern lieber auf „Einstellungen anpassen“ klicken und die diversen Funktionen zur „Verbesserung“ ausschalten. Eine weitere Möglichkeit, Windows 10 die Spickerei abzugewöhnen, stellen wir Euch in diesem Tuto vor.

Windows 10 will erstaunlich viel über Euch wissen und es anderen verraten – zum Glück könnt Ihr das aber auch abschalten

Windows 10: Die ersten Schritte – und die ersten kleinen Stolpersteine

Nach den Einstellungen war der Umstieg auf Windows 10 schon abgeschlossen. Ich konnte mich ganz normal in mein Benutzerkonto einloggen, die Einstellungen und Installationen von Windows 8.1 wurden anstandslos übernommen. In Sachen Startmenü musste ich mich gar nicht erst umgewöhnen, da Classic Shell – das alternative Startmenü – direkt für Windows 10 angepasst wurde. Allerdings werde ich mich erst einmal am neuen Startmenü von Windows 10 probieren.

Meine wichtigsten Programme sowie einige Spiele laufen unter Windows 10 einwandfrei (mir ging es freilich vor allem um The Witcher 3 😉 ). Auch die wenigen ModernUI-Apps, die ich unter Windows 8.1 genutzt habe, laufen unter Windows 10 problemlos und endlich auch im Fenster – ein Segen auf dem Desktop.

Also, alles tutti? Nope, leider (noch) nicht. Der Versuch, eine App aus dem neuen Windows 10-Store zu installieren, scheiterte mit einer obskuren Fehlermeldung von wegen, eine Lizenz können nicht erworben werden. Egal, wie oft ich es versuche, nichts klappt.

Keine Lizenz im Windows Store und ein Fehlercode – Windows bleibt eben doch irgendwie Windows…

Doch das ist bei Weitem noch nicht das schlimmste. Denn: Mein Windows 10 war gar nicht aktiviert! In den Einstellungen zeigt mir Windows 10 unter „Update und Sicherheit – Aktivierung“ an, dass ich mich doch bitte mit dem Internet verbinden solle, um meine Windows-Kopie zu aktivieren. Beim manuellen Klick auf den Aktivieren-Button heißt es gar, dass mein Product Key nicht gültig ist. Da es sich bei der Kiste aber um einen noch recht Komplett-PC mit integriertem Windows 8.1-Key handelt (jaaaaa, ein Geek wie ich gibt zu, einen Komplett-PC zu verwenden – los, steinigt mich 😉 ), kann ich mit Sicherheit ausschließen, dass der Schlüssel vor dem Upgrade ungültig war und es jetzt noch ist.

Derzeit lässt sich Windows 10 nicht aktivieren – bei mir zumindest. Aber erst einmal Ruhe bewahren…

Doch eine kurze Recherche bei Reddit, Google und Twitter beruhigt mich fürs Erste: Anscheinend sind die Microsoft-Aktivierungsserver im Moment ein wenig kurzatmig angesichts des Ansturms auf Windows 10. In einem Reddit-Thread berichten User davon, dass es über 50 Klicks auf den Button gebraucht hat, bis sich Windows 10 aktivieren ließ. Demzufolge müsste ich mir nur dann Sorgen um die korrekte Aktivierung von Windows 10 machen, wenn im Einstellungen-Menü ein entsprechender Hinweis den Kauf einer Lizenz einfordert.

Ich sehe der Sache nun einfach mal entspannt entgegen und warte ein paar Tage ab. Da mein erster Eindruck von Windows 10 trotz dieser Widrigkeiten recht positiv ist, warte ich einfach mal den Ansturm ab und probiere es in den nächsten Tagen noch einmal. Notfalls bleibt mir immer noch die Option des Downgrades auf Windows 8.1. Das Downgrade könnt Ihr binnen 30 Tagen nach der Installation von Windows 10 durchführen, die entsprechende Option findet Ihr in den Einstellungen unter „Update und Sicherheit – Wiederherstellung“. Ich hoffe aber einfach mal, dass es nicht soweit kommen wird 🙂

Wenn alle Stricke reißen, könnt Ihr Windows 10 deinstallieren und zu Windows 8.1 bzw. Windows 7 zurückkehren

UPDATE: Man muss nur auf Tutonaut.de meckern 😉

Und zack, kaum ärgere ich mich, schon funktioniert die Aktivierung von Windows 10 wieder. Das gleiche gilt für die Downloads aus dem Windows Store. Heureka 🙂

Warum nicht gleich so, Windows 10 😉 ?

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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