Wenn der Smartphone-Akku schlapp macht, eilen Powerbanks zur Rettung. Wir testen die 10.000 mAh Powerbank von EasyAcc auf Herz und Nieren.

Smartphones sind toll, Smartphone-Akkus sind Driss. Kein Wunder, dass es mittlerweile Hunderte von verschiedenen mobilen Akkus oder auch „Powerbanks“ gibt, die unterwegs für Batterie-Nachschub sorgen. Eine davon ist EasyAcc Smart 10.000, die – der Name lässt es vermuten – einen Mobilakku mit einer Kapazität von 10.000 Milliamperestunden bietet und zwei Geräte gleichzeitig aufladen kann. Mit einem Preis von unter 20 Euro gehört die Powerbank dabei zu den günstigeren Vertretern in dieser Größenklasse. Ich habe die Powerbank zwei Wochen lang auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Der erste Kontakt mit der EasyAcc Smart 10.000 fällt positiv aus: Das Gehäuse ist stabil verarbeitet und bietet mit seiner mattschwarzen Kunststoffoberfläche und den orangen Akzenten ein dezentes und elegantes Äußeres. Mit den Außenmaßen von 14,4 x 7,5 Zentimetern, 1,5 Zentimetern Dicke und einem Gewicht von 227 Gramm ist die EasyAcc Powerbank eher für den Rucksack als für die schmale Damenhandtasche geeignet, liefert dafür aber auch jede Menge Leistung (s. unten). Die stabile Verarbeitung der Powerbank hat auf jeden Fall überzeugt, zudem sie im Testzeitraum auch einen (unbeabsichtigten 😉 ) Sturz auf Asphalt auf ca. einen Meter Höhe schadlos überstanden hat.

Das Gehäuse der EasyAcc Powerbank ist sauber und stabil verarbeitet

Die zwei USB-Ausgänge liefern einen Ausgangsstrom von 2,4 Ampere und sind an der Frontseite angebracht. Aufgeladen wird die Powerbank per microUSB-Anschluss an der Seite, was bei leerem Akku durchaus fünf Stunden und mehr dauern kann (ich habe sie im Testzeitraum einfach über Nacht angeklemmt). Praktisch: per Tastendruck leuchten bis zu vier kleine LEDs auf, die den aktuellen Ladestand der Powerbar anzeigen – ein Feature, dass mir bei meiner kleineren Aukey Powerbar schmerzlich fehlt.

Ein nettes, aber (aus meiner Sicht) eher überflüssiges Gimmick: Per „Doppelklick“ auf den Ladestands-Knopf schaltet die Powerbank ein kleines LED-Licht ein, sodass sie bei Bedarf als Taschenlampe fungiert. Hab ich nicht benötigt, aber funktioniert – so what. Vielleicht praktisch, wenn man im Dunklen ein USB-Kabel ins Handy fummeln muss (dank USB-C-Anschluss am Google Nexus 6P habe ich das Problem zum Glück nicht mehr 😉 ).

…ein Licht an dunklen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen! Naja, zumindest ein Licht 🙂

Die EasyAcc-Powerbank in der Praxis

Mangels passender Messtechnik habe ich die EasyAcc-Powerbank nicht in der Theorie, sondern vor allem in der Praxis unter die Lupe genommen. Dabei machte die Powerbank genau das, was sie soll: Sie liefert für mehrere Tage Strom. Tatsächlich habe ich in den drei Tagen vor diesem Testbericht mein treues Google Nexus 6P ausschließlich über die Powerbank geladen. Dabei habe ich jeweils gewartet, bis der 3.400 mAh-Akku des Nexus unter die 20 Prozent-Marke gefallen ist. Und was soll ich sagen: Auch nach drei Ladezyklen bis 100 Prozent leuchtet immer noch eine Lampe auf der Akkuanzeige, sodass noch ein wenig mehr aus der Powerbank zu holen ist.

Die Ladelampen zeigen an, wann die Powerbar wieder nach Strom verlangt

Erfreulicherweise steigt die Ladeanzeige des Nexus 6P auch im Betrieb an. Selbst, wenn ich das Nexus 6P via Google Maps als Auto-Navi verwende (eine klassische „Volllast-Situation“ inklusive GPS und maximaler Helligkeit), steigt die Akkuanzeige während der Fahrt, statt zu sinken – top!

Bei der „passiven“ Ladung war das Smartphone in weniger als anderthalb Stunden wieder voll. Das ist zwar nicht ganz so schnell, wie es das mitgelieferte USB-C-Netzteil schafft, dieses liefert aber auch eine Stromstärke von 3 Ampere, die Powerbank „nur“ 2,4.

An der Geschwindigkeit des Aufladens ändert sich auch nicht, wenn beide USB-Ports gleichzeitig genutzt werden. Meinen alten iPod Touch konnte ich beispielsweise problemlos gleichzeitig mit dem Nexus 6P aufladen. Im Test habe ich die Powerbank zudem mit zweit Tablets gequält, namentlich dem Sony Xperia Tablet Z3 Compact und als „Königsdisziplin“ dem besonders wählerischen Apple iPad 3. Beide Geräte bekamen auch in der Benutzung genug Saft durch die EasyAcc Powerbank, auch wenn es natürlich besonders beim iPad nicht für eine volle Ladung reicht. Da ich aber aus Erfahrung weiß, wie sehr sich sowohl das Sony-Tablet als auch das iPad 3 mit externen Ladegeräten tun, kann ich EasyAcc hier einen absolut guten Job bescheinigen.

Schwerstarbeit: Bei Bedarf lädt die Powerbar neben einem Smartphone auch ein iPad auf

Fazit: Nie mehr Akkusorgen!

Alles in allem bin ich mit den Ergebnissen EasyAcc Smart 10000 mAh komplett zufrieden. Die Verarbeitung ist gut, Größe und Gewicht angesichts der ordentlichen Kapazität gerade noch in Ordnung und in Sachen Aufladepower hatte ich bislang nur wenige Powerbanks im Einsatz, die so zuverlässig arbeiten. Durch die Akkulampen weiß ich im Vergleich zu günstigeren Modellen stets, wann die Powerbank selbst mal wieder an die Tankstelle muss und die Lampe ist ein nettes, wenn auch nicht unbedingt nötiges Extra. Ich persönlich würde die Powerbar ohne Sorge als Smartphone-Stromquelle auf einem Campingtrip dabei haben. Okay, bin ich ohne Rucksack oder Umhängetasche op jück, bevorzuge ich etwas kompaktere Powerbars, in meiner Reise-Nerd-Tasche hätte die EasyAcc Smart 10000 mAh aber einen Stammplatz. Wer auf der Suche nach einer zuverlässigen Powerbank mit guter Leistung zu einem fairen Preis ist, darf hier bedenkenlos zugreifen.

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Hinweis: Die Powerbar wurde uns für den Testzeitraum von EasyAcc zur Verfügung gestellt. Der Test ist komplett unbeeinflusst durch den Hersteller entstanden und gibt ausschließlich unsere Meinung wieder!

 

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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