Ihr habt Apple Music ausprobiert und wollt den Dienst nun wieder kündigen? Kein Problem! Wir zeigen Euch, wie Ihr Euer Abo beendet.

Apple Music ist grandios, magical, besser als ALLES was es je zuvor gab und es hat Taylor Swift. Wenn Ihr nun genau wie ich der Meinung seid, dass von diesen Aussagen allerhöchstens eine bis zwei wirklich zutreffen, dann ist es an der Zeit, den Streaming-Dienst von Apple zu verlassen – vor allem, wenn Ihr kurz vor dem Ende der dreimonatige Probemitgliedschaft steht.

Zum Glück ist es genauso einfach, Apple Music zu kündigen, wie die Mitgliedschaft zu starten. Die Kündigung funktioniert wahlweise direkt unter iOS oder über iTunes am Mac oder PC. So geht Ihr dabei vor:

Apple Music auf iPhone, iPad und iPod Touch kündigen

Öffnet die Apple Music-App auf Eurem iPhone, iPad oder iPod Touch. Tippt dann oben links auf Euer Profilbild, um die Einstellungen zu öffnen. Hier tippt Ihr auf „Apple ID anzeigen“ und meldet Euch mit Eurem Apple-Passwort an. Im nun erscheinenden Menü wählt Ihr bei „Abos“ den Punkt „Verwalten“ und dann auf „Dein Abo“. Nun wird Euch der aktuelle Status Eurer Apple Music Mitgliedschaft angezeigt – aktuell dürfte dies also noch das kostenlose Probeangebot von Apple Music sein.

Wenn Ihr keine Lust mehr auf Apple Music habt, könnt Ihr Euer Abo direkt unter iOS beenden

Damit dieses nicht automatisch in ein Bezahl-Abo übergehet, deaktiviert nun einfach den Menüpunkt „Automatisch verlängern“ und bejaht die Nachfrage. Das Apple Music-Abo endet dann automatisch zum Ende der Probezeit und wird nicht verlängert. Auf die gleiche Weise könnt Ihr später natürlich auch ein Bezahl-Abo bei Apple Music beenden. Das könnt Ihr jederzeit veranlassen, für den aktuellen Bezahlzeitraum könnt Ihr den Dienst noch weiter nutzen.

Apple Music über iTunes am Mac oder PC kündigen

Wenn Ihr Apples Musikdienst vor allem über iTunes nutzt, könnt Ihr das Abo natürlich ebenfalls mit ein paar Klicks beenden. Startet iTunes und klickt in der Leiste oben auf Euer Profilbild. Hier wählt Ihr den Menüpunkt „Accountinformationen“.

Öffnet in iTunes die Account-Einstellungen…

Loggt Euch nun mit dem Passwort ein und scrollt nach unten zum Bereich „Einstellungen“. Hier klickt Ihr neben „Abos“ auf „Verwalten“. In der Abo-Übersicht klickt Ihr neben „Dein Abo“ auf bearbeiten. In der Abo-Übersicht von Apple Music sucht Ihr nun den Eintrag „Automatisch verlängern“ und stellt diesen auf „Aus“. Bestätigt die eingeblendete Hinweismeldung per Klick auf „Deaktivieren“ und Euer Apple Music-Abo wird automatisch beendet.

…um Apple Music zu kündigen

Bonus: Meine Meinung zu Apple Music

Mich persönlich hat Apple Music nur bedingt überzeugen können. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich mich als Windows- und Android-(Mit-)Benutzer nicht vollständig auf eine Apple-Lösung einlassen kann und will – von der versprochenen Android-App für Apple Music fehlt bislang zudem jede Spur, auch wenn sie wohl noch im Herbst 2015 kommen soll.

Aber es ist auch das Bedienkonzept, was mich nicht uneingeschränkt überzeugt hat. So bietet die Radio-Funktion von Apple Music zwar einige interessante Ansätze, aber es ist doch alles ein wenig umständlich. Während ich beispielsweise bei Google Play Music – dem Streaming-Dienst meiner Wahl – direkt per „Daumen hoch und runter“ meine Meinung zu einem Song abgeben kann, muss ich mich bei Apple erst durch ein Kontextmenü hangeln, um unerwünschte Musik aus der Playlist zu schmeißen. Da ich grundsätzlich ein großer Fan von Radio-Features bin (immerhin habe ich schon Dutzende Bands und Interpreten auf diese Weise entdeckt), finde ich das alles ein wenig halbgar.

Außerdem fehlt mir ein vernünftiger Web-Player für Apple Music. Ich HASSE iTunes. Egal, ob unter OS X oder Windows. Daran hat sich auch nach einem Jahr mit dem Mac als Hauptrechner nichts geändert. Während ich also Google Play Music oder auch Spotify entspannt über den Browser hören kann, bin ich für Apple Music auf dieses widerliche Stück Software namens iTunes angewiesen – vielleicht ändert sich dies ja noch, aber aktuell ist es für mich ein Ärgernis – aber ich gebe auch zu, dass ich damit wohl in der Minderheit sein dürfte 😉

Und dann ist dann noch die Sache mit der eigenen Musik. Ich habe mir irgendwann einmal die Mühe gemacht, meine gekauften und gerippten MP3s komplett bei Google Play Music hochzuladen. Auf diese Weise kann ich jederzeit fehlendes Material aus dem Google-Katalog durch eigene Mucke ergänzen und damit überall auf meine komplette Musiksammlung zugreifen.

Ein Königreich für einen browserbasierten Player – Google Play Music macht vor, wie es geht!

Nun möget Ihr sagen „Aber es gibt doch iTunes Match“ und damit meinetwegen sogar recht haben. Allerdings habe ich das ganze im vergangenen Jahr mal ausprobiert und lange nicht mehr so sehr über den Verlust von 29 Euro gejammert… Nachdem mein (damals noch) Windows-Rechner gefühlte drei Tage lang die Song-Sammlung analysiert hat, hat war am Ende gerade einmal ein Bruchteil der Songs auf meinem iPad Mini und iPod Touch aufrufbar – damit war ich scheinbar nicht alleine, wie ein Blick in die Supportforen bei Apple zeigte. Unabhängig davon war ich auch mit der ganzen Handhabung der Synchronisation auf die iOS-Devices nicht zufrieden, aber das ist ein anderes Thema.

Unabhängig von der Meckerei ist Apple Music sicherlich ein sehr guter Streaming-Dienst, der mich vor allem mit seinem riesigen Katalog vollends überzeugt hat. Egal, ob ich nach Frank Turner, den Hellacopters oder B-Seiten von den Street Dogs suchte, ich habe es gefunden. Doch das gilt alles auch für Spotify, Google Play Music, Deezer und wie sie alle heißen. Aufgrund der genannten Einschränkungen sehe ich für mich persönlich keinen Mehrwert von Apple Music.

Dennoch freue ich mich auf andere Meinungen zu Apple Music – auch, wenn sie wie Kollege Rentrop der Meinung sind, dass Musikdienste zur Vernichtung des guten Geschmacks führen 😉

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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