In diesem kurzen Tipp zeigen wir Euch, wie Ihr das Google-Suchprotokoll aufrufen und löschen könnt.

Wer Google und Facebook als „Datenkrake“ beschreibt, kriegt ab sofort auf die Finger. Leider trifft dieser Begriff trotz aller noch so praktischer Gratis-Services vor allem auf Google zu wie auf keinen anderen Dienst. Ihr müsst also nicht glauben, dass das, was Ihr bei Google bekommt, kostenfrei ist: Der Suchmaschinenanbieter merkt sich jede noch so beknackte Suche und trackt Euch dabei fröhlich anhand Eures Logins oder mit Hilfe von Cookies. Google führt daher genau Buch darüber, was Ihr so im Web treibt, der Preis für die hübschen Gratisdienste ist die genaue Protokollierung Eures Surfverhaltens. Was? Das glaubt Ihr nicht? Dann surft doch einfach mal die URL https://history.google.com an: Hier listet Euch Google – sofern Ihr angemeldet seid – ein genaues Protokoll Eurer Suchaktivitäten auf. Gruselig, oder?

Google trackt sämtliche Suchen, die Ihr durchführt.

Google-Suchprotokoll deaktivieren

Zum Glück gibt es Mittel und Wege, diese Protokollierung der Suchbegriffe einzuschränken: Klickt oben rechts auf das Zahnrad-Symbol und wählt hier „Einstellungen“. Auf der nun erscheinenden Website könnt Ihr die Protokollierung Eures Suchverhaltens dann abschalten. Allerdings warnt Google, dass einige Dienste dann nicht richtig funktionieren, unter anderem die personalisierte Suchvorschläge oder die automatische Vervollständigung. Ohne diese beiden „Services“ ging es aber früher auch – insofern dürfte ein Verzicht höchstens tippfaulen Zeitgenossen schwer fallen.

Allerdings lässt sich die Funktion ausschalten.

Übrigens: Durch den Login seid Ihr auch dann nicht vor dem Tracking durch das Google-Suchprotokoll sicher, wenn Ihr einen scheinbar anonymen Proxyserver oder andere vermeintliche Anonymisierdienste nutzt. Das gleiche gilt übrigens für Facebook, Twitter und all die anderen Dienste, in denen Ihr permanent eingeloggt seid.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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