Ubuntus Unity-Oberfläche ist schrecklich, Werbung und Politik nerven, die ständigen Updates, ziemlich vollgepackt ist es auch noch – warum nicht mal was Neues? Vielleicht ein Linux, dem Ihr beim Start Euren eigenen Look verpasst? Wie wär’s mit dem schlanken, schicken Bodhi Linux? Das auf Ubuntu basierende System folgt dessen LTS-Releases (Long Term Support), erscheint daher nur alle zwei Jahre neu und Support wird jeweils für fünf Jahre geboten, das erspart schon mal Upgrade-Stress. Zudem ist Bodhi nur mit einem Minimum an Programmen ausgestattet und entsprechend schlank, wieder ein Pluspunkt. Das eigentliche Highlight: Beim Start konfiguriert Ihr mit einem simplen Wizard den Enlightenment Desktop nach Euren Wünschen.

Startet einfach mal die ISO-Datei in einer virtuellen Maschine oder als Live-System und spielt mit den Einstellungen herum – es ist großartig! Es lassen sich komplett blanke Desktops realisieren, die alles über das Kontextmenü regeln, Eye-Candy-Oberflächen mit Widgets, Docks, Effekten und so weiter und selbst Tablet-optimierte Versionen sind möglich – aber seht selbst:

Wundervoll: Die puristische Variante mit viel Platz für Icons.

Eye Candy, Klickibunti, wie auch immer – ein moderner Desktop und allemal besser als Unity.

Auch Tablet-/Touch-Nutzer sind mit Bodhi gut bedient.

Und hier noch das Setup für alle drei in Aktion:

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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