Ihr wollt Euer DE-Mail-Konto bei der Telekom löschen? Wir sagen Euch, wie es geht.

Aller Diskussionen zum Thema Datenschutz im Internet zum Trotz: Das Bürokratie-Meisterwerk DE-Mail ist eine technische Totgeburt. Zu komplex, zu umständlich, um ernsthaft als Mailkonten-Ersatz herzuhalten – auch wenn es als „Sicher wie Briefpost, einfach wie E-Mail“ beworben wird. Diese Zwitterei sorgt, wie immer, dafür, dass das Produkt vor allem eines ist: Unpraktisch.

DE-Mail: Ein bürokratisches Meisterwerk.

Nun hatte ich selbst auch eine DE-Mail-Adresse – für die Registrierung winkte ein 60-Euro-Amazon-Gutschein, den ich auch tatsächlich bekommen habe. Genutzt habe ich den Dienst aber nicht, weil ich nicht noch eine Mailadresse benötige. Sicher: DE-Mail bietet größtmögliche Sicherheit, doch die scheitert nicht nur an den lästigen Bedienung, umständlichen Anmeldeprozessen und der nervigen Registrierung, sondern vor allem an der Tatsache, dass die Vergabe der Mailadresse nach dem Schema Vorname.Nachname@t-online.de-mail.de vergeben wird – und ich persönlich verabscheue Mailadressen, die so unnötig komplex sind. Deshalb entschied ich mich, das Konto wieder zu löschen, zumal ich es, trotz heftiger Versuche, mich damit anzufreunden, sowieso nie verwendet habe.

Mein DE-Mail-Konto: Öd und leer.

DE-Mail-Adresse bei T-Online löschen – so geht’s
Ruft zunächst das Telekom-Kundencenter auf und loggt Euch da mit den Zugangsdaten ein, die Ihr im Rahmen Eurer DE-Mail-Erstellung angegeben habt. Das sind NICHT die Zugangsdaten zu DE-Mail, es handelt sich um ein zusätzliches Kundenkonto mit eigenem Passwort. Klickt hier auf „Dienste und Abos“, wählt „DE-Mail“ und klickt dort auf den Punkt, um das Konto zu löschen. Der Löschvorgang erfolgt – soviel zum Thema Sicherheit – ohne weitere Passwortabfrage, vielmehr reicht ein Klick auf „Ja“, um den Vorgang abzuschließen. Anschließend wird Euer DE-Mail-Konto auf „passiv“ geschaltet, Ihr könnt noch eine Weile Mails empfangen, jedoch keine mehr versenden. Nach drei Monaten wird es gelöscht.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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