Ein kleines Skript legt Dateien direkt im FTP-Ordner ab. Das ist nicht nur für Entwickler praktisch, sondern für alle, die viel mit FTP arbeiten.

Mit einem kleinen Skript könnt Ihr Dateien per Drag&Drop auf beliebige FTP-Speicher hochladen – direkt auf dem Desktop und ohne Anmeldedaten eingeben zu müssen. Dabei handelt es sich um eine einfache Windows-Batch. Praktisch ist das etwa, wenn Ihr regelmäßig Dateien Eurer Website aktualisiert, den FTP-Server als Online-Speicher nutzt oder auf fremden Rechnern eine schnelle Upload-Lösung benötigt, da die Upload.bat auch auf einem USB-Stick liegen kann. Zudem wird FTP häufig selbst dann unterstützt, wenn andere Dienste nicht verfügbar/freigeschaltet sind. Legt also eine Datei namens, beispielsweise, Upload.bat an, öffnet sie mit einem Texteditor (Notepad) und kopiert folgenden Code hinein:

@echo off
echo user der-ftp-nutzername> tempftp.dat
echo ftp-passwort>> tempftp.dat
echo bin>> tempftp.dat
echo cd /www/mein-verzeichnis/>> tempftp.dat
echo put %1>> tempftp.dat
echo quit>> tempftp.dat
ftp -n -s:tempftp.dat deine-ftp-adresse.de
del tempftp.dat

Und so funktionierts: Zunächst wird der Nutzername (anpassen!) in die Datei „tempftp.dat“ geschrieben, dann das FTP-Passwort (anpassen!) hinzugefügt, dann die Anweisung „bin“ zum Hochladen von Binärdateien. Mit der „cd“-Anweisung könnt Ihr optional in ein anderes Verzeichnis wechseln, standardmäßig landet Ihr im für den Nutzer festgelegten Stammverzeichnis – die Zeile könnt Ihr sonst komplett löschen. Mit „put %1“ wird die per Drag&Drop übergebene Datei (%1) festgelegt und als letzte Anweisung wird „quit“ in die tempftp.dat geschrieben, um ftp nach dem Upload wieder zu beenden. Die ftp-Zeile ist dann der eigentliche Aufruf des Windows-eigenen FTP-Clients, dem die tempftp.dat übergeben wird, sowie die Adresse Eures FTP-Servers (anpassen!). Zu guter letzt löscht „del“ die tempftp.dat, die natürlich nur temporär gebraucht wird. Die Upload.bat legt Ihr nun einfach auf den Desktop und könnt Dateien direkt darauf ziehen.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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