Firefox-Profile spendieren Euch mehr Privatsphäre, mehr Performance und mehr Übersicht – mit dem simplen Schalter „-p“. Lohnenswert für jeden Firefox-User!

Bestimmt kennt Ihr das: Jemand will mal kurz an Euren Rechner, um Euch was im Netz zu zeigen, aber eigentlich wollt Ihr Dritte gar nicht an Euren Browser lassen – schließlich geben Suchvorschläge, Autovervollständigung und Chronik allerlei Infos über Euer Surfverhalten preis. Die Lösung ist simpel: Startet Firefox einfach mit einem Profil speziell für Gäste. Dort gibt es dann weder Favoriten, Chronik oder sonstige Spuren – sprich mehr Privatsphäre. Und wenn Ihr schon dabei seid: Wie wäre es mit einem Arbeits-Profil? Oder einem Social-Media-Profil? Es winken mehr Performance und mehr Übersicht!

Beim Gast-Profil geht es nur mehr Privatsphäre, bei Spezial-Profilen für Arbeit oder Spiele bekommt Ihr vor allem zweierlei: Mehr Performance und mehr Übersicht. Firefox war noch nie ein Performance-Wunder, der RAM-Verbrauch ist rekordverdächtig, und je mehr Daten sich im Profil ansammeln, desto schlimmer wird es. Wenn Ihr aber ein Profil beispielsweise nur für die Arbeit oder nur für Projekt XY nutzt, habt Ihr saubere Favoriten, nur die benötigten Add-ons, weniger RAM-Verbrauch, eine Chronik, die sich tatsächlich nutzen lässt, Sticky-Tabs, die Ihr auch wirklich benötigt, die Security- und Privatsphäre-Einstellungen, die angemessen sind und so weiter. Und das Beste: Es ist extrem simpel! Erstellt einfach eine Verknüpfung für Firefox, ruft die Eigenschaften auf und erweitert den Programmaufruf von firefox.exe mit der Option „-p“. Startet dann die Verknüpfung, um in den Profil-Manager zu gelangen, erstellt ein paar Profile, etwa für Gäste und Arbeit.

Mit einem Klick mehr könnt Ihr Profile auch über den Profile-Manager starten.

Anschließend kopiert Ihr die Verknüpfungen, öffnet wieder die Eigenschaften und setzt den Profilnamen hinter das -p, so dass der Aufruf etwa „…/firefox.exe -p gast“ lautet. Ruft Ihr Firefox nun über diese Verknüpfung auf, begrüßt Euch der Browser mit der Erster-Start-Meldung und Ihr könnt anfangen, Einstellungen, Add-ons und Favoriten anzupassen.

Ein separater Besucher-Firefox erspart Euch neugierige Blicke.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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