Die maximale Lautstärke beim SanDisk Clip Sport lässt sich mit einer Systemeinstellung erhöhen – dann reicht’s auch für das Hörbuch auf dem Rad!

Dass der SanDisk Clip Sport so seine Problemchen hat, haben wir im Test gesehen – aber zumindest für ein häufig beklagtes Problem gibt es eine (Not-)Lösung: Die maximale Lautstärke beim MP3-Player ist für viele Inhalte (Hörbücher!) und Umgebungen (Fahrrad, Bahn, etc.) schlicht zu gering. Gerade Hörbücher sind bisweilen von sich aus nicht sonderlich laut produziert, mit den Standardeinstellungen ließen sich einige im Test auf dem Rad partout nicht verstehen. Abhilfe schafft Replay Gain:

Replay Gain sorgt dafür, dass unterschiedliche Audiodateien in identischer Lautstärke wahrgenommen werden, ohne die Dateien zu verändern – mehr dazu bei Wikipedia. Das ist natürlich nicht immer gewollt, da zumindest Musikalben bisweilen absichtlich mal lauter, mal leiser produziert werden, etwa um Balladen dezenter zu machen. Aber zumindest bei Hörbüchern ist das ziemlich egal. Ihr findet die Einstellungen unter „Settings/System Settings/Replay Gain“: Stellt hier den Modus auf „Songs“, damit alle Titel identisch laut sind und schraubt den Pre-Gain-Wert dann ganz hoch. Das ganze hat dann immer noch keinen Rockkonzertlautstärkepegel, aber es düfte für die meisten Nutzer genügen.

Lautstärke zu niedrig? Replay Gain rauf drehen!

Replay Gain findet Ihr als Einstellung bei diversen Playern und Ihr könnt das Problem analog lösen. Replay Gain könnt Ihr übrigens auch manuell festlegen, beispielsweise mit dem Open-Source-Programm MP3Gain – unterstützen muss der Player Replay Gain natürlich immer noch.

Update: Wie Ihr im Kommentar von Dirk nachlesen könnt, handelt es sich bei der Lautsärkebegrenzung um eine EU-Richtlinie … die Sandisk-Anleitung zum Umstellen gibt es hier.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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