Metadaten von Fotos, wie Aufnahmedatum oder Kameramodell, lassen sich ganz einfach mit dem Quick EXIF Editor bearbeiten – auch in Stapelverarbeitung. 

Metadaten von Fotos sind nicht in Stein gemeißelt, sondern lassen sich selbstverständlich ändern. Daten wie Aufnahmezeitpunkt, Belichtung, Kameramodell etc. werden bei Kameras in der Regel in den EXIF-Daten festgehalten – was der Quick EXIF Editor macht, könnt Ihr Euch denken. Das kostenlose Werkzeug lädt mehrere Bilder gleichzeitig und Ihr könnt alle EXIF-Werte nach belieben anpassen, in eine Warteschlange einreichen und über den Speicher-Dialog lassen sich die Ergebnisse auf Wunsch auch gleich komprimieren (zum Beispiel für den Upload ins Netz).

Hauptfenster

Der Quick EXIF Editor ist nicht gerade schick – aber im Gegensatz zu vielen anderen EXIF-Tools kann dieses auch wirklich alle EXIF-Daten verarbeiten. Ihr könnt im Öffnen-Dialog mehrere Bilder markieren, indem Ihr mit der Maus einen Bereich auswählt oder mit gedrückter Strg-Taste Dateien per Mausklick zur Auswahl hinzufügt. Anschließend finden sich die einzelnen Bilder über den kleinen Pfeil, direkt neben dem Open-Button. Die EXIF-Daten erscheinen hier (leider) nicht alle auf einmal – Ihr müsst das gewünschte aus dem Drop-Down-Menü wählen. Wenn Ihr eine Änderung durchgeführt habt, fügt Ihr sie zur Warteschlange hinzu (Add to queue). Wenn Ihr fertig seid, schließt Ihr über „Commit change(s)“ ab.

Nicht schön, aber simpel und vor allem: Alle EXIF-Daten können geändert werden.

Warteschlange

In der Warteschlange findet Ihr alle Aufgaben – und könnt noch nachträglich Anpassungen vornehmen.

Die Queue/Warteschlange ist praktisch, wenn Ihr viele manuelle Änderungen vornehmen müsst.

Speichern und komprimieren

Beim Speichern müsst Ihr entscheiden, ob die Bilder als Kopie gespeichert und gegebenenfalls komprimiert werden sollen und letztlich, ob das Änderungsdatum der Datei bleiben, auf Heute oder den EXIF-Tag gesetzt werden soll.

Bonus: Komprimieren.

Für alle Hardcore-EXIF-Arbeiter: Das EXIFTool ist eine Alternative für die Kommandozeile – sehr mächtig, perfekt für Stapelverarbeitung, aber eben ohne GUI. Und wer es bunter mag: Exifer ist etwas zugänglicher (wenn auch völlig veraltet), ändert aber nicht alle EXIF-Werte.

Bunter, kann aber weniger.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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