Experience Sampling klingt merkwürdig und die zugehörige Open Source App BeepMe schreit zunächst nach Esoterik … BeepMe meldet sich in zufälligen Intervallen und fordert Euch auf, Eure aktuelle Stimmung mittels Überschrift, Beschreibung, Tags und Foto festzuhalten. Das ganze kann dann noch als SQLite-Datenbank exportiert werden und das war es auch schon. Ziel des ganzen ist aber kein pingeliges Protokoll Eurer Stimmung, sondern eine Möglichkeit, Nutzererfahrung zu analysieren.

Experience Sampling klingt merkwürdig und die zugehörige Open Source App BeepMe schreit zunächst nach Esoterik … BeepMe meldet sich in zufälligen Intervallen und fordert Euch auf, Eure aktuelle Stimmung mittels Überschrift, Beschreibung, Tags und Foto festzuhalten. Das ganze kann dann noch als SQLite-Datenbank exportiert werden und das war es auch schon. Ziel des ganzen ist aber kein pingeliges Protokoll Eurer Stimmung, sondern eine Möglichkeit, Nutzererfahrung zu analysieren.

Das Thema läuft auch unter Event Sampling Methodology (ESM) und könnte beispielsweise dabei helfen aufzuzeigen, wie die Stimmungslage der Mitarbeiterschaft oder von Vergnügungsparkbesuchern oder ähnlichen Gruppen durch Events wie Mittagessen, Sonnenuntergang, 15:34 Uhr oder sonstetwas beeinflusst wird. Praktisch wären dafür natürlich frei programmierbare Zeiten, BeepMe arbeitet aber nur per Zufall. Alternativ können derartige Daten im Zuge der Discrete Event Simulation (DES) in späteren Interviews genutzt werden. In beiden Fällen geht es schlicht darum, Abhängigkeiten zwischen Ereignissen und Stimmungen zu analysieren und zu modellieren.

Haltet Eure Stimmung auf Befehl fest – per Bild, Tags und Text.

Für Endnutzer ist BeepMe mäßig interessant, für Usability Researcher, Soziologen und dergleichen aber sehr wohl.

Alles Wichtige zum Open Source App Store F-Droid zeigen wir Euch hier.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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