Als NAS-Besitzer solltet Ihr die Netzwerkspeicher regelmäßig auf Sicherheitsprobleme checken. Wir zeigen Euch, wie das auf Synology-NASen funktioniert.

So eine NAS ist in erster Linie ein Netzwerkspeicher – aber eben auch soooooooo viel mehr. Mittlerweile laufen auf den Netzwerkfestplatten ungeheuer komplexe Betriebssysteme, etwa der Synology Disk Station Manager von Synology. Und wo viele Möglichkeiten, Netzwerktechnologien und komplexe Betriebssysteme zusammenkommen, sind Sicherheitsprobleme meist nicht weit entfernt. Synology bietet in der aktuellen Version des DSM aber eine praktische Hilfestellung an, um potenzielle Schwachstellen in der Konfiguration Eurer NAS aufzuspüren und im Idealfall auch gleich zu beseitigen.

Sobald Ihr Eure Synology-NAS auf die aktuelle Version des Disk Station Managers aktualisiert habt, steht Euch im Hauptmenü der neue Eintrag „Sicherheitsberater“ zur Verfügung. Startet diesen, um den aktuellen Zustand Eurer Synology-NAS zu analysieren. Loggt Euch also ins Backend Eurer NAS ein und startet das Programm. Klickt dann auf der Startseite des Sicherheitsberaters auf „Scannen“.

Sicherheitsprobleme  im Handumdrehen aufdecken

Nach kurzer Zeit zeigt der Synology-Sicherheitsberater das Ergebnis der Analyse sortiert nach verschiedenen Kategorien an. Unter anderem prüft der Sicherheitsberater auf eventuell auf der NAS lagernde Viren- und andere Schadprogramme, weist auf eventuell vorhandene Sicherheitsupdates hin und  überprüft, ob Eure Netzwerkeinstellungen den aktuellen Sicherheitsempfehlungen Stand halten.

Auf der Übersichtsseite informiert Euch der Berater über mögliche Sicherheitsprobleme

Ist alles in Ordnung, teilt Euch das Tool das mit einem beruhigenden grünen Hintergrund samt freundlichen Häkchen mit. Findet der Berater hingegen Sicherheitsprobleme auf Eurer NAS, solltet Ihr diese näher untersuchen.  Klickt dazu doppelt auf den problematischen Eintrag, um in die Detailansicht zu gelangen. Hier klickt Ihr nacheinander auf die potenziell gefährlichen Ergebnisse. Der Sicherheitsberater von Synology liefert dann ausführliche Erklärungen über das Wieso und Warum der Sicherheitsprobleme. Außerdem erhaltet Ihr auch gleich die passende Anleitung dazu, wie Ihr die falschen Einstellungen korrigieren könnt. Leider ist hier manuelles Eingreifen erforderlich, eine „1-Klick-Lösung“ bietet der DSM in der aktuellen Version 6 (noch) nicht.

Die Detailansicht gibt Tipps zur Behebung der Schwachstellen

Die erweiterten Einstellungen des Synology-Sicherheitsberaters

Klickt Ihr links auf „Erweitert“, könnt Ihr das Analyseverhalten des Sicherheitsberaters noch weiter anpassen. Besonderst interessant ist dabei die Option „Sicherheitsrichtlinie“. Hier legt Ihr fest, ob Ihr Eure NAS unter den Aspekten der privaten oder beruflichen Nutzung auf Sicherheitslücken scannen möchtet – letztere Einstellung ist dabei natürlich etwas schroffer. Außerdem könnt Ihr einen regelmäßigen Scan planen. Das lohnt sich besonders, wenn Ihr Eure NAS so konfiguriert habt, dass sie Euch bei wichtigen Ereignissen per E-Mail informiert. Wie das geht, zeigen wir Euch hier.

Hier passt Ihr die erweiterten Einstellungen an

Alles in allem eine runde Sache, die Synology da für die hauseigenen NASen anbietet. Noch mehr Tipps und Tricks zu den Funktionen der Synology-NAS-Systeme findet Ihr wie immer auf unserer Übersichtsseite.

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Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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