Der Rechner ist abgeschmiert und die Daten sind weg? Wer einen Systemrettungs-USB-Stick besitzt, sollte solche Sorgen nicht haben. Wir zeigen, wie’s geht.

Wenn nichts mehr geht, ist es immer sinnvoll, ein Rettungssystem auf USB-Stick zur Hand zu haben. So etwas kommt häufiger vor, etwa dann, wenn der PC nicht mehr starten will oder Windows aus irgendeinem Grund den Dienst versagt. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, ein Rettungssystem zur Hand zu haben, das Festplatten reparieren und Daten notfalls auf einem externen Laufwerk sichern kann. Wir zeigen Euch, wie Ihr mithilfe von Unetbootin und der kostenlosen Linux-Rettungs-CD SystemRescueCD einen startfähigen USB-Stick erstellt, mit dem Ihr im Notfall gegen Datenverlust gewappnet seid.

1. USB-Stick vorbereiten und UNetBootIn starten

Ladet zunächst die ISO-Datei der SystemRescueCD und Unetbootin herunter. Installiert letzteres auf Eurem PC und startet das Programm. Steckt nun einen formatierten USB-Stick mit mindestens 512 MB Speicher an Euren Rechner und startet anschließend Unetbootin. Markiert den Menüpunkt „Abbild“ und wählt als Quelle die ISO-Datei der System-Rescue-CD aus. Unter „Typ“ wählt Ihr „USB-Laufwerk“ und anschließend den Stick, auf dem die Systemrettung installiert werden soll. Klickt anschließend auf „OK“.

Unetbootin hilft bei der Installation der Systemrettungs-Tools auf USB-Stick…

2. Stick mit UNetBootin erstellen

Unetbootin erstellt jetzt den Systemrettungs-Bootstick, was eine Weile dauern kann.

… und kopiert die entsprechenden Daten von der ISO-Datei.

3. Kopiervorgang beenden

Nach Abschluss der Installation auf dem Stick meldet Unetbootin, dass der Vorgang abgeschlossen ist. Ihr könnt den Stick jetzt testen, indem Ihr den PC direkt mit Klick auf „Jetzt neustarten“ neu startet und im BIOS die USB-Bootfunktion auswählt. Alternativ könnt Ihr erst einmal normal mit Windows weiterarbeiten, indem Ihr auf „Beenden“ klickt.

Nach der Erstellung könnt Ihr den Rechner neu starten…

4. Rettungssystem testen

Wenn das Startmenü der SystemRescueCD beim Rechnerstart angezeigt wird, habt Ihr alles richtig gemacht: Euer Rettungsstick ist funktionsfähig und einsatzbereit. Ihr köbnt ihn jetzt direkt einsetzen, um Daten zu retten, Viren mit dem Opensource-Virenscanner ClamAV zu entfernen oder andere Wartungsarbeiten ohne Betriebssystem durchzuführen. Fahrt den Rechner anschließend herunter, entfernt den Stick und bewahrt ihn an einem sicheren Ort auf, damit Ihr ihn bei Bedarf zur Hand habt. Ab und zu solltet Ihr außerdem einen neuen Stick mit der aktuellsten Version der SystemRescueCD erstellen.

… und das Rettungssystem ausprobieren.

Über den Autor

Christian Rentrop

Technikjournalist und Schreiberling aus Überzeugung. Schon als Zweitklässler 1986 mit dem Amstrad CPC angefixt, habe ich mich immer für Computer und Technik interessiert und finde: Computer sind nichts, wovor man Angst haben sollte.

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