Backups sind nervig, lästig – und überlebenswichtig. Ob Ihr nun eine umfangreiche Systemoperation wie das Upgrade auf Windows 10 durchführt oder Ihr einfach nur eine Sicherung eines laufenden Windows-Systems für den Ernstfall benötigt: Wer kein Backup durchführt, darf sich niemals über Datenverlust beschweren. Im Vergleich zu Apples Time Machine sind die Windows-eigenen Sicherheitsmaßnahmen leider ein wenig rudimentär ausgefallen. Doch glücklicherweise gibt es eine Reihe hervorragender und sogar kostenloser Lösungen, mit denen Ihr mit wenigen Klicks ein Backup von Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10 anfertigen könnt. Wir zeigen Euch, wie es geht!

Backups sind nervig, lästig – und überlebenswichtig. Ob Ihr nun eine umfangreiche Systemoperation wie das Upgrade auf Windows 10 durchführt oder Ihr einfach nur eine Sicherung eines laufenden Windows-Systems für den Ernstfall benötigt: Wer kein Backup durchführt, darf sich niemals über Datenverlust beschweren. Im Vergleich zu Apples Time Machine sind die Windows-eigenen Sicherheitsmaßnahmen leider ein wenig rudimentär ausgefallen. Doch glücklicherweise gibt es eine Reihe hervorragender und sogar kostenloser Lösungen, mit denen Ihr mit wenigen Klicks ein Backup von Windows 7, Windows 8.1 oder Windows 10 anfertigen könnt. Wir zeigen Euch, wie es geht!

Für unser Windows-Backup nutzen wir die kostenlose Free-Edition von Macrium Reflect. Das Programm kann so genannte Images Eures gesamten Systems oder auch der für Windows benötigten Festplatten erstellen. Das beste daran: Macrium Reflect bietet die Möglichkeit, einen Rettungs-Datenträger zu erstellen, mit dem Ihr Notfalls ein nicht mehr funktionierende Windows-Installation reparieren oder eben ein erstelltes Backup zurückspielen könnt.

Im Gegensatz zur kostenpflichtigen Pro-Version von Macrium Reflect könnt Ihr mit der Gratis-Ausgabe leider keine automatischen Backups einrichten. Davon abgesehen bietet die Free-Edition aber alle wichtigen Features, die eine Imaging-Lösung unter Windows benötigt. Seit Version 6 erlaubt Macrium Reflect Free auch das Erstellen von differenziellen Backups. Die Folge: Das Programm sichert nach dem ersten Backup nur noch die veränderten Dateien, was den Backup-Vorgang deutlich beschleunigt.

Die Free-Edition von Macrium Reflect macht es einfach, Windows-Backups zu erstellen

Für das Backup mit Macrium Reflect benötigt Ihr faktisch nur einen Speicherort mit genug freien Platz (dazu kann wahlweise eine externe Festplatte oder auch eine NAS genutzt werden) sowie einen USB-Stick für das Recovery-Medium. Letzterer braucht gerade einmal 1 GB Kapazität, sodass Ihr auch irgend einen alten Werbegeschenk-Stick verwenden könnt.

Bevor wir mit unserer Backup-Anleitung loslegen noch ein kleiner Hinweis: Wir zeigen Euch die Bedienung von Macrium Reflect in einer virtuellen Maschine. Das macht die Screenshot-Erstellung etc. deutlich einfacher. Ich persönlich habe Macrium Reflect Free aber schon seit einiger Zeit im Einsatz und habe auch schon eine Worst Case-Wiederherstellung damit durchgeführt.

1. Macrium Reflect Free installieren

Ladet Euch die aktuelle Version von Macrium Reflect von der Homepage des Tools herunter. Während der Installation bietet Euch das Programm an, die aktuelle Recovery-Umgebung für das Rettungsmedium von Microsoft herunterzuladen. Das solltet Ihr auf jeden Fall annehmen, auch wenn der Download von rund 500 Megabyte eine Weile dauert.

2. Rettungsmedium erstellen

Gleich beim ersten Start fragt Euch Macrium Reflect, ob Ihr ein Rettungsmedium erstellen möchtet. Bejaht Ihr dies, startet der „Rescue Media Wizard“. Klickt im ersten Schritt auf „Next“. Im zweiten Schritt bietet Euch das Programm an, bei Bedarf bestimmte Treiber in den Stick einzubinden. In der Regel genügt hier aber die Vorauswahl; klickt also wieder auf „Next“. Schließt nun den USB-Stick an und wählt im letzen Schritt bei „USB Device“ den passenden Stick aus. Achtet darauf, dass Ihr den richtigen Eintrag auswählt, denn die Daten auf dem Stick (oder was auch immer Ihr sonst wählt) werden komplett gelöscht! Mit einem Klick auf „Finish“ erstellt Ihr das Rettungsmedium für das Backup.

3. Windows-Backup starten

Mit dem Rettungsmedium seid Ihr für den Ernstfall vorbereitet. Zeit, ein Windows-Backu einzurichten. Sollte etwas schief gehen (zum Beispiel beim Upgrade auf Windows 10), könnt Ihr damit jederzeit zu einem funktionierenden Windows zurückkehren. Dafür müsst Ihr natürlich erst einmal ein Backup anlegen. Klickt dazu im Menübereich auf die Schaltfläche „Create an Image of the partition(s) required to backup and restore windows“.

4. Windows-Backup einrichten

In diesem Einrichtungsassistenten sind die nötigen Laufwerke für die Sicherung bereits automatisch ausgewählt. Ihr müsst dem Programm aber noch mitteilen, wohin es das Backup speichern soll. Klickt dazu auf „Folder“ und wählt über die drei Pünktchen den Ordner auf der externen Festplatte aus, in dem Ihr die Sicherung speichern möchtet. Klickt dann zweimal auf „Next“. Dadurch überspringen wir zwar die Einstellungen für ein regelmäßiges Backup, doch die können wir in diesem Fall ignorieren.

5. Windows-Backup durchführen

Bevor es losgeht, zeigt Macrium Reflect Free noch eine Zusammenfassung der Einstellungen an. Seid Ihr damit zufrieden, klickt auf „Finish“, um das Backup zu starten. Wartet nun, bis das Backup durchgelaufen ist.

Herzlichen Glückwunsch, Ihr habt Eure Windows-Installation gesichert. Fühlt sich doch gar nicht so schlecht an, oder 😉 ? Nun könnt Ihr im Ernstfall ein defektes Windows reparieren, ein Downgrade von Windwos 10 durchführen oder einfach nur ruhiger schlafen,

Demnächst zeigen wir Euch, wie Ihr die auf diese Weise gesicherten Daten im Ernstfall wiederherstellen könnt. Bis dahin gibt es aber erst einmal noch ein paar neue Anleitungen und Tipps rund um Windows 10 – mit einem Backup in der Hinterhand lässt sich das neue System auch mit einem ruhigeren Gewissen installieren 🙂

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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