Als Windows-User solltet Ihr immer ein Wiederherstellungslaufwerk auf einem USB-Stick zur Hand haben. Wir zeigen Euch, wie Ihr es für Windows 10 erstellt.

Ein USB-Wiederherstellungslaufwerk gehört auch unter Windows 10 in jede PC-Schublade. Zwar lässt sich das aktuelle Microsoft-System recht zuverlässig mit Bordmitteln zurücksetzen und reparieren, ein USB-Stick ist aber eine weitere Absicherung. Über einen Wiederstellungs-Stick könnt Ihr bei Problemen mit Windows 10 Euren PC booten und Windows im Idealfall wieder fit machen. Wir zeigen Euch, wie Ihr ein passendes Wiederherstellungslaufwerk erstellt.

1. Passenden USB-Stick vorbereiten

Für ein Win-10-Wiederherstellungslaufwerk benötigt Ihr natürlich als erstes einen passenden USB-Stick. Dieser sollte laut Windows mindestens 16 Gigabyte fassen, damit alle wichtigen Daten darauf passen. Vielleicht lag es an mir, aber in meinen Tests mit einem funktionierenden 16er-Stick hat der Vorgang nicht funktioniert. Greift also besser gleich zu einem USB-Stick mit 32 Gigabyte – viel teurer sind diese zum Glück nicht mehr. Beachtet, dass der Stick bei der Erstellung des Rettungs-Mediums komplett gelöscht wird. Sichert also vorher eventuell vorhandene Dateien vom Stick an andere Stelle.

Für ein Wiederherstellungslaufwerk solltet Ihr einen 32 GB großen USB-Stick verwenden

2. Wiederhellungs-Tool öffnen

Die eigentliche Erstellung des USB-Wiederherstellungslaufwerk erfolgt unter Windows 10 genauso, wie wir es Euch schon für Windows 8 gezeigt haben. Öffnet zunächst das Startmenü von Windows 10 und gebt „Wiederherstellung“ ein. Klickt dann auf den Eintrag  „Wiederherstellungslaufwerk erstellen“.

3. Systemdateien mitsichern

Windows startet nun den Assistenten, mit dem Ihr das Wiederherstellungslaufwerk erstellen könnt. Aktiviert hier unbedingt den Punkt „Sichert die Systemdateien auf dem Wiederherstellungslaufwerk“. Dadurch stellt Ihr sicher, dass Ihr mit dem USB-Stick eine defekte Windows-10-Installation reparieren könnt.

4. USB-Stick anschließen und auswählen

Schließt nun den USB-Stick Eurer Wahl an den PC an und klickt auf „Weiter“. Sobald Windows 10 den Stick erkannt hat, könnt Ihr ihn im nächsten Schritt auswählen. Auch hier noch einmal der Hinweis: Der Stick wird im nächsten Schritt vollständig gelöscht. Habt Ihr also noch wichtige Daten auf dem Stick, sichert sie jetzt 🙂

5. Wiederherstellungslaufwerk erstellen

Alles bereit? Dann klickt im letzten Schritt auf „Erstellen“ und ab dafür. Windows formatiert nun den USB-Stick, kopiert alle wichtigen Daten und macht ihn abschließend bootfähig. Der Vorgang dauert einige Minuten, in denen Ihr Euren PC am besten ungestört arbeiten lasst.

6. Optional: Wiederherstellungspartition vom PC löschen

Sobald Euer Stick fertig ist, bietet Euch Windows 10 eventuell  noch an, eine vorhandene Wiederherstellungpartition von Eurer Festplatte zu löschen – die nötigen Daten befinden sich ja nun auf dem Stick. Bejaht Ihr die Nachfrage, könnt Ihr einige Gigabyte Plattenplatz zurückgewinnen. Bewahrt in diesen Fall den USB-Stick aber gut auf, da Ihr sonst Probleme beim Zurücksetzen von Windows 10 bekommen könnt. Fairerweise macht es Microsoft bei Windows 10 deutlich einfacher, das System im Notfall als ISO herunterzuladen und damit eine Neuinstallation durchzuführen. Gaaaaaanz so dramatisch muss der Verlust des Sticks also nicht sein – vermeiden will man es aber dennoch 🙂

Um vom Wiederherstellungslaufwerk zu starten, müsst Ihr die Boot-Reihenfolge Eures PCs oder Laptops umschalten. Das funktioniert in der Regel, indem Ihr beim Startvorgang eine Taste drückt, beispielsweise „F11“ oder „F2“. Da hier aber wirklich jeder Hersteller einen anderen Weg geht, müsst Ihr im Zweifel im Handbuch nachschlagen oder im Internet suchen, wie Ihr das Starten vom USB-Stick aktiviert. Nach dem Start hilft Euch der Wiederherstellungs-Stick dabei, eine defekte Windows-10-Installation zu reparieren. Neben den vorgegebenen automatischen Optionen könnt Ihr dabei beispielsweise auch die „alten“ Kommandozeilentricks ausprobieren, die schon Windows 7 und Windows 8.1 fit gemacht haben. Ehrlich gesagt habe ich mir die diversen Rettungsfunktionen für Windows 10 bislang aber nur in der Theorie angeschaut, weil Win 10 auf meinen beiden Kisten erstaunlich rund läuft.

Im Idealfall braucht Ihr die diversen Funktionen zur Wiederherstellung von Windows 10 niemals

Mehr Windows-10-Tutos gefällig? Haben wir. Hier entlang bitte.

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

Sag' Deine Meinung