F-Droid ist ein App Store für Android, der ausschließlich Open Source-Programme anbietet – von Standard-Tools über Spiele bis zu reichlich obskuren Apps …

Bei F-Droid bekommt Ihr über 1.200 kostenlose Apps für Android, darunter auch Dutzende Multimedia-Programme, Spiele, Office-Tools und sonstige Software für den Alltag. Werbung werdet Ihr hier so gut wie gar nicht finden und wenn Apps auf unfreie (also nicht Open Source) Dienste oder Apps zugreifen, wird darauf hingewiesen. Ein großer Pluspunkt von F-Droid: Neben Anwendungen für die Massen gibt es allerhand nützliche, interessante oder einfach nur obskure Apps zu entdecken. Ein kleiner Ausblick gefällig? Chroma Doze erzeugt Rauschen gegen Tinnitus, Binaural Beats Therapy heilt Euch von Schmerzen, die ASCII-Cam taucht die Welt in schicke ASCII-Art, …

aGrep spendiert Euch Unix‘ Standard-Textsuchwerkzeug, der Bodha Converter konvertiert Binär-, Octal-, Dezimal, Hex- und ASCII-Werte, Cowsay lässt eine Kuh sagen, was Ihr wollt, Exalted Dicer erfreut AD&D-Freunde, das Game of Life spielt mit der Automaten-Theorie, Graph 89 emuliert alte Taschenrechner, bei Guess ratet Ihr eine Zahl und das supergute Manpages bringt Euch alle ’nix-Handbücher auf den Schirm – damit habt Ihr laaaaange was zu lesen.

Und damit Ihr nicht glaubt, F-Droid wäre nur Heimat von Nerd-Kram und digitaler Esoterik, hier ein paar persönliche Lieblinge aus dem F-Droid-Fundus: Das Zahlen-Puzzle 2048, der CalDAV-Client aCal, AdAway, Alarm Klock, androidVNC zur Fernsteuerung von PCs, BlitzMail für 1-Klick-Mail-Versand, Bushido Blocks zum Abreagieren, der 4chan-Viewer Chanu, Connect Bot für SSH-Verbindungen, Count it! zum Zählen, FAST zum Suchen von Apps, Ghost Commander als Dateimanager, Hangar für Shortcuts im Message-Bereich, K-9 Mail, die Leselampe Mr. White, orWall zum Anonymisieren, Muzei für künstlerische Hintergründe und seit kurzem G2L, mit dem Ihr per Geste Kontakte, Apps oder sonstwas starten könnt.
Übrigens: So schön F-Droid in vielerlei Hinsicht ist, gibt es auch (noch) zwei Dinge, die noch nicht ganz rund laufen. Zum einen sind die App-Beschreibungen meist sehr dürftig und ohne Bilder und zum anderen lassen sich Apps nur einzeln aktualisieren.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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