Ihr wollt Euren Posteingang in Thunderbird mit Filtern ordnen? Wir zeigen Euch, wie es geht.

Wir zeigen, wie ihr eingehende eMails in Thunderbird automatisch in passenden Unterordnern speichern lasst. So lassen sich bequem separate Posteingänge für bestimmte Absender oder Themen erstellen – und vor allem lassen sich so wichtige von weniger wichtigen Nachrichten trennen. Praktisch ist das etwa, um berufliche Nachrichten, private Konversationen und Newsletter oder dergleichen zu trennen. Und die Filterfunktion, mit der Ihr den Posteingang in Thunderbird mit Filtern ordnen könnt, ist bereits an Bord.

1. Ordner anlegen

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Für unser Beispiel wollen wir alle Nachrichten zum Thema Command & Conquer in einen separaten Ordner verschieben lassen – vermutlich aus Entäuschng über die Einstellung von Generals 2 … . Wie auch immer, legt zunächst einen neuen Ordner an. Wir nutzen „Generals“, entsprechend würden sich Ordner wie „Arbeitskollegen“, „Freunde“, „Fußball“, „Newsletter“ und so weiter anbieten.
Thunderbird-Filter

2. Filter aus Adresse

Ruft jetzt eine beliebige vorhandene Mail auf, die in eben jenen Ordner gehört und ruft das Kontextmenü des Absenders auf. Über „Filter erstellen aus“ wird nun der Filterassistent aufgerufen, der die Mailadresse gleich als Argument übernimmt.
Thunderbird-Filter

3. Filter anpassen

Standardmäßig setzt Thunderbird hier die Regel, dass Mails dieses Absenders betroffen sind. Wir wollen aber alle Mails zu Command & Conquer in einem Ordner versammeln, auch solche, die nicht von EA kommen. Über das Plus-Zeichen könnt ihr die Regel einfach um ein weiteres Argument erweitern und beispielsweise alle Mails filtern, die das Wort command im Betreff haben, wie hier im Beispiel. Allerdings solltet ihr in diesem Fall festsetzen, dass nur eine der Bedingungen erfüllt sein muss! Die Möglichkeit, die Filterung erst nach der Junk-Erkennung durchzuführen, ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn ihr irgendwelche Tests mit Junk durchführt oder absichtlich Werbung und Newsletter horten wollt. Im unteren Teil müsst ihr noch bestimmen, was mit den gefilterten Mails passieren soll, in unserem Fall lassen wir sie in den anfangs erstellten Unterordner verschieben.
Thunderbird-Filter

4. Filter ausführen

Nach der Filterkonfiguration landet ihr im Filter-Manager – den ihr natürlich auch direkt über das Extras-Menü erreichen und dort manuell Filter anlegen könnt! Jetzt solltet ihr aber erst einmal den Filter manuell ausführen, um das Postfach zu bereinigen und den Filter zu testen. Wenn hier nach der ersten Ausführung noch Mails im Posteingang übrig sind, die ihr lieber gefiltert hättet, müsst ihr den Filter etwas weiter spannen – Anregungen bieten die ignorierten Mails. Sind umgekehrt zuviele Mails herausgefiltert worden, muss der Filter kleinmaschiger werden, sei es durch mehrere Bedingungen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen oder längere, exaktere Schlagwörter.
Thunderbird-Filter

Tipp: Mit derlei Filtern lassen sich auch wunderbar mehrere vorhandene Konten zu einem zusammenführen! In der einfachsten Variante könnt ihr schlicht einen Filter anlegen, der alle Mails im Posteingang betrifft und diese in den Unterordner eines anderen Mail-Accounts kopiert. Wenn ihr beispielsweise eine private Mail-Adresse habt, eine vom Arbeitgeber, eine weitere für die Familie und viellicht noch eine, um euch bei halb-seriösen Diensten anzumelden, könntet ihr meine-sammel-mail@gmail.com anlegen und dort die Unterordner „Privat“, „Arbeitgeber“, „Familie“ und „Fake-ID“ anlegen, die dann jeweils die Mails einzelnen Konten beinhalten. Bei einem fetten Client wie Thunderbird auf dem Desktop lassen sich vier Konten zwar gut verwalten, aber auf Mobilgeräten oder beim schnellen Zugriff via Web-Oberfläche hat die zusammengeführte Variante Vorteile: Die Einrichtung geht schneller, ein einziger Login genügt, bei Diebstahl sind die Originalkonten noch unangetastet und so weiter. Nachteile gibt es freilich auch, etwa die verursachte Datenflut und Antworten vom Sammel-Konto werden standardmäßig mit eben diesem als Absender verfasst.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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