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11 kostenlose Android-Spiele ohne Werbung

Open-Source-Spiele sind besser als ihr Ruf – vor allem, weil es direkt zur Sache geht, ohne Menüs, Werbung, Geplänkel. Für Gelegenheitsspieler der Himmel!

Spiele für’s Smartphone gibt es reichlich – in der Kombination kostenlos und ohne Werbung wird es schon knapper. Der Open-Source-App-Store F-Droid bietet genau davon etliche Dutzend Titel und wir haben 10 11 gute Games herausgesucht. Grafikwunder oder enorme Spieltiefe solltet Ihr nicht erwarten. Wer zwischendurch ohne großes Trara ein wenig Spaß haben will, kommt aber auf seine Kosten.

Ihr findet alle Spiele bei F-Droid oder alternativ beim etwas hübscheren Fossdroid, der aber ebenfalls auf das F-Droid-Repository zugreift. Wenn Ihr mehr über F-Droid erfahren wollt, schaut mal hier.

Übrigens: Alle Spiele sind Singleplayer-tauglich! Und brauchen auch kein Internet.

UPDATE 20.02.2019: Top-10 auf Top-11 erweitert, plus drei weitere Open-Source-Spiele mit (minimaler) Werbung.

Tower Defense: Anuto TD

Anuto TD steht (irgendwie …) für Another Ugly Tower Defense – und ist genau das. Die Grafik ist simpel, die Animationen sind minimal und Waffen gibt es gerade mal vier. Zwar kann man einzelne Waffen aufrüsten und ihre taktische Ausrichtung ändern – aber man muss nicht. Und so bleibt ein simples Tower-Defense-Grundgerüst, das durchaus den Ehrgeiz anstachelt. Dank verschiedener Karten bleibt das Spiel auch dauerhaft kurzweilig. Der eigentliche Hammer sind aber die hand(nun, eher mund-)gemachten Soundeffekte …

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Tower Defense in reinster Form – Danke dafür!

Sidescroller: Pepper &Carrot …

Running Game lautet der Titel eines wirklich hübsch gezeichneten Sidescrollers, basierend auf den gleichnamigen Webcomics. Ihr hüpft mit einer Hexe, ihrer Katze und einem (fast) fliegenden Besen durch die Welt, bürstet garstige Insekten hinfort, weicht Säure aus – eben ein typischer Sidescroller. In diesem Fall allerdings mit enormem Schwierigkeitsgrad!

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Auch Open Source kann hübsch – wer hätte das gedacht.

Puzzle: 2048

Zu 2048 muss man vermutlich kaum noch etwas sagen – man schiebt halt gleiche Zahlen zusammen und versucht möglichst hohe Summen zu erzielen. Das schöne an dieser Variante: Es geht einfach sofort los, ohne überflüssige Klickerei.

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Eigentlich pure Sucht – schieben, schieben, schieben.

Strategie: DroidZebra

DroidZebra ist eine Reversi-Variante: Abwechselnd werden schwarze und weiße Steine gelegt. Gegnerische Steine, die in gerader Linie zwischen dem gelegten und einem anderen Stein des Spielers liegen, wechseln die Farbe. Wer am Ende mehr Steine auf dem Tisch liegen hat, gewinnt – und das ist schon mit der Standardeinstellung gar nicht so trivial.

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Sieht aus wie Go, isses aber nicht – aber es ist ebenfalls verdammt knifflig.

Mahjong: Free Shisen

Hier handelt es sich um eine simple, cleane Mahjong-Umsetzung. Unlösbar scheint das nie, aber es ist ungeheuer entspannend ;)

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So geht entspanntes Gaming – dazu ein Tässchen Tee.

Klassiker: Frozen Bubble

Auch hier gilt wieder: Gibts in hübscher, gibts in ausgeklügelter – aber farbige Objekte mit farbigen Kugeln abschießen bleibt farbige Objekte mit farbigen Kugeln abschießen … Und die Spieldynamik ist durchaus gelungen.

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Die Hundertmillionste Variante – warum nicht.

Farb-Puzzle: Open Flood

Open Flood hat enormes Suchtpotenzial, weil es nahezu unendlich viele Level gibt – und Ihr dürft jeden solange wiederholen, bis Ihr ihn geschafft habt. Müsst Ihr aber nicht. Es beginnt oben links: Ihr wählt einfa Farbe, die an den Block oben links angrenzt und er wechselt zu dieser Farbe. Und das macht Ihr so lange, bis das ganze Feld einfarbig ist. Allerdings habt Ihr dafür nur magere 31 Züge Zeit!

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Absolutes Top-Spiel – mit genügend Levels für Jahrzehnte.

Arcarde: Seafood Berserker

Fische und sonstiger Kram aus dem Meer fliegt hoch und Ihr zerfetzt sie in der Luft mit einem virtuellen Schwert – samt Combos und gelungener Soundeffekte. Es ist arg simpel gehalten (und ich persönlich kann diesem Spielprinzip nicht viel abgewinnen, auch nicht, wenn es Früchte sind), genügt aber, um sich kurzfristig abzureagieren …

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Gut für die kleine Aggression zwischendurch, scheisse für Screenshots …

Sehr Deutsch: XSkat

XSkat ist eine furzpiepeinfache Skat-Umsetzung mit absolut fairer KI – ein Korn und ein Pils dazu, ein Mettende und schon fühlt man den 80er Jahre Muff :/ Spaß bei Seite, XSkat macht Spaß.

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Einfach und mit guter KI.

Großartig: ReGeX

OK, wer das toll findet – nun, vermutlich sind wir dann schon zu zweit. Bei diesem Spiel werden Euch zufällige Zeichenketten vorgegeben und Ihr müsst Reguläre Ausdrücke bauen, die auf zwei davon passen, auf die anderen beiden nicht. Na gut, man könnte auch sagen, das sei mehr ein Vokabeltrainer denn ein Spiel, aber egal, es sorgt definitiv dafür, dass Ihr während des Spielens vollends abgelenkt seid! Und Regexen sind hilfreich: Zum Umbenennen von Dateien zum Beispiel.

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[a-z]*\D

Putzig: Apple Flinger

Ihr werft Äpfel auf Klötzchengebilde und putzige Vögelchen – hmmmm, irgendwie bekannt ;) Apple Flinger sieht für ein Open-Source-Spiel wirklich super aus, hat einen vernünftigen Schwierigkeitsgrad und ordentliche Physik – es macht einfach Spaß, ohne große Tiefe. Es dürfte nur ein wenig fixer sein – Ungeduldige finde es vielleicht etwas nervig.

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Auch Open Source kann hübsch: Apple Flinger – kommt Euch bekannt vor, oder?

4 Gewinnt für Erwachsene: Brainstonz (Werbung)

Upps, da gibt es doch mal ein Open-Source-Spiel bei F-Droid, das Werbung zeigt – allerdings nur statische Bilder für 2 Sekunden beim Start, nichts, was groß stört. Brainstonz ist so eine Art 4 Gewinnt für Erwachsene, mit etwas mehr Spieltiefe. Ihr müsst eine Reihe bilden, bei folgendem Spielverlauf: Spieler 1 setzt einen Stein, von da an setzen beide abwechselnd zwei Steine – wird ein Stein auf Symbol gesetzt, das anderswo bereits von einem anderen Eurer Steine besetzt ist, dürft Ihr noch einen gegnerischen Stein wegnehmen.

brainstonz
Brainstonz macht vor allem schnell süchtig.

Rubik’esk: Hungarian Rings (Werbung)

Das Prinzip kennt Ihr vom Rubik-Würfel: Ihr müsst alle farbigen Kügelchen fein säuberlich sortieren. Dafür könnt Ihr die beiden Ringe in beide Richtungen verschieben und damit die Kügelchen an den beiden Schnittstellen austauschen. Das klingt vielleicht einfach, artet aber in ziemlich lange Drehorgien aus – für Fans von 2048 definitiv einen Versuch wert! Werbung gibt’s auch hier wieder nur in Form von 2-Sekunden-Bildern beim Start.

hungarian rings
Persönlich bin ich kein Rubik’s-Fan, aber es ist ein gut gemachter Farb-Puzzler.

Welteroberung: DiceOverflow (Werbung)

DiceOverflow sieht ehrlich gesagt ziemlich schwach aus, aber man will einfach immer weiter klicken … Ihr beginnt mit zwei „Würfeln“ mit der Punktzahl 5 – per Tap wird hochgezählt. Max 6 Punkte kann ein Feld fassen (wie eben ein Würfel). Wird abermals geklickt, wird aus der 6 eine 3 und die übrigen 4 Punkte werden als jeweils 1 an die vier umliegenden Felder verteilt. Grenzen fremde Felder also an ein 6er-Feld und wird dieses hochgezählt, übernehmt Ihr das gegnerische Feld samt Punktzahl. Klingt wirr? Vermutlich … Aber genau da liegt der Reiz: Das Finden der richtigen Strategie, indem man die Spielmechaniken verstehen lernt – durch Spielen. Eigentlich klassisch ;) Werbung: Abermals statische Bilder beim Start, kein Gewimmel, nichts im Spiel – bislang zumindest.

diceoverflow
DiceOverflow ist nicht hübsch, aber das Konzept ist großartig.

Ihr findet bei F-Droid natürlich auch die üblichen Klone von Klassikern wie Tetris, Space Invaders oder Arkanoid, eine ganze Reihe an Emulatoren sowie viele kleine innovative Spiele – keine riesen Titel mit Monstergrafik, aber genug für ein paar Stunden Daddelei. Ach, und natürlich gibt’s dort auch Quake I und II, wie auch anders.

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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2 Kommentare

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  • Interessanter Artikel der sich mal nicht mit den neusten Hype beschäftigt, sondern mal so ein bischen Perlentauchermäßig unterwegs ist.

    2 Spiele davon befinden sich auch auf meinen UbPorts-Tablet (Ubuntu)
    xskat gehört bei mir zu jeder Linux-Installation. Trotz 80er-Jahre Muff :-)

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