Videoschnitt, Effekte und Übergänge – mit OpenShot geht das endlich einfach, professionell, kostenlos und unter Windows, Mac und Linux. Die Basics:

Videoschnitt war lange Zeit noch eine Domäne kommerzieller Software – aber das gilt nicht mehr. Spätestens seit es OpenShot auch für Windows gibt, lassen sich Schnitte, Übergänge und Effekte kostenlos, plattformunabhänig und einfach umsetzen. Wir zeigen Schritt für Schritt genau diese drei Basics.

1. Projektdateien laden

Zunächst zieht Ihr die gewünschten Video-, Bild- und Audiodateien in das Projektfeld – startet Ihr das Projekt später neu, sind auch die Dateien wieder da. Apropos: Unter Windows neigt OpenShot ab und an zu Abstürzen. Das ist nicht weiter wild, da das Projekt in der Regel wiederhergestellt wird, aber Ihr solltet dennoch regelmäßig speichern.

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Projektdateien hinzufügen.

2. Clips in Timeline einfügen

Zieht nun die gewünschten Clips unten in die Spuren. Clips können gemeinsam in eine Spur kopiert werden, solange sie nicht überlagert werden sollen. Wenn Ihr einzelne Clips erst noch bearbeiten wollt, nutzt lieber mehrere Spuren, das ist übersichtlicher. Praktisch: Wenn Ihr einen neuen Clip einfügt, rastet dieser automatisch am Ende des vorigen Clips ein, auch wenn er in einer anderen Spur liegt. Über die Eigenschaften links neben der Timeline lassen sich die Clips anpassen.

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Clips in Spuren ziehen.

3. Clips schneiden

Das Schneiden ist mit OpenShot wahnwitzig einfach: Ihr könnt entweder das Schneiden-Werkzeug (Schere) bemühen und direkt in der Timeline schneiden oder Ihr setzt den Zeiger der Timeline an die gewünschte Stelle und macht einen Rechtsklick darauf. Aus dem Kontextmenü lässt sich der Clip dann in zwei Teile zerlegen – oder es bleibt nur der rechte oder linke Part übrig.

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Schneiden geht über die Schere oder das Kontextmenü.

4. Übergänge einfügen

Um einen animierten Übergang zu bauen, lasst zunächst zwei Clips in der Timeline in separaten Spuren etwas überlappen. Wechselt dann bei den Projektdateien zu den Übergängen und zieht den gewünschten auf den Clip, in den übergeblendet werden soll – Feineinstellungen gibt’s wieder über das Eigenschaften-Fenster.

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Auch für Übergänge genügt simples Drag&Drop.

5. Effekte hinzufügen

Effekte werden genau so hinzugefügt wie Übergänge – einfach per Drag&Drop auf den gewünschten Clip.

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Effekte? Drag&Drop! Einfacher geht’s nicht.

6. Ein- und Ausblenden

Statt der Übergänge werden in der Regel wohl viele Clips ganz simpel ein- beziehungsweise ausgeblendet. Das erledigt Ihr ganz komfortabel über das Kontextmenü der einzelnen Clips.

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Ein- und Ausblenden sind schnell über eigene Menüpunkte erreichbar.

7. Video exportieren

Wenn Ihr fertig seid, müsst Ihr das Projekt noch als Video exportieren. In dem zugehörigen Dialog finden sich schier unendliche Optionen – lasst Euch nicht verwirren, im Zweifelsfall sind die Standardeinstellungen der wenigen vorgegebenen Profile völlig ausreichend.

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Die Export-Optionen sind sehr reichhaltig – aber auch einfach genug für Laien.

Wenn Euch die Funktionen von OpenShot nicht genügen, probiert es mit Lightworks – das ist zwar nur eingeschränkt kostenlos, genügt aber selbst für Hollywood-Blockbuster!

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule …

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn – als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und „Hundedinger“ steht – und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI’ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch …

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