Oh, Windows 8, du merkwürdiges Etwas! Auf der einen Seite hat Microsoft dem Windows 7-Nachfolger jede Menge sinnvoller Funktionen spendiert, die es tatsächlich positiv von seinen Vorgängern abgrenzen, andererseits aber auch sehr viel überaus fragwürdige Entscheidungen getroffen – und nein, wir reden hier nicht von den Vor- und Nachteilen der kacheligen Modern UI 😉 Eine besonders für Käufer eines neuen PCs oder Laptops mit vorinstallierten Windows 8 nervige Tatsache ist der Verzicht auf ein beigelegtes Recovery-Medium, mit dem Ihr bei Bedarf eine Neuinstallation von Windows 8 vornehmen könnt. Stattdessen packen Lenovo, Samsung und Co. die Wiederherstellungsdaten in einen unter Windows versteckten Teil der Systemfestplatte, der sich in Parititionierungstools als eine oder gar mehrere Recovery-Partitionen zeigt. Zum Glück bietet das System die Möglichkeit, die Recovery-Partition auf einen USB-Stick zu übertragen, mit dem Ihr im Notfall das System wiederherstellen könnt.

Oh, Windows 8, du merkwürdiges Etwas! Auf der einen Seite hat Microsoft dem Windows 7-Nachfolger jede Menge sinnvoller Funktionen spendiert, die das System tatsächlich positiv von seinen Vorgängern abgrenzen, andererseits aber auch sehr viel überaus fragwürdige Entscheidungen getroffen – und nein, wir reden hier nicht von den Vor- und Nachteilen der kacheligen Modern UI 😉 Eine besonders für Käufer eines neuen PCs oder Laptops mit vorinstallierten Windows 8 nervige Tatsache ist der Verzicht auf ein beigelegtes Recovery-Medium, mit dem Ihr bei Bedarf eine Neuinstallation von Windows 8 vornehmen könnt. Stattdessen packen Lenovo, Samsung und Co. die Wiederherstellungsdaten in einen unter Windows versteckten Teil der Systemfestplatte, der sich in Parititionierungstools als eine oder gar mehrere Recovery-Partitionen zeigt. Zum Glück bietet das System die Möglichkeit, die Recovery-Partition auf einen USB-Stick zu übertragen, mit dem Ihr im Notfall das System wiederherstellen könnt.


Die Standardmethode mit der verstecken Recovery-Partition kann in der Praxis zu einer Reihe von Problemen führen: Installiert Ihr etwa ein zweites Betriebssystem per Dual-Boot, könnt Ihr im schlimmsten Fall nicht mehr ins Recovery-System starten (die entsprechende Auswahl erhaltet Ihr beim Start des Rechners, indem Ihr beispielsweise bei Lenovo Thinkpads die Enter-Taste drückt). Ist dies der Fall, habt Ihr keine Möglichkeit mehr, Euer Windows 8-System wiederherzustellen, es sei denn, Ihr organisiert Euch eine Installations-DVD oder einen entsprechenden Stick – und hier kann es wiederum zu Problemen mit Eurem Aktivierungs-Key kommen, vorausgesetzt, Ihr habt diesen überhaupt erst ausgelesen, wie wir es Euch hier zeigen. Kurzum: Windows 8 kann auf OEM-Systemen zur echten Pein werden. Aus diesem Grund solltet Ihr unbedingt von der Möglichkeit Gebrauch machen, einen Wiederherstellungs-USB-Stick zu erstellen. Mit diesem habt Ihr dann auch die Möglichkeit, Eure Windows 8-Installation „aufzufrischen“ und den PC auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen, wie wir es Euch in unserer Anleitung zeigen.

1. Tool zur Erstellung eines Wiederherstellungslaufswerks starten
Öffnet das Startmenü von Windows 8 (oder alternativ die Classic Shell 😉 ) und tippt „Wiederherstellung“ ein. Klickt nun auf den Eintrag „Wiederherstellungslaufwerk erstellen“ und bestätigt die Admin-Warnung mit „Ja“.

2. Wiederherstellungspartition mitkopieren
Achtet im ersten Schritt des Assistenten unbedingt darauf, dass das Häkchen bei „Kopieren der Wiederherstellungspartition vom PC auf das Wiederherstellungslaufswerk“ gesetzt ist. Nur so geht Ihr sicher, dass Ihr Windows 8 im Ernstfall wirklich vom USB-Stick neu installieren könnt! Falls Ihr das System allerdings per DVD auf einer frischen Partition installiert habt und es nicht vorinstalliert wart, steht diese Funktion nicht zur Verfügung. In diesem Fall braucht Ihr später die Windows-DVD oder einen entsprechenden USB-Stick, falls Ihr Windows 8 auffrischen möchtet.

Wiederherstellungslaufwerk 2

3. Wiederherstellungslaufwerk auswählen
Schließt nun den USB-Stick an und wählt im nächsten Schritt das entsprechende Laufwerk aus. Je nachdem, wie groß die Wiederherstellungspartition Eures PCs ist, braucht Ihr einen entsprechend großen USB-Stick (im Beispiel benötigen wir einen Stick mit mindestens 16 GB Kapazität). Beachtet, dass die Daten auf dem Stick gelöscht werden!

4. Daten auf den USB-Stick kopieren
Mit einem Klick auf „Weiter“ und dann auf „Erstellen“ beginnt Windows damit, die Wiederherstellungsdaten auf den USB-Stick zu schaufeln. Das dauert natürlich entsprechend, lasst das System also einfach rödeln.

5. Optional: Recovery-Daten vom System löschen
Sobald Windows mit dem Kopieren fertig ist, bietet Euch das System an, die Recovery-Daten von der Festplatte zu löschen. Wenn Ihr den Speicherplatz benötigt oder ohnehin plant, ein Dual-Boot-System einzurichten, könnt Ihr das per Klick auf „Wiederherstellungspartition löschen“ und anschließender Bestätigung erledigen.

Euren fertigen Recovery-Stick solltet Ihr in jedem Fall gut aufbewahren, da er Euch im „Worst Case“ die Neuinstallation von Windows 8 ein gutes Stück erleichtert!

Auf PCs mit vorinstalliertem Windows 8 sind unzählige Partitionen mit Recovery-Informationen von des Microsoft-Systems belegt. Mit einem Wiederherstellungslaufwerk könnt Ihr diesen Platz freigeben

Über den Autor

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, schreibt über Windows, Smartphones, Games und eine Menge anderen Kram

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Kommentare

  • ich brauch ganz dringend Hilfe. hab die Wiederherstellungsdatei ausersehen auf falschen den usb drauf gemacht und jetzt weis ich nicht mehr wie ich es löschen kann :/// weis jemand eine Lösung wehre unendlich dankbar

  • hat mann auch die moglichkeit die sicherung als image zu erstellen da ja auf dem stick nur ordner zu finden sind und darunter keine setup exe zu finden sind.brauch die sicherung für mein Wintron 10.1 Tablet.danke

  • moin, ich bräuchte da auch Hilfe, mein stick zerschossen und nix geht mehr, hat einer der wintron 10.1 besitzer evtl. für mich ein wiederherstellungsimage? irgendwo zum download?trekstor stellt sich da ein wenig komisch an, die sagen ich sollte das gerät einschicken. achso:meine Email: c.luecke@outlook.com