F5-Automation: Helene Fischer macht sich nackig, und Ihr wollt SOFORT darüber bescheid wissen? Ihr wartet auf die Veröffentlichung von Sportergebnissen? Auf eine Twitter-Antwort? Die Freigabe eines Kartenverkaufs? Wann immer Ihr mit der F5-Taste ringt, ständig den Browser aktualisiert und auf eine ganz aktuelle Sache wartet (ein Manager-Fetisch wenn F5 die Umsatzzahlen zeigt …), könnt Ihr Euch auch zurücklehnen und das ganze automatisieren – ohne komplizierte Einrichtung oder Extra-Software. Sobald Euer gewünschtes Schlagwort auf einer festgelegten Seite erscheint, bekommt Ihr eine Nachricht. Dafür genügt ein Terminal unter Linux.

F5-Automation: Helene Fischer macht sich nackig, und Ihr wollt SOFORT darüber bescheid wissen? Ihr wartet auf die Veröffentlichung von Sportergebnissen? Auf eine Twitter-Antwort? Die Freigabe eines Kartenverkaufs? Wann immer Ihr mit der F5-Taste ringt, ständig den Browser aktualisiert und auf eine ganz aktuelle Sache wartet (ein Manager-Fetisch wenn F5 die Umsatzzahlen zeigt …), könnt Ihr Euch auch zurücklehnen und das ganze automatisieren – ohne komplizierte Einrichtung oder Extra-Software. Sobald Euer gewünschtes Schlagwort auf einer festgelegten Seite erscheint, bekommt Ihr eine Nachricht. Dafür genügt ein Terminal unter Linux.

Als Beispiel soll der Alert kommen, sobald auf meiner Twitter-Seite das Wort „curling“ auftritt:
$ until curl https://twitter.com/flossmag | html2text -utf8 | grep -i "curling"; do sleep 10; done; echo "Heureka"
Schritt für Schritt: until leitet eine Schleife ein, die Befehlskette bis zum abschließenden „done“ wird also solange wiederholt, bis (until) sie als Ergebnis einen Treffer landet (also das Wort curling findet). Die Befehlskette besteht aus drei Teilen: curl lädt die angegebene URL herunter, html2text rendert den Quelltext der URL (wie ein Webbrowser) und grep sucht dann in diesem Text nach dem Wort „curling“ (mit -i wird Groß-/Kleinschreibung ignoriert). So lange nun auf meiner Twitter-Site nicht „curling“ steht, wird der Befehl „sleep 10“ ausgeführt, also zehn Sekunden gewartet, bevor die Scheife erneut durchlaufen wird. Wird dann irgendwann „curling“ getwittert, findet grep die Passage, gibt sie im Terminal aus und die Schleife wird verlassen. Zum Schluss wird noch ein obligatorisches Heureka ausgegeben.

Trocken-Curling – was für ein Spaß.

Natürlich könnt Ihr die Idee noch grenzenlos ausweiten, mehrere URLs und mehrere Schlagwörter verwenden und so beispielsweise Foren auf Antworten überwachen oder News-Seiten auf Meldungen. Für komplexe Web-Überwachungen gibt es freilich bessere Tools, aber im Prinzip arbeiten die auch nicht anders. Nicht geeignet ist das Konzept, um etwa eine Justin-Bieber-Fansite auf News zu Justin Bieber zu überwachen – da das Schlagwort „Justin Bieber“ dort ständig vorkommt. Die kleine Schleife ist eher für konkrete Einzelfälle interessant.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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