Software

Spotify: Minimalistischer Player für den Desktop

Wenn Euch der offizielle Player für Spotify zu aufgeblasen ist, solltet Ihr Euch diese Open-Source-Alternative anschauen.

Spotify hat sich in den vergangenen Jahren vom reinen Musikstreamingdienst zu einem Multitalent entwickelt, unter anderem für Hörbücher und Podcasts. Das macht sich auch in der Desktop-App bemerkbar, die immer weiter aufgeblasen wurde. Wenn Ihr einfach „nur“ Musik hören wollt, gibt es mit Psst aber eine interessante Alternative. Die alternative Spotify-App ist Open Source, minimalistisch und für Windows, Linux und macOS verfügbar.

Psst für Spotify: Alternativer Desktop-Player auf Rust-Basis

Psst von Jackson Goode bricht die Spotify-Nutzung auf das Wesentliche herunter: Das Abspielen von Musik und Podcasts ohne großes Brimborium. Ihr findet den Download für Euer System auf der GitHub-Seite des Projekts.

Die Oberfläche des in Rust geschriebenen Clients erinnert ein wenig an foobar 2000. Nach dem Log-in mit Euren Benutzerdaten (Ihr benötigt ein Premium-Konto, Spotify Free wird nicht unterstützt) landet Ihr auf der Startseite mit den zuletzt verwendeten Wiedergabelisten.

Psst Spotify gespeicherte Alben.
Stand jetzt könnt Ihr „nur“ auf Eure gespeicherten Tracks und Album zugreifen. Die Playlist-Verwaltung soll aber bald kommen.

Links findet Ihr hinter den Menüpunkten Tracks, Albums und Podcasts Eure gespeicherten Medien. Zum Tuto-Zeipunkt fehlt dem Tool noch die vollständige Playlist-Verwaltung, die steht allerdings auf der gut gefüllten Roadmap des Projekts.

Die Nutzung von Psst ist entsprechend minimalistisch: Song oder Album suchen, doppelklicken, freuen. Per Rechtslick gelangt Ihr zur Künstler- bzw. Album-Übersicht, mit dem Herz nehmt Ihr die Songs in Eure gespeicherte Medienbibliothek auf. Das war es im Grunde schon.

Interessante Empfehlungsfunktion

Eine nette Funktion von Psst, die ich zumindest in dieser Form noch nicht kannte, ist die anpassbare Song-Empfehlung. Klickt Ihr mit der rechten Maustaste auf einen Song und wählt im Kontextmenü Show similar tracks, zeigt Euch das Programm ähnliche Musik an. Im Gegensatz zum „Original“ bietet Psst aber die Möglichkeit, die vorgeschlagene Musik zu individualisieren.

Spotify Musikempfehlungen

Dazu findet Ihr oben eine Reihe von Schiebereglern, mit denen Ihr zum Beispiel über Dancebility den Grad der Tanzbarkeit einstellen könnt oder via Loudness nach eher lauten oder auch ruhigeren Tönen suchen könnt. Bei meinen diversen Tests haben die Regler tatsächlich ganz

Speicherverbrauch von Psst und Spotify im Vergleich.
Ein Blick auf den Speicherbedarf von Spotify und Psst in der macOS-Version. Die Open-Source-Alternative arbeitet deutlich ressourcenschonender.

Ob Psst den Spotify-Client bei mir komplett ersetzen wird? Stand jetzt nicht, da ich zumindest die Playlist-Verwaltung vermisse. Dennoch ist es schön, eine quelloffene und ressourcenschonende Alternative zur Verfügung zu haben. Hoffentlich hält die Entwicklung an – und hoffentlich schiebt Spotify den alternativen Playern nicht noch einen Riegel vor…

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Noch mehr zu Spotify findet Ihr hier, noch mehr zum wunderbaren Thema Open Source sammeln wir hier für Euch.

Boris Hofferbert

Freier Journalist, seit seligen Amiga-Tagen technikbegeistert, am Desktop Apple- und unterwegs Android-Fan, zockt unter Windows, kann nicht ohne Musik (von Classic Rock über Ska bis Punk) und Hörbücher, schießt gerne Postkarten-Fotos, hat immer mindestens zwei Handys dabei und freut sich riesig über eine Kaffeespende ;-)

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