Ihr schließt eine Festplatte an und Windows zeigt sie einfach nicht an? Dann müsst Ihr erstmal einrichten – das geht in fünf einfachen Schritten.

Wenn man eine Festplatte an einem Windows-Rechner einstöpselt, passiert es bisweilen, dass im Grunde gar nichts passiert. Bei einer externen USB-Platte gibt es dann bestenfalls noch einen Bestätigungston, dass ein neues USB-Gerät erkannt wurde. Aber wenn die Platte nicht im Explorer/Arbeitsplatz auftaucht, hilft das auch nicht weiter. Der Grund dafür: Vermutlich ist die Festplatte schlicht nicht partitioniert, vielleicht liegt auch nur ein Fehler vor. Mit Windows selbst lässt sich das schnell erledigen:

1. Datenträgerverwaltung öffnen

Der ganze Zauber findet an einem der interessantesten Orte in Windows statt, der Datenträgerverwaltung; zu finden unter Systemsteuerung/Verwaltung/Computerverwaltung/Datenträgerverwaltung. Hier im Bild seht Ihr den Datenträger 12, dessen gesamter Platz „nicht zugeordnet“ ist – und entsprechend taucht die (USB-) Festplatte weder im Windows Explorer, noch oben in der Liste der Volumes auf. Tipp: Ihr seht, dass Datenträger 12 keine weitere Bezeichnung hat. Insofern solltet Ihr nicht mehrere (gleichgroße) Laufwerke ohne Partitionen anschließen, da es ansonsten schwierig wird, diese auseinander zu halten.

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Einer der wichtigsten Orte in Windows: Die Datenträgerverwaltung.

2. Volume/Partition aus Kontextmenü

Macht einen Rechtsklick auf den Datenträgerbalken und wählt „Neues einfaches Volume…“, um eine neue Partition oder eben in Windows-Sprech ein neues Volume zu erstellen.

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Die nackte Hardware ist wird erkannt, ist aber unnütz ohne Partition/Volume.

3. Größe festlegen

Im ersten Fenster des Assistenten legt Ihr die gewünschte Größe fest, im Zweifelsfall nehmt einfach den Standardwert, also die gesamte Größe. Sofern Ihr die Festplatte später doch noch unterteilen/partitionieren wollt, haben wir hier eine Anleitung für Euch.

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Größe festlegen.

4. Laufwerksbuchstaben zuordnen

Im nächsten Schritt gebt Ihr nun einen Laufwerksbuchstaben an, unter dem die Platte künftig im Explorer auftaucht. Exkurs: Es gibt hier auch die Option, die Platte in einem NTFS-Ordner bereit zu stellen. Das heißt, dass Eure Platte beispielsweise nicht im Arbeitsplatz als Laufwerksbuchstabe N: auftaucht, sondern etwa unter C:\Laufwerke\SamsungT1. Der Ordner „SamsungT1“ würde dann exakt dem üblichen „N:“ entsprechen. Unter Linux ist dieses Art des mountens/bereitstellens/einhängens der normale Weg, unter Windows ist es reichlich exotisch 😉

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Der Einhängepunkt muss keine Laufwerksbuchstabe sein, auch Ordner eigenen sich dafür.

5. Dateisystem und Namen festlegen

Zuletzt bestimmt Ihr noch einen sinnvollen Namen und das Dateisystem – in der Regel könnt Ihr hier NTFS stehen lassen, wenn Ihr bisweilen an Applen-Geräten oder sonstigen Exoten arbeitet, wählt FAT32 für mehr Kompatibilität (allerdings könnt Ihr dann keine Dateien speichern, die größer als 4 Gigabyte sind).

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Wichtig: Vergebt aussagekräftige Namen!

6. Kontrollieren und nutzen

Anschließend seht Ihr die Platte sowohl in der Verwaltung als auch im Explorer als Laufwerk N: – oder als was auch immer Ihr sie eingehängt habt. Das ganze Prozedere funktioniert übrigens sowohl bei externen als auch internen Festplatten oder auch USB-Sticks.

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Und so wird aus nackter Hardware ein nutzbarer Datenträger.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule ...

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn - als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und "Hundedinger" steht - und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, BSI-Mitarbeiter, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 24 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch ...

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