Mit dem EasUs Partition Master Free könnt Ihr Eure Festplatte ganz einfach unterteilen, also partitionieren. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie es geht.

Warum eigentlich eine Festplatte partitionieren? Nun: Eine Partition ist ein bestimmter Bereich einer Festplatte, den Ihr beispielsweise als Laufwerk C: kennt. Festplatten können aber auch mehrere solcher Breiche haben, zum Beispiel C: für das Betriebssystem/Windows und D: für Daten, und vielleicht noch E: für Backups. Ihr könnt sowohl interne als auch externe (USB-) Datenträger auf diese Weise aufteilen, also partitionieren. Das Ganze hat ist auch durchaus nützlich: Für mehr Übersicht, mehr Sicherheit einfachere Speicherverwaltung.

Wofür sind Partitionen nützlich?

Daten auf einer zweiten Partition zu speichern ist zum Beispiel hilfreich, wenn Windows mal defekt ist und sich nicht mehr reparieren lässt – Ihr könnt einfach neu auf C: installieren und Eure Dateien liegen völlig unbehelligt auf D:. Und wenn Ihr noch eine separate Backup-Partition nutzt, könnt Ihr die Partition jederzeit löschen oder neu formatieren, ohne erst die überflüssigen Backups von den anderen Daten zu trennen. Es ist auch eine simple Art, den verfügbaren Speicher gerecht aufzuteilen, etwa unter den Familienmitgliedern.

Wenn Ihr lieber Mac-Festplatten partitionieren wollt, geht es hier entlang.

Es gibt massenhaft kostenlose Parititionierungsprogramme, wir nutzen den EasUs Partition Master, um eine zweite Partition einzurichten. Ladet es herunter, installiert und startet es. Wichtig: Vor Schritt 5 passiert noch nichts, erst dann werden alle Einstellungen wirksam.

1. Festplatte heraussuchen

Im Hauptfenster seht Ihr alle Festplatten samt ihrer Partitionen. Ausgangssituation: Eine Festplatte ist mit einer nicht vollen Partition belegt und soll nun eine zweite bekommen. Macht einen Rechtsklick auf die gewünschte Festplatte und wählt den Punkt „Die Partition verschieben/deren Größe ändern“.

partitionieren

Auch bei vielen Festplatten und Partition ist der Partition Master angenehm übersichtlich.

2. Alte Festplatten-Partition verkleinern

Zieht oben den kleinen Punkt soweit nach links, um die vorhandene Partition zu verkleinern. Das geht natürlich nur soweit, wie noch unbelegter Platz vorhanden ist. Alternativ könnt Ihr auch direkt die gewünschte Partitionsgröße angeben.

partitionieren

Die Größe stellt Ihr einfach per Schieberegler ein.

3. Festplatte partitionieren: Neue Partition erstellen

Der durch die Verkleinerung frei gewordene Platz nennt sich jetzt „nicht zugeordnet“, sprich hier gibt es keine Partition – und entsprechend könntet Ihr auch nicht darauf zugreifen. Öffnet das Kontextmenü und wählt „Partition erstellen“.

partitionieren

Damit der freie Platz angesprochen werden kann, benötigt es einer Partition.

4. Neue Partition einstellen

Ihr könnt nun den gesamten Platz für die Partition nutzen oder Platz für weitere Bereiche frei halten. Zudem vergebt Ihr einen (aussagekräftigen) Namen und auf einen Laufwerksbuchstaben. Und nicht vergessen: Das Dateisystem bestimmen – oder einfach alles auf Standard lassen.

partitionieren

Nehmt sinnvolle Namen, das erleichtert das Leben ungemein.

5. Partitionierungs-Einstellungen übernehmen

An der Festplatte seht Ihr nun die neue Partition. Bislang ist noch nichts wirklich passiert, die Änderungen sind nur Darstellungen im Partition Master. Das ist ein guter Schutz, der sich eigentlich bei allen Parititionierungsprogrammen so findet. Kontrolliert also nochmal Eure Partitionen und wenn alles passt, übernehmt per Häkchen-Button.
Je nachdem was genau Ihr hier anstellt, kann es auch schon mal länger dauern, bis die Aufgaben abgeschlossen sind – Ihr solltet den Prozess aber tunlichst nicht unterbrechen, das verträgt Partitioniererei nicht wirklich.

partitionieren

Erst am Ende werden alle Einstellungen auch tatsächlich umgesetzt.

Weitersagen:

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule …

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn – als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und „Hundedinger“ steht – und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI’ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch …

Artikel kommentieren: