Ihr braucht weder AirPower, noch ein Netzteil, um ein iPhone zu laden: Dank der integrierten Sensoren kann das iPhone nämlich auch durch Bewegung geladen werden!

Apples kabelloses Ladegerät AirPower ist tot – und das hat einen guten Grund: Obwohl Apple technische Probleme nennt, gibt es auch noch einen anderen Grund, warum die die Ladematte nicht mehr auf den Markt kommt: Alle iPhones ab dem iPhone 6 haben nämlich bereits eine kabellose Ladefunktion eingebaut. Möglich machen es die integrierten Bewegungssensoren und der Summer.

Genial: iPhone ganz einfach per Schütteln laden

Denn die Bewegungs- und Lagesensoren sind nicht nur Sensoren und Summer, sondern auch winzige Dynamos. Wer in Physik aufgepasst hat, weiß: Ein Dynamo und ein Elektromotor sind technisch gesehen letztlich das Gleiche: Wird einem Dynamo kynetische Energie zugeführt, wandelt er diese in elektrische Energie um. Ein Elektromotor funktioniert umgekehrt: Aus elektrischer Energie wird kynetische Energie, also Bewegung erzeugt.
Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch das Laden eines iPhones ohne Netzteil: Ihr müsst das Gerät einfach mit ausgeschaltetem Display ein wenig schütteln, um Strom mit dem eingebauten Summer und den Sensoren Strom zu erzeugen, der den Akku lädt. Das iPhone wandelt letztlich kynetische in elektrische Energie um, das Resultat: Der Akku wird aufgeladen.

Schon nach kurzem Schütteln seht Ihr, wie die Akkuanzeige zunimmt.

Schon nach kurzem Schütteln seht Ihr, wie die Akkuanzeige zunimmt.

Leider nur für Notfälle

Aufgrund der Größe des Summers und der Sensoren ist der Energieumsatz natürlich gering. Ihr könnt aber mit rund 30 Sekunden schütteln die Akkuladung um ca. 1 Prozent anheben. Das klappt allerdings nicht, wenn das iPhone schon komplett leer ist, in Notfällen, wenn Ihr gerade keine Lademöglichkeit habt und auf eine wichtige WhatsApp der Liebsten wartet, können diese ein oder zwei Prozent Ladung aber entscheidend sein. Das komplette iPhone auf diese Weise aufzuladen, ist natürlich Unfug: Ihr müsstet rund eine Stunde schütteln, um eine volle Akkuladung zu erzeugen – da ist es deutlich einfacher und gesünder, ein Netzteil suchen zu gehen.

Auch bei iPads und Android-Smartphones möglich

Übrigens: Wir haben den Trick auch mit einem iPad getestet. Das besitzt die gleiche Sensortechnik wie ein iPhone, allerdings fehlt der Summer. Zudem ist der Akku deutlich größer und braucht mehr Leistung. Zwar zeigte sich nach ca. drei Minuten Schütteln eine einprozentige Zunahme der Akkuladung, praktisch ist das allerdings nicht, weshalb wir diese Ladetechnik bei iPads nicht empfehlen. Aber: Bei Android-Smartphones funktioniert der Trick mit dem Schütteln natürlich auch, da sie über ähnliche Sensoren, Summer und Akkus wie das iPhone verfügen. Probiert es einfach aus: Ihr werdet erstaunt sein, wie gut es klappt.

Falls es nicht klappt: Schaut mal auf’s Artikel-Datum. April, April!

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
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1 Kommentar

  • Vielen Dank für den Tipp.

    Für eine schnelle Ladung eignet sich übrigens auch die Microwelle.
    Muss man schnell los und der Akku ist niedrig reicht es aus das Handy für ca. 3 Minuten in die Microwelle zu legen um an die 80 Prozent Akku zu erreichen.

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