Die QNAP 251+ kann man für viel Geld mit mehr Arbeitsspeicher kaufen – oder den RAM günstig selbst aufrüsten. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie es geht.

Eine QNAP 251+ kostet heute bei Amazon mit 2 GB RAM 299 Euro, mit 4 GB RAM 378,90 – ein teurer Spaß für 2 Gigabyte zusätzlichen Arbeitsspeicher. Vermutlich stellt Ihr aber sowieso erst nach dem Kauf fest, dass 2 GB RAM etwas zu wenig sind – die Linux Station läuft damit gar nicht erst! Und damit gibt’s dann zum Beispiel auch kein Kodi. Das Aufrüsten kostet Euch nur 30 Euro und 10 Minuten Arbeit.

1. Passender QNAP-Arbeitsspeicher

Zunächst benötigt Ihr den passenden Arbeitsspeicher für die QNAP 251+ – garantieren möchten wir nur für den auch hier laufenden Kingston KVR16LS11/4 mit 4 Gigabyte für derzeit 30,90 Euro. Die QNAP besitzt einen zweiten RAM-Steckplatz, es täte wohl auch die noch billigere 2-GB-Variante. Jedenfalls läuft der originale 2-GB-Riegel nicht zusammen mit dem 4-GB-Kingston-Riegel. Nach der Anleitung habt Ihr also 4 Gigabyte RAM.

2. QNAP-Festplatten entfernen

Jetzt gehts ans Schrauben – mit einem ganz normalen, am besten etwas längeren, dünnen Phillips-Schraubendreher, sprich Kreutzschlitz. Erstmal müssen aber die Platten raus, sonst lässt sich das Gehäuse nicht öffnen.

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Platten müssen raus.

3. Gehäuseschrauben der NAS lösen

Löst auf der Rückseite die beiden Schrauben oben und unten.

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Zwei Schrauben auf der Rückseite.

4. QNAP-Gehäuse öffnen

Zieht nun die dicke Gehäuseseite ein Stückchen nach hinten und anschließend vom Gehäuse weg. Das ist auch von QNAP so gewollt, wie das Auf-Zu-Symbol auf der Unterseite zeigt.

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Erst nach Hinten, dann zur Seite.

5. Käfigschraube oben lösen

Auf der Rückseite neben dem Lüfter löst Ihr die Schraube an der kleinen Metallstrebe.

Eine Schraube auf der Rückseite.

6. Käfigschrauben seitlich lösen

Die nächsten Schrauben findet Ihr an den Längsseiten des Käfigs – nur die inneren Schrauben sind relevant!

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Auf beiden Längsseiten die inneren Schrauben am Käfig lösen.

7. RAM entfernen

Der RAM ist der kleine Riegel neben der Batterie. Zieht zunächst die beiden Plastikhalterungen an der Seite leicht nach außen, nacheinander genügt. Der Riegel stellt sich nach dem Ausrasten leicht schräg auf und Ihr könnt ihn raus ziehen. Vorsicht: Solche Riegel sind empfindlich gegen statische Elektrizität. Aber dafür müsst Ihr nicht auf einer Gummimatte arbeiten, es genügt, wenn Ihr die Riegel an den Rändern anfasst, statt mit fettigen Fingern direkt auf die Chips zu patschen. Und mit Katzenfell einreiben wäre auch keine Gute Idee 😉

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Erst die Halterungen nach außen ziehen, dann RAM schräg herausziehen.

8. RAM einsetzen

Der Wendepunkt der Bastelei: Schiebt den neuen Riegel schräg ein, drückt ihn herunter, bis er einrastet und schraubt den ganzen Quatsch dann wieder zusammen.

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Neuen RAM schräg einschieben und dann nach unten einrasten.

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Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Am Anfang war der C-64 des großen Bruders des besten Freundes in der Grundschule …

Der echte Technikwahn kam dann mit einer Ausbildung bei Saturn – als Computer noch erklärt werden mussten, Soundkarten benötigten, ein gutes Monatsgehalt kosteten und das Internet nur bei Nerds und mit 38 kbp/s lief, bestenfalls.

Ein Studium der Informationswirtschaft und ein paar Jahre als Redakteur bei Data Becker später, sitzt hier ein freier Journalist, der auf Old-School-Computing (cli ftw!), Free Software, Frickelei, Kodi und „Hundedinger“ steht – und Grauseligkeiten wie Bild und Heftig.co zutiefst verabscheut.

Und sonst so? Sauerländer, Ex-BSI’ler, untalentierter Musikinstrumentebesitzer und seit 26 Jahren Skateboarder, ein ziemlich alter. Und manchmal kommt das abgebrochene Philo-Studium wieder durch …

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