WhatsApp ist veralteter Driss und mir reicht es jetzt: Ich gehe auf die digitale Insel – und steige auf Telegram um. Erreichbar bleibe ich trotzdem.

WhatsApp ist die Pest, schon immer. Die Software ist dämlich konzipiert, es macht keinen Spaß, es zu benutzen, weil WhatsApp bis heute keine Synchronisation über andere Geräte besitzt. Stattdessen muss mit QR-Code gearbeitet werden. Nervig. Ich habe WhatsApp jetzt an den Nagel gehängt – und benutze nur noch Telegram. WhatsApp habe ich gelöscht – und werde dort auch nicht mehr reagieren.

Messenger-Chaos beseitigen

Diese verdammten Messenger treiben mich sowieso in den Wahnsinn. So lässt allein Facebook mit dem Facebook-Messenger, WhatsApp und Instagram gleich drei Chat-Plattformen nebeneinander laufen. Statt das eingekaufte WhatsApp endlich mit dem Facebook-Messenger zu verlöten, gibt es gleich zwei davon. Und im Bekanntenkreis wird fröhlich auf allen Kanälen gechattet. Manch ein Arbeitskontakt steht auf Google Hangouts, wieder andere greifen zu iMessage. Und dann haben alle anderen Plattformen auch noch so etwas, plus der ganze alte Rödel à la Skype und WhatsApp-Alternativen wie Threema. Der Punkt ist: Das alles ist besser als WhatsApp. Die Software ist scheiße, lutscht den Akku leer und dieses Verknüpfen mit maximal einer Desktop-App per QR-Code ist einfach lästig. Daher nervt mich WhatsApp wie kein anderes Messenger-Tool. Um das Chaos zu beseitigen, werde ich ab sofort nur noch auf zwei Kanälen reagieren: iMessage und Telegram.

Alles was mit WhatsApp geht, geht auch mit Telegram.

Alles was mit WhatsApp geht, geht auch mit Telegram.

WhatsApp löschen!

Damit das klappt, sind zwei Schritte nötig: Einerseits muss ich mit WhatsApp Schluss machen – und andererseits auch die zugehören Apps deinstallieren, damit ich gar nicht mehr auf diesem Kanal erreichbar bin. Wer mich erreichen will, kann mich erreichen, es kann ja nicht sein, dass ich jeden Wald-und-Wiesen-Messenger installiere, nur weil ich Angst habe, etwas zu verpassen. Freunde und Familie sind informiert, der ganze Rest kann mir am A**** vorbei gehen. Die Deinstallation der App ist schon deshalb Pflicht, damit die Anverwandten merken, dass man nicht mehr reagiert. Und genau deshalb habe ich auch den Account noch nicht gelöscht, stattdessen gibt es eine Statusmeldung mit Hinweis auf Telegram.

WhatsApp war das erste – und ist heute das Letzte!

Natürlich ist eine derartige digitale Robinsoncrusonade schwierig heutzutage. Die Menschen lieben WhatsApp, weil sie es gewohnt sind. Gewohnt sind sie es, weil es seit zehn Jahren quasi der SMS-Nachfolger ist. Gut wird es dadurch nicht, im Gegenteil: Das Messenger-Tool ist seit Jahren auf einem ähnlichen technischen Stand und dementsprechend altbacken. Von den Datenschutzproblemen ganz zu schweigen. Dass WhatsApp seinerzeit gut war, mag stimmen – heute ist es Käse. Zumal die gleichen Menschen, die sonst die DSGVO loben, privatestes Material über Zuckerbergs ollen eingekauften Schrottmessenger verschicken. Sind wir ehrlich, Freunde: WhatsApp ist nicht mehr zeitgemäß.

Man muss nicht überall dabei sein

Um WhatsApp loszuwerden, ist allerdings psychologische Hygiene notwendig: Man muss sich von der Angst freimachen, etwas nicht mitzukriegen. Es ist absolut egal, das neueste verwackelte Foto nicht zu sehen. Es fehlt nichts, wenn man nicht mit dem Klatschende-Hände-Emoji auf die neueste smartphonefotogewordene Drolligkeit der Babys und Haustiere im Bekanntenkreis reagiert. Im Zweifel spart das nämlich Lebenszeit, so sehr, dass sich das Leben irgendwie verbessert und das Smombie-Dasein deutlich reduziert. Und wie gesagt: Man bleibt ja auch ohne WhatsApp erreichbar, denn Smartphones sind auch heutzutage noch echte Telefone. Es gibt genügend Wege: SMS, E-Mail, iMessage, Twitter – und eben Telegram.

Das muss reichen. Und das ist auch der Grund, warum ich ab sofort auf WhatsApp ebenso wenig reagiere wie auf den blöden Facebook-Messenger (und alle anderen Chat-Dinger). Wer mich erreichen will, kann das machen. Allerdings muss man die Angst, etwas zu verpassen, loswerden – dann kann man WhatsApp und jeden Messenger, den man blöd findet, ruhigen Gewissens deinstallieren.

Über den Autor

Christian Rentrop

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und manchmal in der echten Welt unterwegs.
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