Netzkultur

Eigene Schriftarten bei Twitter, Facebook und Co. 𝚗ᵤ𝚝zₑ𝚗

Vielleicht habt ihr es in sozialen Netzwerken bereits gesehen: Manche User können in anderen Schriftarten schreiben als vom Netzwerk vorgegeben. Das ist keine Hexerei: Wir zeigen euch, wie ihr eigene Schriftarten bei Twitter, Facebook & Co. verwenden könnt.

Vielleicht ist es Euch schon aufgefallen: Manche User bei Twitter, Facebook, TikTok, Instagram & Co. verwenden andere Schriftarten als die, die das soziale Netzwerk „ab Werk“ vorgibt. Das stylt nicht nur das Benutzerkonto, sondern sorgt auch bei euren Inhalten für die notwendige Aufmerksamkeit. Und das beste daran: Es ist total einfach, eigene Schriftarten bei Twitter, Facebook & Co. zu verwenden.

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Auf den ersten Blick scheint es nicht ganz so einfach zu sein: Wenn ihr zum Beispiel ein Word-Dokument formatiert und die Schriftart bei Twitter einsetzt, passiert nämlich nichts. Auch HTML-Styling ist bei den Account-Namen und in Social-Media-Postings nicht möglich. Wie könnt ihr also die Schriftart wechseln? Das Geheimnis ist der Unicode. Bei Unicode handelt es sich um einen genormten Zeichensatz, der aus hundertausenden von Zeichen besteht. Einen winzigen Teil davon findet ihr als deutsches Tastatur-Layout auf eurem Keyboard.

Der Twitter-Username kann mit wenigen Handgriffen mit einer anderen Schrift versehen werden.
Der Twitter-Username kann mit wenigen Handgriffen mit einer anderen Schrift versehen werden.

Der Rest kann je nach Betriebssystem über spezielle Codes oder Tastenkombinationen abgerufen werden, ist aber in der Unicode-Bibliothek hinterlegt. Und genau das ist der Trick, denn Unicode-„Schriften“ werden überall gleich angezeigt. Wer einen Mac benutzt, kann zum Beispiel ganz einfach Sonderzeichen wie ©, µ oder ≈ über seine Tastatur eingeben, Windows-Nutzer per (Alt)-Taste und einer Zahlenkombi auf dem Nummernblock.Diese Zeichen sehen wie andere Schriftarten aus, sind also eigentlich nur ähnlich aussehende Sonderzeichen oder Zeichen aus anderen Schriftarten. Per Unicode könnt ihr mit ein wenig Aufwand auch exotische Buchstaben und Sonderzeichen aus fremden Alphabeten wie etwa Кчяїггї$cн, wissenschaftliche Symbole oder Emojis per Unicode setzen, die von jedem PC oder Smartphone gleich angezeigt werden.

Ein Facebook-Post in anderer Schrift? Kein Problem dank Unicode!
Ein Facebook-Post in anderer Schrift? Kein Problem dank Unicode!

Eigene Schriftarten bei Twitter & Co.: So geht’s

Natürlich müsst ihr diese Codes nicht im Kopf haben: Es gibt Websites, die das für Euch übernehmen. Wenn Ihr nach einem Twitter-Font-Generator sucht, erhaltet ihr genau, was ihr haben möchtet: Eine Seite, die einen bestimmten String über die Sonderzeichen in eine andere Schriftart verwandelt. Diese funktionieren natürlich nicht nur auf Twitter, sondern überall im Netz, sogar auf Websites wie ★彡[ᴛᴜᴛᴏɴᴀᴜᴛ.ᴅᴇ]彡★. ☞ó ͜つò☞ 𝓤𝓷𝓭 𝓭𝓪𝓼 𝓶𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓲𝓮𝓵𝓮𝓼 𝓮𝓲𝓷𝓯𝓪𝓬𝓱𝓮𝓻! Und das beste daran: Ihr könnt diese Technik überall nutzen, also auch in Messengern wie WhatsApp und Telegram oder wie wir hier auf der Website.

Unicode-Fonts könnt ihr überall verwenden, etwa hier auf Telegram.
Unicode-Fonts könnt ihr überall verwenden, etwa hier auf Telegram.

Es gibt eine ganze Reihe entsprechender Twitter-Font-Generatoren, die alle das gleiche leisten, allerdings nicht selten mit unterschiedlichen Ergebnissen. Einfach den gewünschten Text eingeben, die Liste der ausgegebenen Fonts anschauen, gewünschte Schrift kopieren und im Ziel-Textfeld einfügen. Besonders schön sind die folgenden Schrift-Generatoren:

Mit einem Font-Generator erzielt ihr schnell das gewünschte Ergebnis.
Mit einem Font-Generator erzielt ihr schnell das gewünschte Ergebnis.

Hier könnt ihr natürlich nicht nur Benutzernamen eingeben, sondern auch (人◕‿◕) 𝕧𝕠𝕝𝕝𝕤𝕥ä𝕟𝕕𝕚𝕘𝕖 ℙ𝕠𝕤𝕥𝕚𝕟𝕘𝕤 (•◡•) – und das sorgt für besonders viel Spaß. Warum nicht einfach mal bei Facebook die anderen Schriften für einen ganzen Post verwenden? Oder bei Twitter? Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Der einzige Pferdefuß an der Sache: Ihr könnt nicht jede beliebige Schriftart verwenden, sondern nur die, die auch im Unicode hinterlegt sind. Bei der großen Auswahl ist das aber vermutlich kein Problem. Wer wollte nicht schon immer 𝔤𝔞𝔫𝔷𝔢 𝔓𝔬𝔰𝔱𝔦𝔫𝔤𝔰 𝔦𝔫 𝔞𝔩𝔱𝔡𝔢𝔲𝔱𝔰𝔠𝔥𝔢𝔯 𝔖𝔠𝔥𝔯𝔦𝔣𝔱 fabrizieren? Eben!

Sogar in Google-Ergebnissen könnt ihr die Schriftart einsetzen. Aber Vorsicht: Google kann Keywörter auf diese Weise nicht lesen!
Sogar in Google-Ergebnissen könnt ihr die Schriftart einsetzen. Aber Vorsicht: Google kann Keywörter auf diese Weise nicht lesen!

Christian Rentrop

Freier Journalist, Baujahr 1979. Erste Gehversuche 1986 am Schneider CPC. 1997 ging es online. Seither als Blogger und Journalist in Totholzwäldern, auf digitalen Highways und mit der Vespa GTS 300 oder meinem Hund in der echten Welt unterwegs. Neuerdings Tochtervater. Spendier‘ mir einen Kaffee.

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