Tutonaut

F I C K E N – aber nicht mit Google – Zensur abschalten

Standardmäßig zensiert Euch die Google App – und zwar schlecht: Arschloch wird zu a****, ficken zu f****, aber der Arschfick scheint OK. Schaltet Zensur ab!

Ochsenpimmel ist OK, Arsch auch, Arschloch nicht – jedenfalls nicht, wenn man unter Android in die Google App spricht/tippt. Warum darf Jan Böhmermann im ZDF (!) Fotze in die Kamera sagen, ich aber nicht in mein Smartphone? Google zensiert. Und so gibt es plötzlich „das A-Wort“, das „W-Wort“ und gleich mehrere F-Wörter – Unsinn, den man eigentlich nur von prüden Amis kennt und ebenso peinlich, wie der Möchtegern-Jugendschutz der ARD-Mediathek. Und, liebe Google-Lenker, warum ist ficken nicht akzeptabel, Schwuchtel aber schon? Hä? Wenn ich irgendetwas noch mehr hasse als Zensur, dann schlechte Zensur: Arschloch wird zu a****, ficken zu f****, aber Arschfick ist wieder OK, wird sogar vorgeschlagen. Aber Ihr könnt die „anstößigen Wörter“ auch zulassen:

Öffnet die Google App, also die meist standardmäßig auf dem Homescreen untergebrachte Suche und wechselt dort über das Menü oben links nach Einstellungen/Sprache/ – hier gibt es einen Aus-Schalter für den Quatsch. Wie kommt eine Firma nur auf so einen s*****? Stört Euch sowas eigentlich?

zensur
Armselige Zensur, armselig umgesetzt – was für ein s****

P.S.: Erstaunlicherweise hat sich Apple am gleichen Abend liberaler gezeigt und die kollegialen Schimpfattacken wörtlich wiedergegeben – ich erinnere mich aber auch an einen Siri-Test, bei dem die Gute auch nicht ganz zensurfrei auf meine Apple-stinkt-Tiraden reagierte.

P.P.S.: Vor ein paar Jahren wurde bei Googel übrigens offenbar anders zensiert, damals war das Arschloch noch in Ordnung, ein Schwuler durfte über die Tipphilfe aber nicht adressiert werden – auch wenn es mir widerstrebt, Inhalte von Springer zu verlinken, Die Welt hat dazu hier einen ausführlichereren Beitrag.

P.P.P.S.: Fast schon cool ist übrigens, dass ein gesprochenes „Wichser“ zwar zu w**** wird, „Der Wichser“ aber zu „Der Wixxer“ – kontextsensitive Zensur …

P.P.P.P.S.: Och Google …, Stand 10/2019 gibt es nur noch Wixxer in meinem Telefon, schade. Aber immerhin scheint Google „Schwuchtel“ jetzt ähnlich anstößig zu finden wie Arschloch & Co. Und noch ein Hinweis zum Nachspielen: Zumindest hier zensiert das Teil nur, wenn ich per Sprach-Assi die Suche nutze – der „Dialog“ mit der Google-App selbst scheint weitgehend unberüht zu bleiben. Bei Arschloch gibt es das Wort plus eine Entschuldigung, bei Schwuchtel eine Wörterbuchdefinition.

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Checkmk-Handbuchschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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4 Kommentare

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  • Hallo, bezieht sich dein Artikel auf eine ältere Android-Version?
    Denn bei 8.0 habe ich das nicht hinbekommen.
    Zum Glück habe ich aber swype noch vom alten Handy übertragen bekommen, denn da gibt es die Zensur nicht! Da kann ich noch die Muschi ficken

    • Ich habe die Option hier auf einem Pixel 3a mit Android 10 immer noch, allerdings unter Einstellungen/Spracheingabe. Gerade nochmal probiert: Arschfick geht auch nicht mehr, Schwuchtel geht nicht mehr – das Ding scheint noch regider geworden zu sein ;)

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