Ihr sucht eine Einladung zum Arbeiten? Fedora bietet sich als stabile Grundlage an. Allerdings sollte man auf regelmäßige Upgrades stehen.

Red-Hat-Abkömmling Nummer 4 im Linux-Quartett ist Fedora, eigentlich der „einzige direkte Nachfolger von Red-Hat Linux“, wie die Wikipedia es formuliert. Insofern hat Fedora auch wieder eigene Derivate, ebenso wie Mandriva. Dessen Derivat Mageia war super, PCLinuxOS weniger. Die Mutter Mandriva gibt es nicht mehr. Umso spannender, einen Blick auf Fedora zu werfen, dessen Derivat Qubes OS nämlich auch noch kommen wird.

Über Linux-Distri-Impressionen

Ausführliche Infos: Quartett-Artikel und Distri-Impressionen-Übersicht. Hier nur ganz kurz zur Einordnung: Die Distri-Impressionen sind für das Quartett quasi „nebenher“ entstanden und sind keine tiefschürfen oder technischen Analysen. Es geht hier um das, was mir bei Installation, Einrichtung und Herumspielerei mit Desktop, Einstellungen und Tools aufgefallen ist. Was mich langweilt, was mich begeistert.

fedora

Immer die neueste Software – nicht jedermanns Sache.

Fedora mit Gnome

Solide und Up to Date. Das sagt eigentlich schon alles. Die Installation läuft über den Installer, der auch bei CentOS schon gefallen hat. Nur, dass hier alles auf Anhieb funktioniert. Gast-Erweiterungen sind für Vollbild in der virtuellen Maschine auch nicht nötig. Die Ausstattung ist ziemlich schlank, das Wichtigste ist aber mit dabei. Die Einstellungen sind übersichtlich, es gibt Gnomes Kontenverwaltung (Google & Co.), man wird mit einem Hilfe-Fenster begrüßt, das Farbschema ist schlicht und Gnome ist eben Gnome. Ein Fan von dieser ollen Seitenleiste werde ich nicht mehr, bei vielen Tools ist das einfach unübersichtlich. Aber man kann natürlich direkt einen anderen Desktop bei der Installation einrichten.

Fedora ist ein Community-Projekt, gehört Red Hat und ist Grundlage für Red Hat Enterprise Linux. Das steht schon mal für Solidität. Zudem ist immer sehr aktuelle Software verbaut. Auch gut. Weniger gut, zumindest für normale Anwender: Eine Fedora-Version hat eine Lebenszeit von nur 13 Monaten, danach ist ein Upgrade notwendig. Für erfahrene Nutzer ist Fedora dennoch eine tolle Grundlage für ein Produktivsystem. Fancy Features oder verspieltes Zeugs darf man hier nicht erwarten, Fedora lädt schlicht zum Arbeiten ein. Darum gibt’s hier auch nicht viel mehr zu zu sagen. Für Otto Normalverbraucher daheim würde ich es nicht empfehlen.

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Hier ist immer alles auf dem neuesten Stand – aber 13 Monate Support?

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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