Git ohne Kommandozeile? Kein Problem unter Ubuntu, Debian & Co.

Git ist ein wunderbares Werkzeug zum Versionieren und Synchronisieren – für Einsteiger aber ein wenig sperrig im Terminal. Mit RabbitVCS könnt Ihr Git aber auch direkt im Dateimanager nutzen, ganz ohne das Tippen von Befehlen. Wir zeigen Euch, wie Ihr RabbitVCS unter Ubuntu, Debian und Mint installiert und nutzt.

RabbitVCS installieren

RabbitVCS ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und nach Jahren der Pause hat sich der Entwickler erst vor kurzem wieder zurückgemeldet – von daher passt scheinbar nicht mehr alles von der Homepage. So funktioniert die Installation hier lediglich mit dem Dateimanager Nautilus reibungslos. Davon abgesehen läuft RabbitVCS hier im Text aber einwandfrei.

Die grafische Oberfläche für die git-Integration funktioniert laut RabbitCVS unter folgenden Standard-Desktop-Dateimanager-Kombinationen:

  • Cinnamon/Nemo
  • Gnome/Nautilus
  • Mate/Caja
  • Unity/Nautilus
  • Xfce/Thunar

Hier funktioniert das Tool aber auch, wenn Nautilus unter LXDE läuft. Die Installation ist unter Debian und Ubuntu denkbar simpel:

sudo apt-get install rabbitvcs-nautilus

Für Cinnamon könnte der Weg über ein separates Erweiterungspaket zu funktionieren. Weitere Infos zu den einzelnen Clients findet Ihr hier.

git im Dateimanager

Der Rest ist nun im Grunde ganz einfach – sofern Ihr generell mit git klarkommt. Navigiert in Nautilus zu Eurem git-Ordner und öffnet einfach das Kontextmenü des Ordners beziehungsweise einer Datei. Zum einen bekommt Ihr immer einige Optionen, die sich auf das ganze Repo beziehen, etwa push, log und pull, zum anderen das RabbitCVS-Menü mit allen üblichen git-Tools.

rabbitvcs

Alle Funktionen erreicht Ihr über Kontextmenüs.

Für alle Tools öffnet sich jeweils ein eigenes Fenster, hier zum Beispiel für den commit-Befehl. Achtet im Hintergrund mal auf die Icons der Dateien: RabbitVCS zeigt den git-Status über kleine Symbole, was die Arbeit enorm erleichtert.

rabbitvcs

Ungewohnt, commitet aber genauso wie immer.

Ein weiteres Beispiel ist die Anzeige des Logs – über den sinnvollen Menüeintrag „Log anzeigen“. Bei anderen Übersetzungen ins Deutsche müsst Ihr vielleicht kurz überlegen: „commit“ ist „Übernehmen“, „pull“ ist „Aktualisieren“ und so weiter – ein wenig gewöhnungsbedürftig.

rabbitvcs

Der git-Log mal grafisch.

Und natürlich darf auch ein Bild von Nautilus unter LXDE (meinem Lieblingsdesktop ;) ) nicht fehlen.

lxde rabbitvcs

RabbitVCS in Thunar unter LXDE – dem mit hübschestestesten Desktop überhaupt!

Zwei Tipps: Manchmal erscheinen die RabbitVCS-Optionen nicht im Kontextmenü – ein erneuter Versucht bringt sie aber, zumindest hier, verlässlich wieder zum Vorschein. Außerdem solltet Ihr git so konfigurieren, dass Ihr beim Pushen keine Credentials mehr übergeben müsst, das kann RabbitVCS nämlich nicht.

Lesetipp: Wie wäre es mit 10 Desktops für Ubuntu? Und hier weitere Linux-Artikel.

Über den Autor

Mirco Lang

Mirco Lang

Freier Journalist, Exil-Sauerländer, (ziemlich alter) Skateboarder, Dipl.-Inf.-Wirt, Einzelhandelskaufmann, Open-Source-Nerd, Stichwortschreiber. Ex-Saturn'ler, Ex-Data-Becker'ler, Ex-BSI'ler.

Computer-Erstkontakt: ca. 1982 - der C64 des großen Bruders eines Freunds.

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Anleitung: Git in Dateimanager integrieren

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